
Aus Anlass der Aktualisierung der Europäischen Strategie der Teilchenphysik, die Ende Mai beschlossen werden soll, wurde vom FAKT (Fachausschuss für Kern- und Teilchenphysik der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft) ein...
Details can be found here: www.smi.oeaw.ac.at/eu/hadron/index.php/meetings











E. Rutherford, P. u. M. Curie arbeiten an epochalen Experimenten mit Radiumproben aus Österreich.
1901: Gründung einer Kommission für die Untersuchung radioaktiver Substanzen der Akademie der Wissenschaften.
Mitglieder: Viktor von Lang, Gustav von Tschermak, Adolf Lieben. Vorsitz: Franz Seraphin Exner
1908: Karl Kupelwieser stiftet 500,000 Kronen für den Bau eines Instituts für Radiumforschung.
1910: Eröffnung des Instituts für Radiumforschung als erstes und heute damit ältestes Institut der Akademie.
Vorstand: Franz S. Exner
Leiter: Stefan Meyer
In einer Vereinbarung zwischen Akademie, Staat und Stifter wird festgelegt, daß der Staat für Gehälter, Gebäudeerhaltung und eine jährliche Dotation aufkommt und die Akademie die vorhandenen Radiumbestände, die damals sehr großen Wert hatten, einbringt.
1912: Entdeckung der kosmischen Strahlung durch V. F. Hess, damals erster Assistent am Institut. F. Paneth und G. v. Hevesy arbeiten auf dem Gebiet der radioaktiven Indikatoren.
1920: Stefan Meyer wird Vorstand des Instituts.
Das Institut zählt zu den weltweit führenden Forschungsstätten.
1921: Hilda Fonovits-Smereker wird erste Frau mit bezahlter Anstellung am Institut. In der Folge entstehen viele Arbeiten im neuen Gebiet der Kernphysik (H. Pettersson, M. Blau u.a.)
1936: Nobelpreis für V. F. Hess
Marietta Blau entwickelt neue Meßmethoden mit Photoemulsionen. Damit entdeckt sie mit H. Wambacher 1937 die „Zertrümmerungssterne“, dh. Kernspaltungen, die durch kosmische Strahlen induziert werden. Blau wird später von Schrödinger mehrmals für den Nobelpreis vorgeschlagen.
1938-1945: In der NS-Zeit erleidet das Institut großen Schaden: St. Meyer, F. Paneth, M. Blau und viele andere werden entfernt oder vertrieben.
1938: Gustav Ortner wird Vorstand.
1943: Nobelpreis für Georg v. Hevesy
Berta Karlik und Traude Cless-Bernert weisen Astat in der Natur nach (letztes noch unentdecktes natürliches Element: At, Z=85).
1945 wird Berta Karlik provisorische und 1947 definitive Leiterin.
1949: Errichtung der Isotopenstelle.
1956: Berta Karlik wird erste Ordinaria der Universität Wien.
1974: Herbert Vonach wird Leiter des Instituts.
1975: Ein Vertrag mit dem SIN, Schweiz, (heute PSI – Paul Scherrer Institut) initiiert Experimente mit Myonen und eröffnet ein neues Arbeitsgebiet.
Eine Reihe vielbeachteter Arbeiten zur myonkatalysierten Fusion und zu exotischen Atomen ist die Folge.
1987: Unter der Federführung von K. Lintner (Obmann des SIN Projektes) und O. Hittmair wird das Radiuminstitut neu organisiert und in Institut für Mittelenergiephysik umbenannt. W. H. Breunlich wird mit der Leitung des Instituts betraut.
Beteiligung an Experimenten an mehreren internationalen Teilchenbeschleunigern, darunter LNF (Laboratori Nazionali di Frascati, Italien) und PSI (Paul Scherrer Institut, Schweiz).
Das Institut ist die einzige Forschungseinrichtung in Österreich, die auf dem Gebiet der starken Wechselwirkung und deren gebundenen Systemen, den Hadronen, bei niedrigen Energien experimentell tätig ist.
2002: Paul Kienle wird Leiter des Instituts. Beteiligung an neuen Projekten für FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) in Darmstadt.
2004: Umbenennung des Instituts in Stefan-Meyer-Institut für subatomare Physik.
Eberhard Widmann wird Direktor.
Erweiterung des Physikprogramms auf Antiprotonische Atome und Antiwasserstoff (ASACUSA am CERN-AD - in Zukunft an FLAIR (Facility for Low Energy Antiproton and Ion Research) bei FAIR) sowie kaonische Kern-Cluster am KEK und J-PARC (Japan).