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08.10.2003

Hot Topics der österreichischen Forschung ausgezeichnet

Höchste ÖAW-Preise 2003 an Hildegunde Piza, Erwin S. Hochmair und Michael Mitterauer





Elf Forscher und Forscherinnen werden dieses Jahr von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) für ihre außergewöhnlichen Leistungen ausgezeichnet. Die Preise werden im Rahmen einer Feier in Anwesenheit von Bundesministerin Elisabeth Gehrer am 10. Oktober 2003 in der ÖAW vergeben. Die Finanzierung der Preise erfolgt aus privaten Stiftungen und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK).

Mit dem Erwin Schrödinger-Preis, benannt nach dem Physiker und Nobelpreisträger Erwin Schrödinger, werden heuer international hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Medizin gewürdigt. Dieser Preis wird zu gleichen Teilen an Prof. Dr. Hildegunde Piza (Universitätsklinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Universität Innsbruck) in Anerkennung ihrer Leistungen auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie und an Prof. Dr. Erwin S. Hochmair (Institut für Angewandte Physik der Universität Innsbruck) für seine Leistungen in der interdisziplinären Erforschung der Cochlea mit dem Ziel, durch Stimulation des Nervus Acusticus ein offenes Sprachverständnis bei tauben Menschen zu erreichen, vergeben.

Der zweite der beiden "großen" Preise der ÖAW, der Wilhelm Hartel-Preis, ist nach dem und Altphilologen, Kultusminister und Akademiepräsidenten Wilhelm von Hartel benannt. Dieser Preis wird dieses Jahr dem Wirtschafts- und Sozialhistoriker Prof. Dr. Michael Mitterauer (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien) für sein Lebenswerk verliehen. Michael Mitterauer hat im Bereich der historisch-anthropologischen Familienforschung, der Alltagsgeschichte und kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung richtungsweisende Arbeiten verfasst.

Insgesamt werden von der ÖAW in diesem Jahr neun Preise vergeben. Die weiteren Preisträger und Preisträgerinnen aus den Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften befassen sich in ausführlichen Studien mit den Verfassungsreformen in der Epoche des Deutschen Bundes (Mag. Dr. Jonas Flöter), mit dem Leben des kulturellen Grenzgängers Leopold Weiss/Muhammad Asad (Mag. Günther Windhager), mit einer literaturwissenschaftlichen Analyse der rhetorischen Ars Lulliana (Mag. Dr. Anita Traninger) und mit der empirischen Erforschung demographischer Faktoren (Doz. Dr. Alexia Fürnkranz-Prskawetz).

Aus dem Bereich der Naturwissenschaften werden vier Nachwuchsforscher und Nachwuchsforscherinnen ausgezeichnet. Sie werden für ihre hervorragenden Arbeiten in der Kernresonanzspektroskopie von Biomolekülen (Prof. Dr. Norbert Müller), auf dem Gebiet der Quanten-Teleportation (Prof. Dr. Jian-Wei Pan), in der paläontologischen Erforschung der Hipparionen (Mag. Wolfgang Raba) und in der Krebsforschung (Mag. Dr. Christoph Lengauer) gewürdigt.

Weitere Informationen:
Dr. Lottelis Moser
Abteilung für Stipendien & Preise der ÖAW
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
Tel.: 01/51581-1207
Fax: 01/51581-1264
E-Mail: Lottelis.Moser@oeaw.ac.at

Information zu den einzelnen Preisen unter:
www.stipendien.at
Fotos von den Preisträgern und Preisträgerinnen finden Sie
ab 6. Oktober unter: www.stipendien.at/preise_2003.html