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11.10.2004

ÖAW: Erwin Schrödinger-Preis 2004 an Anton Stütz und Jakob Ingvason

Preisverleihung am 15. Oktober 2004 / weitere elf Preise an   Nachwuchsforscher



Ein Chemiker und ein Physiker werden im Jahr 2004 von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit dem Erwin Schrödinger-Preis ausgezeichnet. Prof. Dr. Anton Stütz erhält den Preis in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklung hochwirksamer Medikamente. Prof. Dr. Jakob Yngvason wird für seine hervorragenden Beiträge auf dem Gebiet der Mathematischen Physik ausgezeichnet. Der Preis ist mit 15.000 EURO dotiert.

Anton Stütz: Entwicklung neuer Klassen hochwirksamer Medikamente
Anton Stütz ist Leiter der Forschungsabteilung Translational Medicine & Late Phase Products am Novartis Forschungsinstitut, er studierte Chemie und Physik an der Universität Wien - nach Forschungsaufenthalten im Ausland war er u.a. an der Universitätsklinik für Dermatologie wissenschaftlich tätig. In seiner Habilitationsschrift hat Anton Stütz Chemie und Struktur-Wirkungsbeziehungen von Allylaminderivaten, einer neuen Wirkstoffklasse in der antimykotischen Chemotherapie bearbeitet.
Der Preisträger hat sich in den letzten Jahren mit der Entwicklung neuer Klassen hochwirksamer Medikamente beschäftigt: So wurden unter seiner Mitwirkung Medikamente zur Bekämpfung von Hautpilzen und zur Behandlung von Hautekzemen entwickelt. Darüber hinaus hat sich Anton Stütz wertvolle Verdienste um den Forschungsstandort Wien erworben und wichtige Kooperationen zwischen Wirtschaft und Universität initiiert.

Jakob Yngvason: Untersuchungen zum Verhalten von Materie in extrem hohen Magnetfeldern
Jakob Yngvason ist Professor für Mathematische Physik an der Universität Wien sowie Präsident des Erwin Schrödinger-Institutes. Der Preisträger stammt aus Island und studierte Physik in Göttingen. Nach Forschungsaufenthalten in Göttingen, Leipzig, der Rutgers University in New Jersey, am DESY in Hamburg und einer Professur in Reykjavik wurde er 1996 nach Wien berufen.
Zu Yngvasons Forschungsschwerpunkten gehören Untersuchungen zum Verhalten von Materie in extrem hohen Magnetfeldern sowie Arbeiten zum Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Die Arbeiten zum Verhalten von Materie in hohen Magnetfeldern führen zur Identifikation von neuen Quantenzuständen und sind für das Verständnis extremer Zustände in Sternen hoher Dichte wie etwa Neutronensternen und Pulsaren entscheidend. In seinen Arbeiten zum Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, die gemeinsam mit Elliot Lieb durchgeführt wurden, gelang es den Hauptsatz auf eine solide mathematische Basis zu stellen.

Erwin Schrödinger-Preis der ÖAW
1956 stiftete das damalige Bundesministerium für Unterricht den Preis, der zum ersten Mal an Erwin Schrödinger vergeben wurde. Unter den Preisträgern sind etwa Marietta Blau, Walter Thirring, Hans Tuppy, Peter Schuster und im letzten Jahr Hildegunde Piza.

Verleihung der ÖAW-Preise 2004
Die Preisverleihung findet am 15. Oktober 2004 um 19:00 Uhr in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt. Neben dem Schrödinger-Preis verleiht die ÖAW 2004 elf weitere Preise, mit denen Nachwuchsforscher ausgezeichnet werden.

Informationen dazu sowie Fotos der Preisträger zum Download finden Sie unter:
www.oeaw.ac.at/stipref/forscherpreise

Kontakt:
Dr. Lottelis Moser
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Abteilung für Stipendien & Preise
T +43 1 51581-1207
email: lmoser@oeaw.ac.at

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, A-1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1235
F +43 1 51581-1227
email: public.relations@oeaw.ac.at