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16. Februar 2001
Nachweisgeräte für die kleinsten Teilchen der Materie
Neueste Detektorenentwicklungen werden auf der "Vienna Conference on Instrumentation" vorgestellt
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Die Suche nach dem Higgs-Teilchen und die Erforschung des zugrunde liegenden Mechanismus, der den Teilchen ihre Masse verleiht, ist ein wesentliches Ziel der Teilchenphysik. Bei Experimenten im neuen Großbeschleuniger des CERN (Genf), des Large Hadron Collider (LHC), der 2006 in Betrieb gehen wird, hoffen WissenschaftlerInnen, dieses lang gesuchte Teilchen nachzuweisen. Die Entwicklung der Detektoren und der notwendigen Elektronik für diese Herausforderung ist weitgehend abgeschlossen. Die aktuellsten Ergebnisse werden auf der neunten "Vienna Conference on Instrumentation" präsentiert. Organisiert wird die Konferenz vom Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Tagungsort ist die TU Wien.
Die Konferenz, 1978 unter dem Titel "Wire Chamber Conference" ins Leben gerufen und seither im Dreijahresrhythmus immer in Wien veranstaltet, ist die weltweit führende Konferenz für Teilchendetektoren. Die ersten Konferenzen beschäftigten sich ausschließlich mit sogenannten Drahtkammern zum Nachweis von Strahlung. Im Laufe der Jahre wurden alle wesentlichen Neuentdeckungen und Weiterentwicklungen dieses Detektortyps präsentiert: von Detektoren mit einzelnen Nachweisdrähten hin zu Mikrostrukturgaskammern und Halbleiterdetektoren. "Im Zuge dieser Entwicklungen verbesserten sich die typischen Meßabstände von einigen Millimetern zu einigen Mikrometern und die typischen Datenraten von 1 Million Teilchenreaktionen pro Sekunde zu 1 Milliarde Teilchenreaktionen pro Sekunde", erklärt der Leiter des Organisationskomitees, Prof. Dr. Meinhard Regler vom Institut für Hochenergiephysik der ÖAW. Den geänderten Detektortypen entsprechend wurde nun der Name der Konferenz in "Vienna Conference on Instrumentation" geändert.
Ein weiteres Thema der Konferenz ist die superschnelle Elektronik, die zur Verarbeitung der Detektorsignale und zum Herausfiltern extrem seltener Ereignisse verwendet wird. Darüber hinaus sind die immer häufigeren Anwendungen der Teilchendetektoren außerhalb der Kern- und Teilchenphysik Schwerpunkt der Tagung: etwa die Anwendungen in der Medizin (Radiologie und Radioonkologie), der Astrophysik (in Satellitenexperimenten) oder in den Materialwissenschaften (Neutronen- und Synchrotron-Streuexperimente).
Zur neunten "Vienna Conference on Instrumentation" werden etwa 300 TeilnehmerInnen, unter ihnen Nobelpreisträger Georges Charpak, aus 25 Ländern (Europa, Nordamerika und Asien) erwartet. Ein großer Teil der TeilnehmerInnen kommt aus den weltweit führenden Physikzentren, z. B.: CERN (Schweiz), Fermilab (USA), KEK (Japan), DESY (Deutschland). Durch das Wissenschaftler-Austauschprogramm der ÖAW wird die Teilnahme hervorragender WissenschaftlerInnen aus den östlichen Nachbarländern und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion ermöglicht.
Neunte "Vienna Conference on Instrumentation"
Termin:
19.-23. Februar 2001
Ort:
TU Wien, 1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 8-10
Eröffnung:
Montag, 19. Februar 2001, 14.00 Uhr
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Meinhard Regler, Institut für Hochenergiephysik, ÖAW
Tel.: (+43 1) 5447328/41, Fax: (+43 1) 5447328/54, E-Mail: wcc@hephy.oeaw.ac.at
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