Di, 15.11.2022 17:00

Die Schriften eines unkonventionellen Sufi

In einem Webinar des Instituts für Iranistik der ÖAW untersucht der Religionswissenschaftler Cyril Uy vor dem Hintergrund konventioneller Sufi-Manuskripte die außergewöhnlichen Darstellungsweisen, die Sufi Saʿd al-Dīn Ḥamūya im 13. Jahrhundert für sein Werk "Spiegel des Geistes" verwendet hat.

© Bruno De Nicola
© Bruno De Nicola

Bruno De Nicola vom Institut für Iranistik der ÖAW untersucht im Rahmen seines FWF-START Projekts „Nomads' Manuscripts Landscape“ islamische Handschriften des Mittelalters. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er neue Zugänge, um solche Handschriften zu verorten und über Genre- und Sprachgrenzen hinweg zu analysieren. In diesem Zusammenhang lädt das Projektteam zum internationalen Austausch im Rahmen der Webinar-Serie "Pre-modern Islamic Manuscripts".

Diese Reihe setzt Cyril Uy von der James Madison University, USA, fort. In seinem Vortrag zum Thema "Improvised Forms: Body, Text, and Diagram in Saʿd al-Dīn Ḥamūya’s (d. 1252) Sajanjal al-arwāḥ" beleuchtet er das Werk des Sufi Saʿd al-Dīn Ḥamūya, gestorben 1252. Sufi Saʿd al-Dīn Ḥamūya hatte in der persisch geprägten Welt des Mittelalters und der Frühmoderne Generationen von Okkultisten, Mystikern und Heilslehrern inspiriert. Das Besondere an seinem Werk zeigt sich in einer Handschrift aus dem Jahr 1258 (CE) mit dem Titel Sajanjal al-arwāḥ (Spiegel des Geistes). Das heute in der Istanbuler Süleymaniye Bibliothek aufbewahrte Werk umfasst nämlich nicht nur die typischen Sufi-Gebete, sondern enthält vielfältige Text- und Schriftformen und geheimnisvolle Diagramme.

Anmeldung

Informationen

 

Termin:
15. November 2022, 17:00-18:30 Uhr

Ort:
Online via Zoom
Anmeldung

Kontakt:
Bettina Hofleitner
T: +43 1 51581-6500
Institut für Iranistik der ÖAW

 

 

 

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