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30. Oktober 2001
Auf den Spuren der "Erben Roms"
Die Langobarden sind Thema eines von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veranstalteten Symposiums von 2. bis 4. November 2001
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Das Langobardenreich war einer der wichtigsten "Erben Roms" am Übergang zwischen Antike und Mittelalter. Die Präsentation neuer langobardischer Funde und Befunde aus Österreich ist einer der Schwerpunkte des von der Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) veranstalteten Symposiums "Die Langobarden: Herrschaft und Identität". Die soeben ergrabenen Gräberfelder von Pottenbrunn (St. Pölten), Oberndorf/Ebene (Herzogenburg) und Brunn am Gebirge, Flur Wolfholz, sowie neue Überlegungen zum langobardischen Schmiedegrab von Poysdorf und zum Spangenhelm aus Steinbrunn werden erstmals einer internationalen wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Ergebnisse stehen im Mittelpunkt des ersten Tages des Symposiums, der dem Thema "Archäologie und Geschichte der Langobarden an der Donau" gewidmet ist.
Am zweiten und dritten Tag stehen Texte im Mittelpunkt, die das Verhältnis von Herrschaft und Identität beleuchten. Wie war die Integration von mittelalterlichen Großgruppen möglich, wie entstand ihr Gemeinschaftsbewusstsein? Waren Volk oder Reich, ethnische oder staatliche Integration, für ihren Zusammenhalt grundlegend? Ebenso wie in der Gegenwart stellten sich im Langobardenreich Probleme übernationaler Integration, der Zuordnung staatlicher Aufgaben und des Verhältnisses von Nation und Region. Langobardische Geschichtsschreiber und Urkunden, Gedichte und Inschriften, Personennamen und Kunstwerke können, richtig befragt, darauf neue Antworten geben.
Das Symposion gibt in 30 Vorträgen und einer Round-Table-Diskussion einen Überblick über neue Forschungsergebnisse zu den Langobarden an der österreichischen und ungarischen Donau (489-568), zum Langobardenreich in Italien (568-774) und den langobardischen Fürstentümern in Süditalien (568-1076). Historiker/innen, Archäolog/innen und Sprachwissenschafter/innen aus Österreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Griechenland, den USA und Australien sprechen über alle Aspekte der langobardischen Geschichte und Kultur.
Das Symposium findet im Rahmen des Veranstaltungsschwerpunktes der Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters zu "Herrschaft und Identität. Ethnogenese und Nationsbildung im Mittelalter" statt.
Die Langobarden: Herrschaft und Identität
Internationales Symposium
Zeit:
2.-4. November 2001
Veranstalter:
Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters der ÖAW
Ort:
Archäologie-Zentrum, Franz Klein-Gasse 1, 1190 Wien
Link zur Veranstaltung
Weitere Informationen:
Doz. Dr. Walter Pohl, Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters der ÖAW
Tel.: (+43 1)5129184/44, E-Mail: Walter.Pohl@oeaw.ac.at
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Österreichische Akademie der Wissenschaften
A-1010 Wien
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel.: (+43 1) 51581-0
webmaster@oeaw.ac.at
last update: 2001/08/27
©
by ÖAW
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