Auf dem Satelliten befindet sich neben anderen wissenschaftlichen Instrumenten ein Gerät zur Regelung des elektrischen Potentials der Satellitenoberflächen (Potential Control Device/PCD), das unter der Federführung des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz (Direktor: Professor Willibald Riedler) entwickelt wurde. Dieses Institut stellt den wissenschaftlichen Projektleiter für das Gerät (Dr. Klaus Torkar) und zeichnet für die Entwicklung der Digitalelektronik und das Datenmanagement verantwortlich. Projektpartner sind das Space Science Department der europäischen Weltraumorganisation ESA bei ESTEC in den Niederlanden, das Österreichische Forschungszentrum Seibersdorf und das Institut NDRE, Norwegen.
Das Instrument PCD minimiert die elektrische Aufladung des Satelliten durch die Aussendung eines Ionenstrahls und ermöglicht dadurch besonders genaue Messungen. Das "Herz" von PCD bilden Ionenemitter auf Flüssigmetallbasis mit Indium als Ausgangsmaterial. Durch Anbringen hoher Spannung von mehreren tausend Volt an eine Emitternadel wird flüssiges Metall, das diese Nadel bedeckt, verdampft und ionisiert.
Der Satellit EQUATOR-S soll nun zwei Jahre lang den äquatorialen
Bereich des äußeren Erdmagnetfeldes durchkämmen und die
für die Jahre 2000 bis 2002 vorgesehenen Messungen der Satelliten
CLUSTER-II vorbereiten und komplettieren. Die bei ihrem Erstflug am 4.
Juni 1996 explodierte Rakete ARIANE-5 hatte vier Satelliten (CLUSTER) an
Bord, die vergleichbare Meßaufgaben in jenen Gebieten hatten, wo
Magnetfeldlinien aus hohen Breitengraden mit dem Sonnenwind in Wechselwirkung
treten. Die Satelliten werden unter der Bezeichnung CLUSTER-II nochmals
gebaut, um die Messungen nachzuholen. PCD ähnelt dem Gerät ASPOC,
das auf den vier CLUSTER-II-Satelliten zum Einsatz kommen wird.
| Nähere Informationen: | Institut für Weltraumforschung der ÖAW |
Dr. Klaus Torkar (Tel. 0316-463696-25) |
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| Internet: http://www.iwf.oeaw.ac.at/_exp/english/pcdeqs/pcdeqs.html. |