Dienstag, 24. Januar 2017, 11:00

Der Weg in die Vernichtung begann mitten in der Stadt

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags 2017 werden an der ÖAW die Sammellager in der Leopoldstadt als letzte Orte vor der Deportation thematisiert. Bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem Parlament kommen Überlebende, Historiker/innen und Politiker/innen zu Wort.

66.000 Jüdinnen und Juden in Österreich wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Der Weg in die Vernichtung begann für einen großen Teil dieser Menschen mitten in Wien, in den Sammellagern im 2. Bezirk. Heute gibt es nur noch wenige Menschen, die davon als Zeug/innen berichten können.

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags 2017 werden einige von ihnen über das Erlebte, und wie es ihr Leben geprägt hat, im Festsaal der ÖAW sprechen, einige werden via Videodokumentation zu Wort kommen. Die Gedenkveranstaltung „Letzte Orte vor der Deportation – die Sammellager in der Wiener Leopoldstadt. Überlebende berichten“ wird vom Parlament der Republik Österreich in Kooperation mit der ÖAW veranstaltet. Am Beginn steht ein Historiker/innen-Gespräch über Fakten und Hintergründe.

Themengebend für die Gedenkveranstaltung ist eine Ausstellung der ÖAW, die unter dem Ehrenschutz von Nationalratspräsidentin Doris Bures steht. Unter dem Titel „Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse“ beleuchtet sie vom 9. November 2016 bis zum 30. Juni in der Krypta des Heldendenkmals diese vergessenen Orte des Holocaust und die Schicksale der Opfer der Deportationen.

Informationen zur Ausstellung