Leibniz Lectures

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Wikimedia/CC

Gottfried Wilhelm Leibniz ist nicht nur einer der bedeutendsten Philosophen des 18. Jahrhunderts, von ihm stammen auch die ersten Entwürfe für eine österreichische „Sozietät der Wissenschaften“, die er während seiner Tätigkeit in Wien in den Jahren 1712-1714 ausarbeitete.

Mit Blick darauf veranstaltet die ÖAW seit 2005 jährlich eine „Leibniz Lecture“. Als Vortragende werden international anerkannte Persönlichkeiten eingeladen, die  –  ganz im Sinne des Leibnizschen Denkens – in ihren Vorträgen das Differenzierungspotential von Philosophie sowohl für die interdisziplinäre Verständigung als auch für die Auseinandersetzung mit öffentlich relevanten Problemstellungen der Gegenwart unter Beweis stellen.

Wissenschaftliche Konzeption: w.M. Herta Nagl-Docekal


Rückblick:


3. bis 4. November 2016: „Leibniz heute lesen: Wissenschaft, Geschichte, Religion“
Aus Anlass des 300. Todestages von Gottfried Wilhelm Leibniz veranstalteten die vier Akademien der Wissenschaften, für die Leibniz konzeptionelle Entwürfe verfasst hat (Berlin-Brandenburg, Leipzig, St.Petersburg-Moskau und Wien), ein internationales Symposium an der ÖAW, das dem Denken und Wirken des bedeutenden Philosophen gewidmet war.

Konzeption: w.M. Herta Nagl-Docekal und Wenchao Li (Leibniz Stiftungsprofessur der Universität Hannover/ Leibniz-Edition Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften).

Weitere Informationen unter:
www.oeaw.ac.at/leibniz-heute-lesen


19. November 2015: Birgit Sandkaulen (Professorin für Philosophie, Universität Bochum)
Modus oder Monade? Zum Konzept des Individuums bei Hegel


3. November 2014: Robert B. Pippin (University of Chicago)
Psychology Degree Zero: On the Representation of Action in the Films of the Dardenne Brothers(Im Anschluss an diese (zehnte) Lecture fand im Rahmen der ÖAW-Kommission „The North Atlantic Triangle“ ein internationales Symposium zum Thema  Robert Pippin: Zwei Amerikanische Film-Genres – Western und Film Noir, geleitet von Waldemar Zacharasiewicz und Ludwig Nagl, statt.)


21. November 2013: Wenchao Li (Leibniz Stiftungsprofessor, Universität Hannover)
G.W. Leibniz und der europäische China-Diskurs. „Der Prinz disputierte gegen die Jesuiten wegen des Cultus Confutii, und ich vor sie“


14. November 2012: Hans Joas (University of Chicago und Freiburg i.Br.)
Sakralisierung und Entsakralisierung. Politische Herrschaft und religiöse Interpretation


1. Dezember 2011: Nancy Fraser (New School University, New York)
Can Society be Commodities All the Way Down?


19. Oktober 2010: Albrecht Wellmer (Freie Universität Berlin)
Über Musik und Sprache


5. November 2009: Kwame Anthony Appiah (Princeton University)
Re-Imagining Honor. The Place of Social Identity in Ethics


24. November 2008: Thomas Pogge (Columbia University)
Pharmazeutische Patente und negative Pflichten. Eine rechtsphilosophische Analyse mit einem Reformvorschlag


11. Dezember 2007: Martha Nussbaum (University of Chicago)
Liberty of Conscience: The Attack on Equal Respect


23. November 2006: Otfried Höffe (Tübingen)
Vielfalt der Kulturen in der Einheit des Weltrechts


5. Dezember 2005: Seyla Benhabib (Yale University)
The Struggle Around Culture: Equality and Diversity in Contemporary Europe