Byzanz in Bewegung


Die verwitwete Adelige Danielis reist von der Peloponnes nach Konstantinopel (© Ioannis Scylitzae, Synopsis Historiarum, Codex Matrinensis Vitr. 26-2, Facsimile edition. Scientific consultant: Agamemnon Tselikas. Athen (Militos) 2000; ISBN 960-8460-16-6)

Dieses Projekt, finanziert durch den 2015 an Claudia Rapp verliehenen Wittgenstein-Preis des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), beleuchtet die Bedeutung von Byzanz als globaler Kultur und analysiert die innere Flexibilität der byzantinischen Gesellschaft. Das Ziel ist die Neubewertung einer Gesellschaft und Kultur, die oft noch immer als steif, starr und durch ihre eigene Tradition belastet dargestellt werden. Dies soll durch die Erforschung von Fragen der Mobilität, der Mikrostrukturen und persönlicher Handlungsspielräume erreicht werden.

Einzelprojekte befassen sich folgenden Themen: Sprachenvielfalt in Armenien und deren Auswirkung auf die Beziehungen zu Byzanz (Emilio Bonfiglio), globale Verbindungen sowie halbnomadische Gruppen im Kaukasus (Nicholas Evans, 2016-2017), Mobilität von Eliten sowie Mikrostrukturen und transkulturelle Phänomene im Kaiserreich von Nikaia (1204-1261) (Ekaterini Mitsiou), digitale Abbildbarkeit der Mobilität von Menschen und Objekten sowie Konzepte sozialer und raumbezogener Theorien (Johannes Preiser-Kapeller), organisierte Laienfrömmigkeit und religiöse Gruppenbildung (Claudia Rapp), Typologien und Mikrostrukturen von Revolten (Yannis Stouraitis, 2016-2017).

Das Projekt wird in Kooperation mit der Universität Wien durchgeführt.

Kooperationspartner