Mortalität, Morbidität und demographische Alterung

SHARE (Survey on Health, Ageing and Retirement in Europe)

Alexia Fürnkranz-Prskawetz, Isabella Buber-Ennser, Henriette Engelhardt, Franz Schwarz, Nadine Zielonke, Elke Pscheiden

SHARE ist ein multidisziplinäres, EU-gefördertes Projekt, das von Axel Börsch-Supan (Mannheim Research Institute for the Economics of Ageing) koordiniert wird. http://www.share-project.org/ Ziel ist es, unter Einbeziehung vergleichbarer britischer und US-amerikanischer Studien Einsichten in die Wechselbeziehungen zwischen ökonomischen, gesundheitlichen, psychologischen und soziodemographischen Faktoren, welche die Lebensqualität älterer Menschen bestimmen, zu erlangen. Hierzu dienen Panelbefragungen von über 50-jährigen Personen in elf Ländern Europas. In Österreich koordiniert Rudolf Winter-Ebmer (Universität Linz) das FWF-finanzierte Projekt. Das Institut für Demographie ist Partner im österr. SHARE-Team und bearbeitet derzeit die Daten der ersten Befragungswelle vom Herbst 2004, um einerseits Überblicksergebnisse für Österreich zu gewinnen und andererseits einen Auswertungsplan für demographische Fragestellungen sowie eine Liste von Desiderata für die zweite Welle vorzubereiten.

Health inequalities in Austria

Franz Schwarz

Zahlreiche Studien zeigen eine wesentlich kürzere Lebenserwartung unter der sozial benachteiligten Bevölkerung, wobei in der kürzeren Lebenszeit viel häufiger Gesundheitsprobleme jeder Art auftreten. Aufgrund dessen kommt es zwischen den sozioökonomischen Gruppen zu erheblichen Unterschieden in der Lebenserwartung in guter Gesundheit. Dieses Projekt erforscht das Ausmaß der Ungleichheiten in Gesundheit und Mortalität sowie die ursächlichen Faktoren in Österreich. Ein Kernpunkt der Studie ist, wie sich das soziale Gefälle in Gesundheitsverhalten, Gesundheit, Mortalität und Lebenserwartung in guter Gesundheit in den letzten Jahrzehnten entwickelte. Neben dem selbst eingeschätzten Gesundheitszustand werden insbesondere Trends bei wichtigen Krankheiten und Todesursachen erforscht. Bezüglich Lebensstilfaktoren untersuchen wir vor allem die Entwicklung des sozialen Gefälles bei Substanzmissbrauch, Übergewicht und Rauchverhalten von Erwachsenen. Bei Verfügbarkeit geeigneter Daten werden diese Faktoren auch bei Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit des sozialen Hintergrunds betrachtet. In Zusammenarbeit mit Medizinern werden potentielle sozialmedizinische und gesundheitspolitische Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitszustands der benachteiligten Bevölkerung erörtert.

Einstellungen zum Altern der Gesellschaft und zur Alterspolitik

Peter Schimany,  Richard Gisser

Die vom BMSG beauftragte Studie vergleicht Daten der Module zum „Altern“ aus beiden Population Policy Acceptance Surveys, PPA1 (1992) und PPA2 (2001). Der Projektbericht enthält Ergebnisse zu: Beurteilung der Bevölkerungsalterung, Einschätzung der persönlichen Lebenserwartung, Einstellungen zur Alterspolitik, Status Älterer in der Gesellschaft, Solidarität zwischen den Generationen, Unterstützung der älteren Generation sowie zu Wünschen bei Hilfebedürftigkeit im Alter (Wohnpräferenzen, Form der Hilfe). http://oeaw.ac.at/vid/p_reports.shtml

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