Profil

Das aus der Zusammenlegung der Kommissionen für Byzantinistik und für die Tabula Imperii Byzantini (TIB) mit 1. Jänner 2006 entstandene Institut für Byzanzforschung betreibt im Rahmen der Byzantinistik Grundlagen- und daraus resultierende angewandte Forschung. Diese basiert auf der Aufarbeitung von Handschriften und Kleinobjekten (Bleisiegeln etc.) sowie auf der historisch-geographischen Erforschung von Byzanz als Raum und dessen Denkmälern. Die Auswertung dieser Texte und Objekte und die daraus gewonnenen Forschungsergebnisse werden einerseits objektbezogen in Katalogen, Lexika und Texteditionen, andererseits in weiterführenden kulturgeschichtlich-historischen Studien publiziert.

Aufgabe des Instituts für Mittelalterforschung ist die Erforschung der mittelalterlichen Geschichte und die Dokumentation, Erschließung, Edition und Bearbeitung von Quellen zur Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dazu gehören insbesondere:
* die Edition von Herrscherurkunden im Rahmen der Diplomata-Reihe der MGH;
* die Erschließung der Schriftquellen der mittelalterlichen Reichsgeschichte für die Reihe der Regesta Imperii;
* die Dokumentation und Edition der österreichischen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit;
* die Untersuchung der Überlieferung, Bearbeitung und Edition frühmittelalterlicher Quellen sowie die Erforschung der Geschichte des Frühmittelalters.

Das Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit ist eine seit 1969 bestehende Forschungseinrichtung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ziel des Instituts für Realienkunde ist die Erforschung der Vielfalt menschlicher Lebensgestaltung, ausgehend von der materiellen Kultur im mitteleuropäischen Raum.
Realienkunde fragt nach dem vielschichtigen Beziehungsgeflecht zwischen Menschen und Objekten. Untersucht wird der Umgang mit den Dingen wie die Herstellung, Nutzung, Verbreitung, Wahrnehmung und Sinngebung. Die Forschungstätigkeit umfasst die systematische Erschließung der materiellen Spuren des Mittelalters und der frühen Neuzeit, deren inhaltliche Analyse hinsichtlich Formen und Strukturen des Alltagslebens sowie die Aufbereitung der Ergebnisse für die Öffentlichkeit.
Das Institut betreut mehrere Reihenpublikationen, darüber hinaus stehen die umfassende Bildsammlung und weitere realienkundlich relevante Datenbanken im Internet zur Verfügung.

Hauptziel der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters ist die wissenschaftliche Katalogisierung der rund 20.000 mittelalterlichen Handschriften in den Bibliotheken des Landes. Neben "Generalkatalogen", die detaillierte Beschreibungen des Inhalts, der Kodikologie, der Geschichte und des Buchschmucks aller Handschriften eines Fonds bieten, werden Spezialkataloge zu den illuminierten beziehungsweise deutschsprachigen Handschriften in österreichischen Bibliotheken in der Reihe "Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters" publiziert. Daneben wird in zunehmenden Maße auch das Internet als Publikationsmedium genutzt.