Profil Das aus der Zusammenlegung der
Kommissionen für Byzantinistik und für die Tabula Imperii
Byzantini (TIB) mit 1. Jänner 2006 entstandene Institut für
Byzanzforschung betreibt im Rahmen der Byzantinistik Grundlagen-
und daraus resultierende angewandte Forschung. Diese basiert auf der
Aufarbeitung von Handschriften und Kleinobjekten (Bleisiegeln etc.)
sowie auf der historisch-geographischen Erforschung von Byzanz als Raum
und dessen Denkmälern. Die Auswertung dieser Texte und Objekte und
die daraus gewonnenen Forschungsergebnisse werden einerseits
objektbezogen in Katalogen, Lexika und Texteditionen, andererseits in
weiterführenden kulturgeschichtlich-historischen Studien
publiziert.
Aufgabe des Instituts für
Mittelalterforschung ist die Erforschung der mittelalterlichen
Geschichte und die Dokumentation, Erschließung, Edition und
Bearbeitung von Quellen zur Geschichte des Mittelalters und der
frühen Neuzeit. Dazu gehören insbesondere: Realienkunde fragt nach dem vielschichtigen Beziehungsgeflecht zwischen Menschen und Objekten. Untersucht wird der Umgang mit den Dingen wie die Herstellung, Nutzung, Verbreitung, Wahrnehmung und Sinngebung. Die Forschungstätigkeit umfasst die systematische Erschließung der materiellen Spuren des Mittelalters und der frühen Neuzeit, deren inhaltliche Analyse hinsichtlich Formen und Strukturen des Alltagslebens sowie die Aufbereitung der Ergebnisse für die Öffentlichkeit. Das Institut betreut mehrere Reihenpublikationen, darüber hinaus stehen die umfassende Bildsammlung und weitere realienkundlich relevante Datenbanken im Internet zur Verfügung. Hauptziel der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters ist die wissenschaftliche Katalogisierung der rund 20.000 mittelalterlichen Handschriften in den Bibliotheken des Landes. Neben "Generalkatalogen", die detaillierte Beschreibungen des Inhalts, der Kodikologie, der Geschichte und des Buchschmucks aller Handschriften eines Fonds bieten, werden Spezialkataloge zu den illuminierten beziehungsweise deutschsprachigen Handschriften in österreichischen Bibliotheken in der Reihe "Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters" publiziert. Daneben wird in zunehmenden Maße auch das Internet als Publikationsmedium genutzt.
|