03.03.2017

600.000,- EURO FÜR FORSCHUNGSPROJEKTE ZU 100 JAHRE REPUBLIK

Auftakt zum Jubiläumsjahr 2018: Gemeinsamer Projekt-Call der Stadt Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Das Jahr 1918 steht nicht nur für das Ende des Ersten Weltkriegs. Mit der Ausrufung der Republik im Parlament in Wien markiert es auch den demokratischen Neuanfang Österreichs. Anlässlich des bevorstehenden 100-Jahr-Jubiläums der Republiksgründung und des hundertjährigen Bestehens eines demokratisch-republikanischen Wiens fördern das Wissenschaftsreferat der Kulturabteilung der Stadt Wien und der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Forschungsvorhaben zu den beiden Themen „100 Jahre Gründung der Ersten Republik“ und „Republik in Österreich – Demokratie in Wien“.

Forschungen mit Gegenwartsbezug

„Das Jahr 2018 ist würdiger Anlass, einen gewichtigen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Impuls zu setzen“, erklärte Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bei der Präsentation des neuen Projekt-Calls in den Räumlichkeiten der ÖAW. Mit einem Etat von 300.000,- Euro sollen nicht nur Forschungsvorhaben verwirklicht, sondern wissenschaftliches Arbeiten für die Bevölkerung der Stadt ergebnisrelevant gemacht werden. „Wichtig ist mir, dass dabei Gegenwartsbezüge hergestellt werden. Daher freut es mich besonders, dass wir mit vereinten Kräften den Auftakt zum Jubiläumsjahr starten“, so Mailath-Pokorny mit Verweis auf die Kooperation mit der ÖAW.

Neue Erkenntnisse im Jubiläumsjahr

Für die Akademie stellt die Stadt Wien für das Thema „100 Jahre Gründung der Ersten Republik“ gleichfalls 300.000,- Euro aus dem Jubiläumsfonds der Stadt Wien zur Verfügung. Somit stehen insgesamt 600.000,- Euro für themenspezifische Forschungsarbeiten bereit. „Die Gründung der Ersten Republik ist einer der bedeutendsten Wendepunkte in der Geschichte unseres Landes. Ich freue mich, dass wir gemeinsam die Forschung zu diesem wichtigen historischen Ereignis stärken können und der Öffentlichkeit neue Erkenntnisse dazu im Jubiläumsjahr 2018 vorliegen werden“, sagt ÖAW-Präsident Anton Zeilinger. Die Ausschreibung der ÖAW richtet sich an Wissenschaftler/innen aller Disziplinen, die zu den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen der letzten 100 Jahre in Österreich forschen.

Projekte zu den beiden Ausschreibungen können ab sofort bei der Stadt Wien und der ÖAW eingereicht werden. Das Wissenschaftsreferat der Kulturabteilung der Stadt Wien fördert Forschungsprojekte in der Höhe von jeweils bis zu max. 50.000,- Euro sowie Stipendien bis zu einem Betrag von je 10.000,- Euro. Von der ÖAW werden Projekte in der Höhe von jeweils max. 100.000,- Euro gefördert. Einreichfrist für beide Calls ist der 15. Mai 2017.

Jurymitglieder der Stadt Wien:

  • Matti Bunzl, Direktor Wien Museum, Co-Leiter Vienna Humanities Festival
  • Angelika Fitz, Direktorin Architekturzentrum Wien, Kulturtheoretikerin und wissenschaftliche Kuratorin
  • Sylvia Hahn, Vizerektorin für Internationale Beziehungen und Kommunikation der Universität Salzburg, Historikerin
  • Dirk Rupnow, Leiter Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, derzeit Gastprofessor an der Stanford University/ USA
  • Clemens Ruthner, Professor für Germanistik am Trinity College, University of Dublin/ Irland,  österr. Literaturkritiker, Kulturtheoretiker, Autor und Übersetzer.
  • (zudem: Daniel Löcker, Leiter des Referats für Wissenschafts- und Forschungsförderung der Stadt Wien, als nicht stimmberechtigtes Mitglied der Jury und Betreuung der laufenden Projektausschreibung)

Jurymitglieder der ÖAW:

  • Michael Gehler, Direktor des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW und Leiter des Instituts für Geschichte an der Universität Hildesheim
  • Brigitte Mazohl, Präsidentin der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW und em. Professorin für Österreichische Geschichte an der Universität Innsbruck
  • Markian Prokopovych, Research Fellow am Department of Art History, Curating and Visual Studies der University of Birmingham
  • Oliver Jens Schmitt, Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien
  • Thomas Winkelbauer, Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung und Professor für Österreichische Geschichte an der Universität Wien