Mythen DB

Datenbank für Neuerfundene Mythen der Frühen Neuzeit

Informationen

Die Zeitlosigkeit und Anpassungsfähigkeit des antiken Mythos wurde von kreativen Dichtern, Gelehrten und Künstlern der italienischen Renaissance erkannt und spielerisch zur Schöpfung neuer Mythen nach antikem Vorbild ausgenützt; daran knüpften sehr bald auch Literaten und Kunstschaffende anderer europäischer Staaten an. Um solche Mythen der Forschung zugänglich zu machen und internationale Mitarbeit zu ermöglichen, wurde diese Datenbank erstellt, die eine sukzessive Einarbeitung der Inhalte entsprechender Texte samt Kurzbiographien der Autoren enthält

Als Aufnahmekriterien gelten:

I. Neugestaltung gegenüber der Antike:

Einfügen neuer mythischer Gestalten in einen traditionellen Mythos (Mythen-Erweiterung) Einbau überlieferter mythischer Personen in einen neuen Handlungskontext Erfindung neuer mythischer Gestalten: vor allem Personifikationen von Orten, Flüssen (etc.) zur Idealisierung der eigenen Heimat des neuzeitlichen Dichters oder des Geburts- bzw. Wohnorts eines von ihm Gefeierten. Weiterführung einer antiken mythologischen Erzählung (fortsetzende Ergänzung eines tradierten Mythos)

 

II. Umgestaltung des Überlieferten:

Ausgestaltung antiker Mythen, d.h. von Erzählungen, die selten (oder nur ein einziges Mal) überliefert sind, sowie von Mythen, deren Handlung in der Antike nicht ausgearbeitet wurde. Mythenerzählungen, die ein spontan neues Verständnis von Erklärungen antiker Gelehrter zu schwierigen mythologischen Anspielungen und Zusammenhängen zeigen. Entstehung neuer Mythen durch Missverständnisse oder Textverderbnis im Lauf der Tradition antiker Werke. 

Die Datenbank wird in deutscher und englischer Sprache angeboten. Sie enthält ausschließlich neuerfundene Mythen und deckt zunächst schwerpunktmäßig die italienische Renaissance ab. Die Datenbank soll durch die angestrebte internationale Kooperation zeitlich und räumlich erweitert werden.