31.01.2017

Prämierte Nachwuchsforschung

Die ÖAW zeichnete 13 Jungwissenschaftler/innen für herausragende Forschungsleistungen aus.

Sie sind einfallsreich, gehen neue Wege und gelten bereits in jungen Jahren als Bereicherung für die Forschung: Das alles trifft auf jene 13 Nachwuchswissenschaftler/innen zu, die von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am 26. Jänner 2017 mit einem der jährlich verliehenen Nachwuchspreise ausgezeichnet wurden. Die Preisverleihung stellt nicht nur eine Würdigung bereits erzielter Forschungserfolge dar, sondern unterstützt die jungen Forscher/innen zugleich beim Start ihrer wissenschaftlichen Karriere.

Photonen und Phosphonate

Im Bereich der Natur- und Biowissenschaften wurde Marissa Giustina, Mitarbeiterin am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Wien der ÖAW, für eine Publikation zu quantenphysikalisch verschränkten Photonen mit dem Best Paper Award aus dem Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW ausgezeichnet. Katharina Bastl, Universitätsassistentin an der HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, erhielt den Preis für Paläobiologie für ihre Forschungen über die Raubtierart Hyaenodon. Für ihre Dissertation zu Phosphonaten wurde Katharina Pallitsch, Universitätsassistentin am Institut für Organische Chemie der Universität Wien, ebenso mit dem Karl Schlögl-Preis geehrt wie Gerhard Sohr, Laborleiter in einem Hohenemser Unternehmen, der die Struktur von Festkörpern untersucht. Den Otto Vogl-Preis erhielt Emrah Eroglu, Teilnehmer an einem PhD-Programm der Molekularmedizin an der Medizinischen Universität Graz, für seine Diplomarbeit zu Stickstoffmonoxiden.

Von Sanskrit-Philosophie bis zum Spätsozialismus

Im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften erhielt Cristina Pecchia, Mitarbeiterin am Institut für Kultur-und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW, für die kritische Edition philosophischer Sanskrit-Schriften ebenfalls eine Auszeichnung der besten Publikation aus dem Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW. Der Roland Atefie-Preis ging an Gerhard Thonhauser, Universitätsassistent am Institut für Philosophie der Universität Wien, für seine Dissertation zur Rezeption der Werke Søren Kierkegaards durch Martin Heidegger, sowie an Helena Stockinger, Universitätsassistentin am Institut für Katechetik, Pädagogik und Religionspädagogik der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, für ihre Dissertation zum Umgang von Wiener Kindergärten mit religiöser Differenz. 

Den Dissertationspreis für Migrationsforschung erhielten Faime Alpagu sowie Astrid Mattes. Während Alpagu, Doktorandin am Institut für Soziologie der Universität Wien, zu Fotografien und Briefen der türkischen „Gastarbeiter/innen“ forscht, befasst sich Mattes, Universitätsassistentin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, mit der Rolle der Religion in der Integrationspolitik. Der Jubiläumspreis des Böhlau Verlags Wien ging zu gleichen Teilen an Albert Göschl und an Markus Santner. Göschl, Universitätsassistent am Institut für Romanistik der Karl Franzens Universität Graz, erhielt diesen für seine Dissertation zur italienischen Essayistik. Santner, Fachreferent in der Abteilung für Konservierung und Restaurierung im Bundesdenkmalamt, widmet sich in seiner Dissertation der Restaurierung mittelalterlicher Wandmalerei. Mit dem Richard G. Plaschka-Preis wurde ferner Idrit Idrizi ausgezeichnet, der sich in seiner Dissertation mit dem albanischen Spätsozialismus befasst und inzwischen Stipendiat im Post-Doc-Track-Förderprogramm der ÖAW ist.