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30.10.2008
Individuelle und globale Ernährungssituation
Gibt es (noch) eine Lösung?

Gemeinsames Symposium der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der ÖAW vom 30. bis 31. Oktober 2008

Die globale Ernährungssituation ist geprägt von unterschiedlichen regionalen Verfügbarkeiten von Nahrungsmitteln. Gab es früher genug Nahrungsmittel, die aber nicht so verteilt beziehungsweise. verteilbar waren, dass sie den Bedarf hätten decken können, ändert sich diese ohnehin schon dramatische Situation in zunehmendem Maße. Verlust und Umwidmung von Ackerböden für Non-Food-Nutzungen gefährden die globale Nahrungsmittelverfügbarkeit. Destabilisierung von Nahrungsmittelmärkten und lokalen Produktionsformen in Entwicklungsländern verstärken die Effekte.

Die individuelle Ernährungssituation ist geprägt davon, dass schwere körperliche Arbeit und Bewegung oft keine vorrangigen Kennzeichen der Lebenssituation mehr sind. Entwicklungen der Nahrungsmittel-Industrie mit attraktiven Convenience-, Fast-Food-und Genuss-Produkten unterstützen die Entstehung des "metabolischen Syndroms" mit Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ II und Stoffwechselstörungen zunehmend auch in Schwellenländern. Der Anteil der Menschen, die übergewichtig bis fettleibig sind, ist etwa genauso groß wie der Anteil derjenigen, die an Hunger leiden - jeweils fast eine Milliarde.

In dem gemeinsamen Symposium "Individuelle und globale Ernährungssituation - gibt es (noch) eine Lösung?" der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) stellen Experten und Expertinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wissenschaftliche Daten zu diesen Phänomenen vor und diskutieren, welche globalen und individuellen Handlungsalternativen zur Verfügung stehen in einer Welt, die gleichzeitig verhungert und verfettet.

Das Symposium findet vom 30. bis 31. Oktober 2008 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Veterinärplatz 1, 1210 Wien. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend finanziell unterstützt.


Weitere Informationen


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
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Last update: 2008/10/31
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