Supplementum Epigraphicum Graecum: Asia Minor


Bearbeiter: T. Corsten, V. Scheibelreiter-Gail

Jedes Jahr werden weit über tausend griechische Inschriften in allen Gebieten des Mittelmeerraumes ge­fun­den und in hunderten von Zeitschriften und Büchern veröffentlicht; dazu kommen etwa ebenso viele Be­spre­chungen schon vorher publizierter Inschriften und Publikationen, in denen griechische Inschriften benutzt wer­den. Zahlreiche diesbezügliche Publikationsorgane sind darüber hinaus oft nur schwer zugänglich (vor allem wissenschaftliche Zeitschriften aus Ländern des östlichen Mittelmeerraumes, z. B. der Türkei, mit nur geringer Verbreitung). Es ist daher nahezu unmöglich, sich einen vollständigen Überblick über das Material zu verschaffen, welches eine wichtige und unverzichtbare Grundlage für die Forschung in den ver­schiedenen Disziplinen der Altertumswissenschaften bildet.

Das Supplementum Epigraphicum Graecum (SEG) faßt daher in jährlich erscheinenden Bänden alle Publikationen und Besprechungen griechischer Inschriften zusammen und druckt die Texte von zum ersten Mal veröffentlichten oder in großen Teilen neu gelesenen bzw. anders ergänzten Inschriften vollständig ab, so daß man sich schnell einen lückenlosen Über­blick über die jährlichen Fortschritte im Bereich der griechischen Epigraphik verschaffen kann. Das SEG wurde von J. J. E. Hondius 1922 in Leiden mit dem Ziel gegründet, die Fachwelt (Althistoriker, klassische Philologen, Archäologen, Religionshistoriker) schnell über neue Editionen, Ergänzungen und Interpretationen griechischer Inschriften zu informieren. J. J. E. Hondius war Herausgeber der Bände I bis XI (1922-1940), eine Position, die nach seinem Tod und einer ersten Unterbrechung der Veröffentlichung (1940-1955) von A. G. Woodhead übernommen wurde (1955-1971, Bände XII-XXV). Nach erneuter Unterbrechung der Publikation (1971-1979) übernahmen H. W. Pleket (Leiden) und R. S. Stroud (Berkeley) 1976 die Herausgabe des Werkes, die zur Zeit in den Händen von A. Chaniotis (Princeton), Th. Corsten (Wien), N. Papazarkadas (Berkeley) und R. A. Tybout (Leiden) liegt. Sie werden von sechs „Assistant Editors“ in Oxford, Athen, Wien, Heidelberg und Thessaloniki sowie neun „Advisory Editors“ unterstützt.

Die Arbeitsgruppe ist verantwortlich für den die griechischen Inschriften aus Kleinasien betreffenden Teil des SEG.