Mittwoch, 03. Mai 2017, 18:00

Der Griff nach dem Erbgut

Das „ernst mach forum“ fragt, ob die Wissenschaft mit Genom-Editing und synthetisch hergestellten Lebewesen eine für Gesundheit und Umwelt gefährliche Richtung eingeschlagen hat.

Biotechnologien machen es möglich, das Erbgut von Bakterien, Pflanzen, Tieren – und auch das des Menschen – schnell und kostengünstig zu verändern. Angesichts dieser Möglichkeiten fragt das nächste „ernst mach forum“, ob sich die Wissenschaft hier auf einen gefährlichen Irrweg begeben hat, oder ob die Zeit reif dafür ist, dass der Mensch die Evolution selbst in die Hand nimmt.

Zur Titelfrage des  Gesprächsforums „Zugriff auf das Erbgut. Wird das Leben neu erfunden?“ nehmen vier Fachleute Stellung: Julia Diekämper von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jürgen Knoblich vom IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der ÖAW, Ulrich H.J. Körtner, Medizinethiker von der Universität Wien und Josef Reichholf, Evolutionsbiologe von der TU München.

Das „ernst mach forum“ versteht sich als eine Plattform der interdisziplinären, internationalen Diskussion. Ihr Ziel ist es, zweimal im Jahr öffentliche Gespräche zwischen den Kultur-, Natur-, Medizin- und Technikwissenschaften zu ermöglichen. Dabei diskutieren vier Podiumsteilnehmer/innen aktuelle Fragen der Wissenschaften über die Grenzen von Disziplinen hinweg. Das  „ernst mach forum“ wird vom Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW gemeinsam mit den Wiener Vorlesungen und dem ORF veranstaltet und ist zeitnah in der Ö1 Hörfunkreihe Dimensionen nachzuhören.