Donnerstag, 23. Februar 2017, 17:30

Ein Umschlagplatz an der Südküste Zyperns

Peter M. Fischer, Nahost-Archäologe von der Universität Göteborg, präsentiert neue Erkenntnisse aus der bronzezeitlichen Metropole Hala Sultan Tekke.

Die bronzezeitliche Metropole Hala Sultan Tekke auf Zypern konnte nach ihrer Zerstörung während der Periode der „Seevölker“ – ab cirka 1200 BC – nie wieder an ihre damalige Bedeutung anknüpfen. Für die Archäologie aber ist die nahe der heutigen Stadt Larnaka gelegene Großstadt ein außergewöhnliches Zeugnis des frühen Kulturkontakts zwischen Italien und der Levante, von Anatolien bis nach Ägypten.

Peter M. Fischer, Nahost-Archäologe von der Universität Göteborg, ist den kulturellen Beziehungen seit mehreren Jahren auf der Spur. Auf Einladung des ÖAW-Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie spricht er über Die spätbronzezeitliche Metropole Hala Sultan Tekke, Zypern, im Spiegel der aktuellen schwedischen Ausgrabungen 2010–2016“. Sein Vortrag behandelt Funde von massiver Wohn- und Industriearchitektur aus dem 13. und 12. Jahrhundert BC sowie bis zu 400 Jahre ältere Funde von einem bislang unentdeckten Gräberfeld.