13.03.2017

Antrittsbesuch bei neuem Schirmherrn der Akademie

Bundespräsident Alexander Van der Bellen übernahm die Schirmherrschaft über die Österreichische Akademie der Wissenschaften. Dialog und Zusammenarbeit standen im Zentrum des Antrittsbesuchs des Präsidiums der ÖAW in der Hofburg.

Mit den Wissenschaften, ihrer Bedeutung, ihren Leistungen und Anliegen, ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen – wie sein Amtsvorgänger Heinz Fischer – ohne Zweifel bestens vertraut. Seine Verbindung mit den Wissenschaften hat der langjährige Universitätsprofessor und ehemalige Wissenschaftsbeauftragte der Stadt Wien nun um einen weiteren Aspekt ergänzt: Als seit Ende Jänner amtierender Bundespräsident übernahm er traditionsgemäß die Schirmherrschaft über die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Bei einem Antrittsbesuch am 9. März 2017 drückte das ÖAW-Präsidium dem neuen Schirmherrn dafür seinen Dank aus. Im Zuge des Gesprächs mit Anton Zeilinger, Michael Alram, Brigitte Mazohl und Georg Brasseur über die Ziele und Vorhaben der Akademie konnten wichtige Themen gemeinsam diskutiert werden.

Wissensaustausch stärken

So wurde etwa über die Möglichkeiten einer Intensivierung des Austauschs von Wissen zwischen Gesellschaft, Politik und Forschung gesprochen, ein Austausch, der angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel oder Digitalisierung immer bedeutender wird. Initiativen wie die Kooperation der ÖAW mit dem österreichischen Parlament, bei der führende Wissenschaftler/innen in den Dialog mit Abgeordneten des Nationalrats treten, stießen bei Van der Bellen daher ebenso auf Interesse wie geplante Stellungnahmen der Akademie zu den Themen Nachhaltige Mobilität oder Verletzlichkeit digitaler Gesellschaften. 

Ganz im Zeichen des Wissensaustauschs steht auch das Projekt „Campus Akademie“, das mitten im ersten Wiener Gemeindebezirk einen Ort für einen lebendigen und nachhaltigen Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit etablieren soll. Mit Ausstellungen, Veranstaltungen und weiteren öffentlichen Aktivitäten soll hier ein neues Zentrum entstehen, das für alle an Wissenschaft und Forschung interessierten Menschen offensteht und zugleich die Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaften fördert.

Dialog und Zusammenarbeit pflegt die Akademie seit Langem auch auf internationaler Ebene. In diesem Sinne drückte das Präsidium auch seine Hoffnung aus, die Grabungsarbeiten im türkischen Ephesos in diesem Jahr wieder aufnehmen zu können. Mit insgesamt 60 Partnereinrichtungen weltweit ist die ÖAW vertraglich vernetzt, wobei allein 15 neue Abkommen in den vergangenen vier Jahren geschlossen wurden. Wichtige Kontakte konnten Repräsentant/inn/en der Akademie nicht zuletzt auf Auslandsreisen mit hochrangigen politischen Vertreter/innen der Republik herstellen und vertiefen, darunter etwa mit Van der Bellens Vorgänger Heinz Fischer.

Die Akademie zeigt sich daher zuversichtlich, auch unter der Schirmherrschaft des neuen Bundespräsidenten, nicht nur mit Anliegen für die Wissenschaften auf offene Ohren zu stoßen, sondern auch Unterstützung in ihrem Bestreben zu finden, den Dialog und die Zusammenarbeit für und mit der Gesellschaft weiter zu stärken.