04.03.2016

ÖAW vergibt 82 Stipendien an Nachwuchsforscher

Wissenschafts-Staatssekretär Mahrer: „9 Millionen Euro für exzellente Forschungsprojekte“. ÖAW-Präsident Zeilinger: „Anzahl der Förderungen für junge Talente konnte erneut gesteigert werden“.

82 junge Wissenschaftler/innen wurden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und der Max Kade-Foundation am 4. März 2016 mit einem Stipendium ausgezeichnet. Sie konnten sich mit ihren Forschungsprojekten aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen in einer kompetitiven Ausschreibung durchsetzen. Die ÖAW fördert damit gezielt hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler/innen, die im In- und Ausland forschen.

„Die gezielte Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist der beste Dünger für Österreichs Zukunft. Insgesamt können wir die jungen Wissenschaftler mit rund 9 Millionen Euro unterstützen, wovon der größte Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Diese Unterstützung in die Spitzenforschung dieses Landes lässt uns unser Ziel bald erreichen: Österreich soll zu den Innovation-Leadern in Europa aufschließen“, erklärte Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, bei der feierlichen Verleihung der Stipendien im Festsaal der ÖAW.

Mit den Nachwuchsförderprogrammen DOC, DOC-team und MAX KADE werden Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Naturwissenschaften, der Life Sciences und Medizin, der darstellenden Künste, sowie den Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften finanziell unterstützt. Insgesamt 75 Nachwuchswissenschaftler/innen wurden in das Doktorandenprogramm DOC aufgenommen, drei DOC-team-Stipendien wurden an Doktorand/inn/en verliehen, die an interdisziplinären Projekten im geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Bereich arbeiten. Mit einem MAX KADE-Stipendium können zudem vier Post-Docs in den USA forschen.

„Die individuelle Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist der ÖAW ein zentrales Anliegen. Denn diese jungen Talente sind die Zukunft der Forschung“, betonte Akademie-Präsident Anton Zeilinger. „Ich freue mich daher sehr, dass es der ÖAW gelungen ist, die Bewilligungen erneut zu steigern und wir in diesem Jahr 82 herausragende Nachwuchsforscherinnen -und forscher auf ihrem Weg zu einer vielversprechenden wissenschaftlichen Karriere unterstützen können. Besonders erfreulich ist zudem, dass über die Hälfte der Ausgezeichneten, nämlich 58 Prozent, Frauen sind.“

Nach der Ausschreibung der Stipendien waren rund 300 Bewerbungen bei der ÖAW eingegangen. Die aussichtsreichsten Projekte wurden durch ein internationales peer-review-Verfahren ausgewählt und in eines der Förderprogramme aufgenommen. Die Bewilligungsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 20 Prozent auf 28 Prozent erhöht werden. Das Spektrum der Stipendienprojekte reicht von Arbeiten zu Plastik in den Ozeanen oder der „Genschere“ CRISPR bis hin zur Begleitforschung zum Chinesischlernen im eTandem. Bis zum 11. März können Interessierte sich in der Aula der ÖAW selbst einen Eindruck von den Ideen der jungen Wissenschaftler/innen verschaffen. Dort werden alle geförderten Forschungsvorhaben in einer Poster-Ausstellung vorgestellt.