08.06.2015

ÖAW-Byzantinistin Claudia Rapp erhält WITTGENSTEIN-Preis 2015

Claudia Rapp, Abteilungsleiterin am Institut für Mittelalterforschung, Institutsvorstand an der Universität Wien und wirkliches Mitglied der ÖAW, wird mit dem höchstdotierten Forschungspreis Österreichs ausgezeichnet. Mit START-Preisen und dem Weiss-Preis gehen weitere bedeutende Auszeichnungen an ÖAW-Forscher/innen.

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Byzantinistik erhält Claudia Rapp den WITTGENSTEIN-Preis 2015. Die Leiterin der Abteilung Byzanzforschung am Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist Vorstand des Instituts für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien und seit 2014 wirkliches Mitglied der ÖAW. Ihre Forschungen zur byzantinischen Kultur und Geschichte folgen einem sozialgeschichtlichen Zugang. Mit den Mitteln des WITTGENSTEIN-Preises wird sie ein Forschungsprogramm zum Thema „Mobilität, Mikrostrukturen und persönliche Handlungsspielräume“ umsetzen.

Anton Zeilinger, Präsident der ÖAW: "Mit der Wahl der Byzantinistin Claudia Rapp ist eine herausragende Wissenschaftlerin ausgezeichnet worden. Der Preis unterstreicht auch die außerordentlich hohe Qualität der geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung, die an der ÖAW und in Österreich betrieben wird. Ich gratuliere Claudia Rapp im Namen der gesamten Akademie herzlich."

Mit bis zu 1,5 Millionen Euro ist der WITTGENSTEIN-Preis der bedeutendste und am höchsten dotierte Forschungspreis in Österreich. Die vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verliehene Auszeichnung dient der Würdigung und Förderung herausragender Wissenschaftler/innen und ihrer Forschungstätigkeit. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Mitglieder der ÖAW mit diesem renommierten Preis geehrt.

START-Preise

Neben dem WITTGENSTEIN-Preis wurden weitere bedeutende Forschungspreise an ÖAW-Forscher/innen vergeben. Über die Zuerkennung eines START-Preises dürfen sich die Nachwuchswissenschaftler/innen Marcus Huber vom ÖAW-Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Wien, Benjamin Peter Lanyon vom ÖAW-Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Innsbruck sowie die ÖAW-APART-Stipendiatin Kristina Stoeckl freuen. Während Huber ("The role of quantum information in thermodynamics") und Lanyon ("Quantum Frequency Conversion for Ion-Trap Quantum Networks") für ihre quantenphysikalischen Forschungen ausgezeichnet wurden, untersucht die Politologin Kristina Stoeckl "Post-secular Conflicts".

Mit dem von der "Dr. Gottfried und Dr. Vera Weiss Wissenschaftsstiftung" finanzierten Weiss-Preis an Kay Helfricht vom ÖAW-Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung geht ferner eine weitere bedeutende Auszeichnung an einen ÖAW-Forscher. Die Akademie gratuliert allen Preisträger/inne/n herzlich.