Wien, 15. April 1999

"Ich würde auf sie setzen..."


55 neue StipendiatInnen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) werden am 23. April 1999 im Rahmen einer Feier vorgestellt, ihre Projekte in einer Posterausstellung präsentiert.

"Ich würde auf sie setzen", so resümiert ein internationaler Gutachter über eine bei der ÖAW eingereichte Forschungsarbeit. Im Jahr 1999 vergibt die ÖAW 55 Stipendien für DoktorandInnen und Post-docs. Die Themen der im Rahmen der Förderungsprogramme (Doktorandenprogramm und APART [AUSTRIAN PROGRAMME FOR ADVANCED RESEARCH AND TECHNOLOGY]) der Akademie vom Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr finanzierten Vorhaben junger WissenschaftlerInnen umfassen ein breites Spektrum gesellschaftsrelevanter Forschung:

Im Bereich der medizinischen Forschung beispielsweise beschäftigt man sich mit der Bedeutung des Proteins Sekretagogin bei der Entstehung von Diabetes mellitus oder dem sogenannten LCC-Complex, der bei der Entstehung von Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer eine wesentliche Rolle spielt.

Auf rechtswissenschaftlichem Gebiet wird der Zusammenhang von europäischem Wettbewerbsrecht sowie der Dienstleistungs- und Warenverkehrsfreiheit in Europa einerseits und der nationalen sozialrechtlichen Leistungserbringung auf dem Gesundheitsmarkt andrerseits analysiert.

Ein weiteres Projekt widmet sich dem Thema des "Wirtschaftswachstums im umweltpolitschen Diskurs". Dabei wird der Diskussionsverlauf vom Wachstumskonsens über die vielzitierten "Grenzen des Wachstums" bis hin zur nachhaltigen Entwicklung und zum "Ökosozialprodukt" anhand von zwei Länderstudien (Deutschland und Niederlande) untersucht. Das Projekt "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus betrieblicher Sicht" setzt sich mit dem Spannungsfeld von Familie und Erwerbsarbeit auseinander, man erwartet sich wichtige Aufschlüsse für die Personalwirtschaft.

Das Erstellen "Paralleler Programme", die die Verwendung mehrerer Prozessoren erlauben und so die Ausführung von Computerprogrammen beschleunigen oder die Erforschung bestimmter Quantenphänomene, die in der Zukunft wichtige Aufschlüsse zur Verbesserung von Informationsverarbeitung und Übertragung geben werden, sind Schwerpunkte, die zu technologischen Weiterentwicklungen beitragen werden.

Auch auf kulturwissenschaftliche Studien "setzt" die Akademie: In diesem Bereich beschäftigen sich StipendiatInnen etwa mit der Rolle und Position von Autorinnen in der französischen Literatur oder mit der Funktion von "Tableaux vivants" als Spiegel der viktorianischen Gesellschaft.

Die StipendiatInnen, die von verschiedenen Universitäten Österreichs kommen, haben die Möglichkeit, jene Institute auszuwählen, die für ihre Forschungen am besten geeignet sind, sei es im In-, sei es im Ausland.

Im Rahmen einer Feier und Posterausstellung werden diese und zahlreiche andere Projekte der StipendiatInnen, die mit APART [AUSTRIAN PROGRAMME FOR ADVANCED RESEARCH AND TECHNOLOGY] und DOC [DOKTORANDENPROGRAMM DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN] ausgezeichnet wurden, in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften präsentiert:

Ort: Johannessaal und Aula der ÖAW

Zeit: 23. April 1999, 11.00 Uhr

Nächste Einreichtermine für die Stipendienprogramme der ÖAW:

Nähere Informationen: Abteilung für Stipendien- und Preisangelegenheiten der ÖAW (Mag. Lottelis Moser)

Tel.: (01) 51581-207, 208
Homepage (Bewerbungsunterlagen, Informationen): http://www.oeaw.ac.at


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Letzte Änderung: 23.04.1999 11:13