Barbara Tumfart, Mag. Dr.

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... studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Französisch an der Universität Wien. Nach ihrer Diplomarbeit über Dramenübersetzungen im 19. Jahrhundert arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft im Rahmen des Forschungsprojektes „Die österreichischen Verbotslisten und ihre Bedeutung für die Zensurgeschichtsforschung. Eine qualitative und quantitative Untersuchung zu der in Österreich zwischen 1795 und 1848 verbotenen Literatur“[Komparatistik Wien Zensurdatenbank: https://www.univie.ac.at/zensur/]. 2003 schloss sie ihr Doktorratsstudium der Vergleichenden Literaturwissenschaft mit einer Dissertation über die österreichische Theaterzensur im 19. Jahrhundert und ihre Auswirkungen mit ausgezeichnetem Erfolg ab.

Seit 2001 ist sie an den verschiedenen Institutionen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig, zunächst im AAC (Austrian Academy Corpora), dann an den Nachfolgeinstituten ICLTT (Institut für Corpuslinguistik und Texttechnologie) und AC (Academia Corpora). Sie war maßgeblich an der Erstellung der digitalen „AAC Fackel“ beteiligt und war u. a. mit dem Aufbau und der wissenschaftlichen Auswertung des „AAC-Austrian Academy Corpus“ betraut. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der ACE – Arbeitsstelle für Corpora und Editionen im ACDH-CH.

Im Rahmen der Arbeitsstelle beschäftigt sie sich hauptsächlich mit der Digitalisierung, der Erschließung und der Erforschung des literarischen Nachlasses von Thomas Bernhard (1931–1989). Sie ist Teil des Teams zum Projekte Wittgensteins Neffe, das die Publikation einer historisch-kritischen Edition von Bernhards gleichnamiger Erzählung, erstmals 1982 veröffentlicht, zum Ziel hat.

Ihre Forschungsinteressen umfassen digitale Textcorpora, die Techniken und die Erstellung digitaler Editionen mit einem besonderen Fokus auf Theatertexte, kulturwissenschaftliche und translationswissenschaftliche Aspekte.

Seit vielen Jahren ist sie als Literaturkritikerin tätig, u.a. für das Forum für Vormärz Forschung, die Bibliotheksnachrichten des Österreichischen Bibliothekswerks und das Rezensionsforum für Literatur und Kulturwissenschaften.