Die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich (FMRÖ)
Numismatisches Projekt Salzburg

 
 
Bearbeiterin

Ursula Pintz


 
 
 

Die Numismatische Kommission der ÖAW publiziert bereits seit 1970 im Rahmen des Projekts FMRÖ die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich. Bisher wurden die Fundmünzen aus Wien, dem Burgenland, Kärnten, Wels/Ovilavis und zuletzt der Steiermark und Carnuntum bearbeitet und in entsprechenden Publikationen vorgelegt; aktuell werden die über 25.000 antiken Fundmünzen von Enns/Lauriacum aufgearbeitet. Im Rahmen eines von der Universität Salzburg initiierten SFB „Wirtschaft/Noricum“ bot sich nun die Bearbeitung der Fundmünzen Salzburgs – insbesondere jener der Villa Loig – an, die in einer Dissertation untersucht werden.

Das Fundmünzenmaterial der relevanten Salzburger Fundstellen wird nach den bewährten und ständig verfeinerten Methoden der Numismatischen Kommission bearbeitet. Auf Basis der gewonnenen Daten und der statistischen Aufbereitung des Materials in Form von Diagrammen wird eine Analyse des Münzumlaufs von Iuvavum zur Römerzeit vorgenommen. Zunächst werden primär numismatisch-geldhistorische Fragestellungen behandelt, wie etwa Beginn und Ende der römischen Münzzirkulation, die Auswirkungen staatlicher monetärer Maßnahmen auf den lokalen Münzverkehr, die Verteilung der Nominalien innerhalb der geldgeschichtlich relevanten Perioden, Versorgungslinien und Versorgungspolitik, sowie auch Umlaufzeit und Umlaufdauer der Stücke. Hiebei gewonnene Ergebnisse können in weiterer Folge mit bereits bearbeiteten und publizierten Beständen (Carnuntum, Steiermark, Kärnten und Burgenland sowie Enns) verglichen werden, um Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten des überregionalen Münzumlaufs aufzuzeigen sowie Charakteristika des Monetarisierungsgrades der unterschiedlichen Siedlungsstrukturen und Differenzierungen in der Intensität und Nutzung von Verkehrswegen zu beleuchten.
 
 
 


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Letzte Änderung: 10.07.2009