Sigillographie


Das Projekt beinhaltet die wissenschaftliche Auswertung des publizierten und unpublizierten Siegelmaterials weltweit auf Grund der neuesten methodologischen Forschungsprinzipien (Lesung der Inschriften, genaue Datierung, inhaltliche Kommentierung, Einbettung in den historischen Kontext, dem sie angehören), um sie als Quellen für historische und philologische Forschungen aufzubereiten.

Im Vordergrund steht die Erarbeitung eines dreibändigen Corpus der byzantinischen Siegel mit metrischen Legenden (über 15.000 Siegel, die ca. 5000 Siegeltypen repräsentieren). Es handelt sich zumeist um byzantinische Zwölfsilber, die auf Siegeln hauptsächlich in der Zeitspanne 11.–13. Jh. anzutreffen sind.

Siegel des Konstantinos Aspietes Sebastos, Enkel eines Sebastokrators (2. Hälfte 12. Jh.) (Privatsammlung A.-K. Wassiliou-Seibt, Nr. 455 © Alexandra-Kyriaki Wassiliou-Seibt)

Daneben wird die Arbeit am Katalog der byzantinischen Bleisiegel in Österreich, gelegentlich auch anderer Sammlungen (so Dumbarton Oaks), fortgesetzt.

Weitere Studien sind der systematischen Erforschung und der Kommentierung neuer Publikationen (inklusive Auktionskataloge) zur byzantinischen Sigillographie gewidmet, die in regelmäßigen Intervallen in den Studies in Byzantine Sigillography und der Byzantinische Zeitschrift publiziert werden.

Die Systematische Photothek byzantinischer Siegel zu Studienzwecken wird weiter ausgebaut (derzeit ca. 40.500 Photos).