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Der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist es gelungen, Dr. Josef Martin Penninger als Direktor ihres IMBA - Instituts für Molekulare Biotechnologie GmbH zu gewinnen. Josef Penninger ist ein in Kanada auf dem Gebiet humanmedizinischer Anwendungen der Molekulargenetik überaus erfolgreich tätiger Österreicher.
Zu den von Penninger bearbeiteten Themen zählen unter anderem Fragen der Krebsforschung - wie die gezielte Tumorprävention durch spezifische Programmierung des Immunsystems - sowie Probleme der Regulation von Knochenbildung und Knochenabbau in Hinblick auf eine frühzeitige Steuerung zur Vermeidung von Osteoporose. Darüber hinaus hat er wesentliche Beiträge zur Erforschung des Ursprungs von Autoimmunerkrankungen, zur Behandlung von Infektionskrankheiten und zum Verstehen der Mechanismen des programmierten Zelltodes geleistet.
Josef Penninger wurde am 5. September 1964 in Gurten (OÖ) geboren. Nach der Volksschule in Gurten besuchte er das humanistische Gymnasium in Ried im Innkreis. Von 1982 bis 1988 absolvierte er ein Medizinstudium an der Uni Innsbruck, daneben studierte er Kunstgeschichte und Spanisch. Seine Doktorarbeit schrieb er beim Innsbrucker Pathologen und Alternsforscher Georg Wick über ein Thema aus der Immunologie ("Phenotypical and functional analysis of intrathymic nurse (TCN)-Lymphocytes") und wurde 1990 zum Dr. med. promoviert.
Von 1990 bis 1994 war Penninger als Post-Doc am Ontario Cancer Institute tätig. Seit 1994 ist er "Principal Investigator" beim US-Gentechnikkonzern Amgen und arbeitet als solcher am Department of Immunology and Medical Biophysics der University of Toronto.
Josef Penninger hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. In Kanada war er "Young leader in medicine in Canada" durch "Globe and Mail" 2000, zwei Mal wurde er in die "Top 10" der modernsten Wissenschafter des Jahres aufgenommen und im Jahr 2001 unter die "Top 40 under 40" Kanadas gewählt. Vom Magazin "Esquire" wurde er in die Reihe der "Zehn interessantesten Menschen des Jahres 2000" aufgenommen.
Josef Penningers wissenschaftliche Leistungen schlagen sich in 147 Arbeiten nieder, von denen eine große Zahl in führenden Journalen wie Nature, Science oder Cell publiziert wurde.
Daten & Fakten
Forschungskooperation ÖAW - IMP - Boehringer Ingelheim
Im Herbst 1999 hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften mit einem führenden Industrieunternehmen, dem Unternehmensverband Boehringer Ingelheim, einen Kooperationsvertrag abgeschlossen und damit eine Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft etabliert.
Im Rahmen dieser Kooperation wurde IMBA als 100%-ige Tochter-GmbH der ÖAW gegründet.
Schwerpunkte der Forschungstätigkeit werden humanrelevante Themen wie Krebs und Herzkrankheiten sein.
IMBA wird eng mit dem renommierten Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) zusammenarbeiten.
Die ÖAW übernimmt damit erstmals systematisch Schritte zum Transfer ihrer Forschungsergebnisse in die wirtschaftliche Nutzung.
Zugleich soll Wien durch die Etablierung eines biomedizinischen Spitzeninstituts als international attraktiver Forschungsstandort gestärkt werden.
Institutsgebäude: Planung Boris Podrecca
IMBA wird im Vienna Bio Center (Institute der Universität Wien, IMP, Start-Up-Unternehmen) in der Dr. Bohr-Gasse im 3. Wiener Gemeindebezirk angesiedelt sein.
Der Baubeginn für die Errichtung des neuen Institutsgebäudes ist für Sommer 2002, die Inbetriebnahme für Anfang 2004 vorgesehen.
Das neue Gebäude wird auf einem Grundstück von insgesamt 2800 m2 errichtet, die Gesamtkosten (Gebäude und Außenanlagen, Haustechnik, Einrichtung) sind mit ATS 330 Mio veranschlagt.
Neben IMBA wird im selben Gebäude ein weiteres ÖAW-Institut untergebracht werden.
Als Generalplaner fungiert der Wiener Architekt Boris Podrecca. Sein Projekt ist aus einem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb siegreich hervorgegangen.
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur / Stadt Wien
Die Errichtung des Institutsgebäudes und der Betrieb von IMBA werden durch die Stadt Wien sowie den Bund getragen. Die Stadt Wien hat den Ankauf des Bauplatzes finanziert, die Errichtungskosten werden von der Stadt (ATS 190 Mio) und der ÖAW (Bundesbudgetmittel) getragen. Der Bund hat ferner zugesagt, die jährlichen Kosten in Höhe von 100 Millionen Schilling zu übernehmen.
Bilder vom Pressegespräch
Wichtige Links:
IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie GmbH
Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP)
Vienna Bio Center
Unternehmensverband Boehringer Ingelheim
Weitere Informationen:
Dr. Marianne Baumgart, Öffentlichkeitsarbeit, ÖAW
Tel.: (+43 1) 51581/219, Fax: (+43 1) 51581/275, E-Mail: Marianne.Baumgart@oeaw.ac.at
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