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News

Friday 25. May 2012 E. Widmann in Ö1 Dimensionen

E. Widmann in Ö1 Dimensionen zum Thema "Im Spiegelbild der Antimaterie"

Thursday 24. May 2012 Österreichische Spitzenforschung durch EU-Gelder fördern – ERC Grants

Die Universität Wien, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und das Institute of Science and Technology Austria konnten bisher zahlreiche ERC Grants einwerben. Um weiterhin so erfolgreich zu sein, ist exzellente...

Thursday 24. May 2012 ASACUSA’s antihydrogen research attracts grants

Eberhard Widmann, director of the Stefan Meyer Institute for Subatomic Physics of the Austrian Academy of Sciences, has received a European Research Council Advanced Grant for his research on antihydrogen within the ASACUSA...

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Antimaterie: Neuer Messrekord

Physiker vom Stefan-Meyer-Institut für subatomare Physik (SMI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben die bisher genaueste Messung des magnetischen Moments des Antiprotons durchgeführt. Die Messungen fanden am Antiproton Decelerator des europäischen Kernforschungszentrums CERN (Genf, Schweiz), dem derzeit weltweit einzigen Forschungslabor für Niederenergie-Antiprotonenexperimente statt. Die Ergebnisse wurden soeben im renommierten Fachjournal "Physics Letters B" publiziert.

Asymmetrien zwischen Antimaterie und Materie

Eine der grundlegenden Annahmen der Teilchenphysik besagt, dass jedes Teilchen ein entsprechendes Antiteilchen, mit gleicher Masse aber entgegengesetztem Ladungsvorzeichen, besitzt. Sobald ein Teilchen und sein Antiteilchen aufeinander treffen, zerstrahlen diese. Sollte das Universum zu gleichen Teilen aus Materie und Antimaterie bestehen, so müssten diese einander gegenseitig vernichten oder in räumlicher Trennung existieren. Da das bekannte Universum ausschließlich aus Materie besteht und keine Antimateriegalaxien beobachtet werden können, liegt die Vermutung nahe, dass gewisse Asymmetrien zwischen Materie und Antimaterie existieren.

Diese Symmetrien können experimentell unter Anderem durch den Vergleich der magnetischen Momente, von Protonen und Antiprotonen überprüft werden. Die magnetischen Momente sind ein Maß für die Stärke einer magnetischen Quelle. "Ein Weg diesen Vergleich anzustellen, ist die Messung dieser Eigenschaften an so genannten exotischen Atomen, die durch das Einfangen eines Antiteilchens in der Hülle des Atoms entstehen", sagt Thomas Pask vom SMI, der Hauptautor der Studie.

Antiprotonisches Helium

Beim Beschuss von Heliumgas mit Antiprotonen wird antiprotonisches Helium erzeugt - Heliumatome, die jeweils ein Antiproton in ihrer Hülle einfangen. Ein geringer Prozentsatz dieser exotischen Atome existiert einige Mikrosekunden lang, ehe das Antiproton mit dem Heliumkern zusammenstößt und zerstrahlt. In der Atomphysik ist das eine verhältnismäßig lange Zeitspanne, in der hochpräzise Messungen durchgeführt werden können.

Thomas Pask und seinen Kollegen vom SMI gelang es in Zusammenarbeit mit der internationalen ASACUSA (Antiproton Spectroscopy And Collisions Using Slow Antiprotons)-Kollaboration, unter Anwendung einer speziellen Technik, die Laser und Mikrowellen kombiniert, die inneren Energiezustände des antiprotonischen Heliumatoms mit hoher Präzision - zehn mal genauer als bisher - zu bestimmen. "Der Vergleich mit theoretischen Berechnungen zeigt, dass die magnetischen Momente von Antiproton und Proton auf eine Genauigkeit von 2,9 Promille übereinstimmen, was ebenfalls eine leichte Verbesserung gegenüber früheren Messungen bedeutet", so Pask.

Für die kommenden Jahre sind weitere Experimente in diesem Bereich geplant. Langfristig besteht die Absicht, eine Anlage der nächsten Generation zu entwickeln, an der diese und weitere Experimente mit wesentlich verbesserten Bedingungen, wie höherer Intensität der Antiprotonenstrahlen, durchgeführt werden können. Die Anlage FLAIR (Facility for Low-Energy Antiproton and Ion Research) soll als Teil der ebenfalls geplanten Forschungseinrichtung FAIR in Darmstadt, Deutschland, entstehen.

 

Kontakt:
Dr. Thomas Pask
Stefan-Meyer-Institut für subatomare Physik (SMI)
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Boltzmanngasse 3, 1090 Wien
thomas.pask@oeaw.ac.at