Grabbauten des westlichen Treverergebietes im interregionalen Kontext

Vernetzte Auswertung einer gesellschaftsgeschichtlich relevanten Fundgattung

Joint project FWF/FNR I 2269-G25

Kontakt: G. Kremer

 

Ziel des bilateralen Projektes ist die Erschließung sowie die ganzheitliche und interdisziplinäre Auswertung römerzeitlicher Grabbauten und Grabbauteile aus dem westlichen Teil der civitas Treverorum (römische Provinz Gallia Belgica, heute Großherzogtum Luxemburg und belgische Provinz Luxembourg). Das von österreichischen und luxemburgischen Forschungsträgern ausgehende und im Informationsaustausch mit anderen internationalen Forschungsvorhaben geführte Projekt zielt auf die Überwindung unterschiedlicher nationaler Forschungsansätze als Folge der geopolitischen Aufsplittung des untersuchten Territoriums und der Sprachbarriere ab und nutzt hochwertiges und vielfältiges Quellenmaterial für gezielte Fragestellungen sowie eine übergreifende kulturhistorische Auswertung.

Im Mittelpunkt stehen Aufnahme, Rekonstruktion und Auswertung des außergewöhnlich reichen Bestandes an Grabdenkmälern dieser Region. So werden etwa die Werkstättengruppen eines in der Antike zusammenhängenden Gebietes sowie die Wechselwirkungen zwischen der Metropole Trier und dem übrigen Territorium der Civitas untersucht, Grundlagen der Chronologie, Typologie und Ikonographie zusammenhängend erarbeitet und ausgewertet, naturwissenschaftliche Untersuchungen initiiert und für kulturhistorische Fragestellungen genutzt. Themen wie die Selbstdarstellung einer treverischen Elite oder die Mechanismen der Assimilation, Integration und Ausgrenzung in der gallorömischen Gesellschaft einer Grenzregion werden behandelt.