Wien, 15. Oktober 1999

Österreichische Akademie der Wissenschaften vergibt Forscherpreise 1999

Im Rahmen einer Feier im Beisein von Bundesminister Dr. Caspar Einem werden an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) die Träger der Akademie-Preise 1999 vorgestellt. Die sub-auspiciis Promovierte mit einer Halbtagsstelle an der Universität, der Chefdramaturg der Hamburgischen Staatsoper, der Leiter der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung am Naturhistorischen Museum, der Wissenschaftler, der ins Ausland und umgekehrt derjenige, der nach Österreich berufen wurde, der renommierte Staats- und Verwaltungsrechtler, der auch als Richter tätig war und schließlich der Wissenschaftler, der nach langjähriger Tätigkeit in der Privatindustrie eine Professur erhielt: Mit der Vergabe der Preise 1999 würdigt die Österreichische Akademie der Wissenschaften Leistungen von Forschern, die an unterschiedlichen Institutionen tätig sind. Nicht nur an Universitätsinstituten, sondern auch in den Forschungsabteilungen der Museen, der Industriebetriebe und in außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften zeichnet 1999 sieben Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin für herausragende Leistungen aus. Die höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, der Erwin Schrödinger-Preis, geht an Prof. Dr. Johann Mulzer (Institut für Organische Chemie, Universität Wien) in Anerkennung seiner hervorragenden Beiträge zur Chemie, insbesondere zur Stereochemie organischer Naturstoffe. Die höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften, der Wilhelm Hartel-Preis, wird an Prof. DDr. Dr. h.c. Robert Walter (Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Wien) für sein Gesamtwerk auf dem Gebiet des Staats- und Verwaltungsrechtes vergeben.

Prof. Dr. Helmut Clemens (Institut für Metallkunde, Universität Stuttgart) wird mit dem Erich Schmid-Preis in Würdigung seiner hervorragenden Forschungen über intermetallische Werkstoffe ausgezeichnet. Prof. Dr. Gero Kurat (Mineralogisch-Petrographische Abteilung am Naturhistorischen Museum Wien) erhält den Gustav von Tschermak-Seysenegg-Preis für seine Forschungen, die mit der Aufklärung der Petrologie des Erdmantels im Zusammenhang stehen.

An Prof. DI Dr. Gerhard Sorger (Dept. of Economics, University of London) ergeht der Figdor-Preis für Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften für seine Beiträge, die zeigen, daß Modelle des optimalen Wachstums auch wertvolle Einsichten in der Entstehung und den Ablauf konjunktureller Schwankungen erlauben.

Mag. Mathias Harzhauser (Geologisch-Paläontologische Abteilung am Naturhistorischen Museum Wien) erhält das Erich Thenius-Stipendium für seine Dissertation, die sich mit Faunen von vor mehr als 30 Millionen Jahren beschäftigt, die Rückschlüsse auf das Paläo-Klima und die Unterscheidung biogeographischer Einheiten geben.

Dr. Eva Müller-Zettelmann (Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien) wird mit dem Figdor-Preis für Sprach- und Literaturwissenschaften für ihre Dissertation zu Fragen der literaturwissenschaftlichen Theoriebildung und Dr. Christoph Becher (Hamburgische Staatsoper) mit dem Jubiläumspreis des Böhlauverlages für seine Monographie "Die Variantentechnik am Beispiel Alexander Zemlinskys" ausgezeichnet.

Informationen über die Preise der Akademie der Wissenschaften sind auf der Homepage der ÖAW http://www.oeaw.ac.at/ unter Stipendien und Preise abrufbar.
Kontaktperson: Mag. Lottelis Moser, Tel: 01-51581-207


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Letzte Änderung: 22.10.1999 19:23