Neuerscheinungen
 
 


R. Gyselen
Arab-Sasanian Copper Coinage
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 34 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wissenschaften 284, Wien 2000. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-2893-2 (€ 101,02)

This volume is associated with the research project ‘Sylloge Nummorum Sasanidarum’ carried out by the Österreichische Akademie der Wissenschaften and the French Centre National de la Recherche Scientifique. It is a survey of copper coinage minted during the first hundred and fifty years of Arabic domination in regions previously under Sasanian rule. The value of Arab-Sasanian copper coinage lies in the variety of its iconography and in the content of the inscriptions which provide evidence of the political and cultural fermentation in regions previously under Sasanian hegemony after the Arab conquest. The Arab-Sasanian copper coins serve as evidence to the determination of the Iranians to retain signs of their cultural identity and the desire of the Arabs to articulate their Muslim faith in a region where an older cultural and religious ideology remains strong.

The available corpus contains approximately 330 coins; more than a hundred different types can be distinguished. These are described and illustrated in the catalogue, which is supplemented by a synopsis in order to give a clear picture of the iconographic repertoire of these coin issues.

Some of the coin types are based on monetary prototypes from late Sasanian and Arab-Sasanian, Byzantine and Umayyad silver coinage. These coins are discussed in the first chapter whereas the second and third chapters deal with those coins which have no specific monetary prototype examined. These latter examples make up the majority of the coins minted after the monetary reform of the Umayyad caliph ‘Abd al-Malik’ which introduced a purely epigraphic type in Arabic. The Arab-Sasanian copper coinage testifies to the long lasting influence of the type featuring the bust of the Sasanian king Khusro II and to the persistence of a strong Iranian character. Despite this, the existence of the standing caliph type of Umayyad coinage testifies to Iranian participation in the creation of a general Arab-Islamic iconography. However, in the case of some Arab-Islamic motifs, the Arab-Sasanian copper coinage offers the sole evidence.
 
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R. Göbl (†)
Die Münzprägung der Kaiser Valerianus I./Gallienus/Saloninus (253/268), Regalianus (260) und Macrianus/Quietus (260/262) (MIR – Moneta Imperii Romani 36, 43, 44)
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 35 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wissenschaften 286, Wien 2000. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-2923-8 (€ 111,92)

Moneta Imperii Romani (MIR) ist ein Unternehmen, das von Robert Göbl an der Numismatischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften begründet wurde und sich die systematische Aufarbeitung der kaiserzeitlichen Münzprägung Roms von Augustus bis zur großen Münzreform des Diocletianus zum Ziel setzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Katalogen und dem internationalen Standardzitierwerk The Roman Imperial Coinage (RIC) versucht MIR den Emissionszusammenhang zu rekonstruieren und die verschiedenen Münztypen und Nominalien in ihren sachlichen und chronologischen, wirtschaftlichen wie thematischen Kontext zu stellen.

Mit Göbls postum veröffentlichtem opus magnum, der Analyse der Prägestruktur der Kaiser Valerianus I., Gallienus und Saloninus (253-268) ist ein weiteres Kapitel römischer Münz- und Geldgeschichte erschlossen, das einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Imperium Romanum in der zweiten Hälfte des 3. Jhdts. n. Chr. liefert.

Das Kernstück der Studie bilden die insgesamt 52 Prägetabellen, in denen das Material innerhalb der einzelnen Münzstätten – in chronologischer Folge und nach Emissionen getrennt – übersichtlich dargeboten ist. Dabei ist jeder Münztyp und jedes Nominale zitierbar sowie zur optischen Überprüfung in einem angeschlossenen, umfangreichen Tafelteil lückenlos abgebildet. Die praktische Benutzbarkeit wird schließlich noch durch einen Reverstypen-Atlas erhöht, in dem die einzelnen Reversmünzbilder der valerianisch-gallienischen Familie zeichnerisch dokumentiert sind.
 
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Michael Alram, Reinhard Härtel und Manfred Schreiner (Hrsg.)
Die Frühzeit des Friesacher Pfennigs (etwa 1125/30 – etwa 1166)
(Beiträge von Ingeborg Baumgartner, Heinz Winter, Robert Linke, Manfred Schreiner)
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 36 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d.
Wissenschaften 300, Wien 2002. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3030-9 (€ 70,20)

Der Friesacher Pfennig zählte zu den bedeutendsten mittelalterlichen Zahlungsmitteln im heute österreichischen Raum und weit darüber hinaus. In seiner Frühzeit (etwa 1125/30 – etwa 1166) wurde er zunächst von den Erzbischöfen von Salzburg und den Herzögen von Kärnten geprägt. Hinzu traten die Patriarchen von Aquileia, die als erste den Friesacher Pfennig imitierten.

Vorliegende Monographie bietet die Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojektes. Historiker, Numismatiker und Techniker traten in Kooperation, um auf der Basis aller heute erreichbaren, relevanten Quellen und mit Hilfe des gesamten zur Verfügung stehenden methodischen Instrumentariums die Frühgeschichte des Friesacher Pfennigs zu beleuchten. Die Analyse der Schriftquellen hat gezeigt, daß sich schriftlich bezeugte Währungen tatsächlich auf einen bestimmten Typ von Prägeerzeugnissen beziehen und nicht nur als Buchgeld anzusehen sind. Damit muß den Schriftquellen – anders als gelegentlich vermutet – durchaus ein hoher Grad an „Wirklichkeitsnähe“ im Vergleich zum tatsächlichen Zahlungsverkehr zugestanden werden.

Aus numismatischer Sicht bietet die für die Neuordnung der Gepräge durchgeführte Stempeluntersuchung erstmals interessante Einblicke in die Tätigkeit mittelalterlicher Münzstätten des 12. Jahrhunderts. Statistische Analysen geben einen Eindruck vom Umfang der einzelnen Emissionen.

Im Mittelpunkt des naturwissenschaftlichen Teils stehen Fragen nach der materiellen Zusammensetzung der in den verschiedenen Münzstätten verarbeiteten Silberlegierungen.
 
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W. Leschhorn (Bearb.), nach Vorarbeiten und unter Mitarbeit von P. R. Franke
Lexikon der Aufschriften auf griechischen Münzen (Lexicon of Greek Coin Inscriptions). Bd. 1: Geographische Begriffe, Götter und Heroen, mythische Gestalten, Persönlichkeiten, Titel und Beinamen, Agonistik, staatsrechtliche und prägerechtliche Formeln, bemerkenswerte Wörter.

Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 37 = Veröffentlichungen der Kleinasiatischen Kommission 13 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wissenschaften 304, Wien 2002. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3082-1 (ca. € 100,43)

Das nach Stichwörtern gegliederte Lexikon erschließt die Aufschriften auf den antiken griechischen Münzen. Die griechischen und lateinischen Münzlegenden werden ins Deutsche und Englische übersetzt, teilweise mit weiterführender Literatur kommentiert, den einzelnen Prägeorten zugewiesen, datiert und nachgewiesen. Damit wird die Interpretation einer wenig bekannten und wegen ihrer Fülle und Zerstreutheit schwer zugänglichen Quellengruppe erleichtert. Ausgewertet wurden alle wichtigen Münzcorpora und numismatischen Monographien, zahlreiche Aufsätze und Auktionskataloge. Der erste Band umfaßt alle Münzlegenden mit Ausnahme der stereotypen Herrschernamen und der Ethnika sowie der Beamtennamen, für die ein zweiter Band in Bearbeitung ist. Das Lexikon ist sowohl für Altertumswissenschaftler gedacht als auch für Numismatiker und Münzsammler, denen hiemit ein wichtiges Hilfsmittel für die Bestimmung, Einordnung und Interpretation antiker Münzen zur Verfügung gestellt wird.
 
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Matthias Pfisterer
Ein Silberschatz vom Schwarzen Meer. Beobachtungen zum Geldumlauf im Achaimenidenreich. Studia Iranica Cahier 22, Paris 2000.

Im Rahmen seiner Diplomarbeit (Betreuer: M. Alram und W. Szaivert) beschäftigte sich der Bearbeiter mit einem bisher unpublizierten Mischfund aus knapp 800 Silbermünzen und etwa 100 weiteren Silberobjekten aus der Zeit um 400 v. Chr.

Der Fund, der seiner Zusammensetzung nach aus der Schwarzmeerregion stammen dürfte, enthält mit 593 Stück den größten bisher bekanntgewordenen geschlossenen Komplex von Adlerkopfdrachmen der griechischen Kolonie Sinope. Mit Hilfe einer Stempelanalyse dieses Materials war es erstmals möglich, eine Prägeabfolge und damit ein gesichertes relativchronologisches Gerüst für diese Gruppe zu erstellen. Die restlichen Münzen bilden einen typischen Querschnitt durch das Umlaufsspektrum der Zeit im östlichen Mittelmeerraum. Darunter befinden sich auch einige bisher unveröffentlichte Typen, unter anderem von Tarsos.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Fundes sind die darin enthaltenen Gruppen von Barren und Spiralringen, welche in den Kern und den Osten des Achaimenidenreiches weisen. Die gestaffelten Gewichte dieser Objekte und die bei den Ringen erkennbaren Zusammenhänge zwischen Gewicht und äußerem Erscheinungsbild lassen den Schluß zu, daß es sich um Objekte mit Geldfunktion handelt.

Ausgehend von diesem so aufschlußreichen Komplex wird in einem gesonderten Abschnitt die Frage nach dem Geldwesen des Achaimenidenreiches neu aufgerollt. Aufgrund eines Vergleichs der in der antiken Literatur beschriebenen Gabenkultur der Achaimeniden mit Erkenntnissen der Anthropologie wird die Theorie formuliert, daß das scheinbare Desinteresse der Achaimenidenherrscher an einer reichseinheitlichen Währung in einer agonistischen Auffassung des Austauschs begründet liegt, welche unserer heutigen Auffassung und auch der der Griechen des 5. Jahrhunderts v. Chr. entgegenläuft.
 
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M. Alram and D. E . Klimburg-Salter (eds.)
Coins, Art, and Chronology. Essays on the pre-Islamic History of the Indo-Iranian Borderlands
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 33 = Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens 31 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wissenschaften 280, Wien 1999; 2., unveränderte Auflage 2002. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-2842-8 (€ 108,86)

Die vorliegende Publikation enthält 24 Artikel international anerkannter Spezialisten aus den Fachbereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Numismatik und Sprachwissenschaft, die sich mit der vorislamischen Kunst- und Kulturgeschichte Mittelasiens und Nordwest-Indiens befassen. Ein Großteil der Beiträge wurde im Zuge eines Symposiums präsentiert, das im Rahmen der Ausstellung „Weihrauch und Seide – Alte Kulturen an der Seidenstraße“ vom Kunsthistorischen Museum, dem Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW sowie dem Institut für Numismatik der Universität Wien im April 1996 in Wien veranstaltet wurde.

Zentrale Themen des Buches bilden das umstrittene Jahr 1 des Kushankönigs Kanishka I., mit dessen Fixierung sich neun Beiträge auseinandersetzen, die sasanidische Kunst- und Kulturgeschichte sowie die Geographie, Archäologie und Numismatik des antiken Zentralasien. Die in dem Sammelband erstmals publizierten neuen Forschungsergebnisse stellen einen unverzichtbaren Beitrag zur Erforschung des antiken Mittelasien und Nordwest-Indien dar.

Der reich illustrierte Band gibt einen hervorragenden Überblick über Kultur und Kunst des antiken Mittelasien, bietet Einblick in verschiedene Forschungsmethoden und unterstreicht damit auch die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit in diesem Forschungsgebiet.
 
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Franziska Schmidt-Dick
Typenatlas der römischen Reichsprägung von Augustus bis Aemilianus
Erster Band: Weibliche Darstellungen

Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 38 = Numismatische Zeitschrift, hg. von der Österreichischen Numismatischen Gesellschaft, 110. Band = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wissenschaften 309, Wien 2002. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3125-9 (€ 99,00)

Das Ziel dieses Projektes ist eine systematische Darbietung der Reverstypologie der Münzen der römischen Kaiser von Augustus bis Aemilianus (ca. 30 v. bis 253 n. Chr.) in Wort und Bild, wie sie in der bisher erschienenen wissenschaftlichen Literatur gänzlich fehlt.
Das Arbeitsprojekt ist auf zwei Bände angelegt:

Band 1: Weibliche Darstellungen
Band 2: Städte- und Länderpersonifikationen, männliche Darstellungen, Belebtes und Unbelebtes

Der soeben erschienene Band 1 ist gegliedert in die Teile „Beschreibung“, „kommentiertes Register der Attribute und Gestik“, „Tabellen“ und „Tafeln“. Im Beschreibungsteil werden die Numina verzeichnet, ihre Charakteristika kommentiert, und es wird auf ihre typologischen Verknüpfungen untereinander hingewiesen. Der mit 61 Tafeln sehr umfangreiche Bildteil liefert die notwendige optische Dokumentation, in der sämtliche Typen teils mehrfach abgebildet sind; die Tabellen ermöglichen für jeden Typ das Auffinden der Zitate in der eingeführten Bestimmungsliteratur. Das Register schlüsselt auf, welche Gestik und welche Attribute für die einzelnen Numina typisch sind und bietet auch eine Bestimmungshilfe.

Anordnung und Darbietungsweise der Arbeit ermöglichen einen einfachen Zugang zur Bildsprache der römischen Kaiserzeit und geben einen Überblick über die Hauptströmungen der Typenwahl, sodaß das Buch ohne Zweifel zum wichtigen Quellenwerk für die historische, numismatische und archäologische Forschung werden wird. Aber auch für engagierte Münzsammler, die sich der römischen Kaiserzeit verschrieben haben, stellt der Band ein überaus nützliches Arbeitsinstrument dar.
 
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Klaus Vondrovec (mit einem Beitrag von Renate Miglbauer)
Die antiken Fundmünzen von Ovilavis / Wels
(Die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich, Abteilung IV: Oberösterreich, Band 1).
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 39 = Gesellschaft für Landeskunde von Oberösterreich, Schriftenreihe, Bd. 19 = Quellen und Darstellungen zur Geschichte von Wels. Sonderreihe zum Jahrbuch des Musealvereins Wels, Bd. 10 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wissenschaften 311, Wien 2003. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3152-6 (€ 79,00)

Dieser im Rahmen der Reihe „Die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich“ (FMRÖ) veröffentlichte Band, dessen Druck in Kooperation mit dem Oberösterreichischen Musealverein und dem Musealverein Wels finanziert wurde, verzeichnet 1728 Fundmünzen, die zum überwiegenden Teil in der Sammlung des Stadtmuseums in Wels verwahrt sind.

Erstmals in der Geschichte des Langzeitprojektes FMRÖ wurde im Zuge der Bearbeitung der Welser Münzen das Fundmaterial einer detaillierten numismatischen Auswertung unterzogen, die gemeinsam mit dem Katalog der Fundmünzen publiziert wird. Aus der Feder Renate Miglbauers, der Direktorin des Stadtmuseums Wels, stammt ein Beitrag über die archäologische Forschung in Wels. In Verbindung mit der numismatischen Interpretation wird auf diese Weise die bestmögliche Zusammenführung der beiden Nachbarwissenschaften Numismatik und Archäologie angestrebt.

Bei der Präsentation der Ergebnisse wurde großer Wert darauf gelegt, die statistische Auswertung in Form von Diagrammen vorzulegen, um sie auch dem interessierten Laien in geeigneter Weise zu veranschaulichen.
 
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Bernhard Woytek
Arma et nummi. Forschungen zur römischen Finanzgeschichte und Münzprägung der Jahre 49 bis 42 v. Chr.
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 40 = Veröffentlichungen der Kleinasiatischen Kommission 14 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wissenschaften 312, Wien 2003. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3159-3 (€ 147,80)

Dieses Buch unternimmt eine grundlegende Neuanalyse der Geschichte der Staatsfinanzen einer entscheidenden Periode der ausgehenden römischen Republik, nämlich der Jahre vom Ausbruch des Bürgerkriegs zwischen Caesar und Pompeius bis zur Niederlage der Caesarmörder bei Philippi.

Die drei Hauptkapitel der chronologisch gegliederten Untersuchung (49–48, 48–45, 45–42 v. Chr.) sind jeweils zweigeteilt: In Teil A wird die Finanzgeschichte der entsprechenden Zeitspanne nach den antiken literarischen Quellen in ihrem historischen Kontext dargeboten; in Teil B erfolgt eine eingehende Besprechung der Münzprägung der betreffenden Jahre unter besonderer Berücksichtigung von Chronologie und Lokalisierung. Auf diese Weise entsteht durch die erstmalige Synopse aller relevanten Quellengattungen ein umfassendes neues Gesamtbild der römischen Staatsfinanzen des Untersuchungszeitraums mit vielfältigen Einzelerkenntnissen auf historischem wie numismatischem Gebiet.

Das Werk ist mit Münzabbildungen auf 12 Phototafeln illustriert, enthält drei Appendices zu Spezialproblemen und erschließt sich dem Leser durch einen umfangreichen Indexteil sowie durch Tabellen zur Münzprägung, die einen raschen Überblick über alle wesentlichen numismatischen Daten ermöglichen.
 
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Michael Alram/Rika Gyselen
Sylloge Nummorum Sasanidarum, Paris–Berlin–Wien. Band I: Ardashir I. – Shapur I.
Mit Beiträgen von P. O. Skjærvø, R. Linke, M. Schreiner, J.-N. Barrandon.
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 41 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wissenschaften 317, Wien 2003. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3224-7 (€ 98,00)

Die neue Reihe Sylloge Nummorum Sasanidarum, Paris-Berlin-Wien, setzt sich zum Ziel, die Bestände an sasanidischen Münzen des Cabinet des Médailles in Paris sowie des Berliner und Wiener Münzkabinetts gemeinsam zu veröffentlichen. Zusammengenommen handelt es sich um ca. 11.000 Münzen, die in 6 Bänden publiziert werden.

Der vorliegende erste Band enthält die Münzen des Dynastiegründers Ardashir I. (224-240) und seines Sohnes Shapur I. (240-272). In dieser Gründungsphase des Sasanidenstaates wurden die Grundstrukturen des sasanidischen Münzwesens festgelegt, die in nahezu unveränderter Form bis zum Ende der Dynastie im 7. Jhdt. erhalten blieben. Der Münzkatalog ist durch einführende Kapitel in deutscher (Ardashir I.) und französischer Sprache (Shapur I.) ergänzt, die eine allgemeine Quellenübersicht verbunden mit einem kurz gefaßten historischen Überblick sowie einem münz- und geldgeschichtlichen Kommentar beinhalten. Ziel ist es, Wert und Aussagekraft der numismatischen Quelle im Zusammenspiel mit den archäologischen und inschriftlichen Zeugnissen sowie der literarischen Öberlieferung zu demonstrieren.

Einen besonderen Abschnitt stellt die paläographische Auswertung der mittelpersischen Münzlegenden dar, für die P. O. Skjærvø (Department of Near Eastern Languages and Civilizations, Harvard University) verantwortlich zeichnet. Ein weiteres Kapitel bilden umfangreiche Metallanalysen, die erstmals einen Einblick in die Legierungszusammensetzung der verschiedenen Münzwerte des sasanidischen Währungssystems erlauben.
 
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Nikolaus Schindel
Sylloge Nummorum Sasanidarum, Paris – Berlin – Wien. Band III/1: Shapur II. - Kawad I. / 2. Regierung. Band III/2: Katalogband
Mit Beiträgen von S. Stanek, R. Linke, M. Schreiner
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 42 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wissenschaften 325, Wien 2004. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3314-6 (€ 199,00)

Der dritte Band der Reihe Sylloge Nummorum Sasanidarum, Paris-Berlin-Wien umfaßt die Zeit von Shapur II. (309-379) bis zur 2. Regierung des Kawad I. (499-531). Diese Periode ist für die gesamte sasanidische Münz- und Geldgeschichte höchst bedeutend, da in diese Zeit die Einführung der Münzstättensignaturen fällt, die bis dahin nicht mögliche Einblicke in die sasanidische Verwaltungs- und Wirtschaftgeschichte ermöglichen. Auch betreffs der Typologie und des Nominalienspektrums werden im 5. Jhdt. die Weichen für das spätsasanidische Münz- und Geldwesen gestellt. Ein einführender Abschnitt präsentiert die Grundzüge der numismatischen Ergebnisse, die aus der Analyse der 13 in diesem Band behandelten Könige gewonnen werden konnten. Ein eigener Beitrag von S. Stanek und R. Linke widmet sich den Metallanalysen. Jedem Regenten ist zudem ein Kapitel gewidmet, in dem numismatische Detailfragen zumal zum Stil und zu den Münzstätten nebst einem historischen Überblick abgehandelt werden. Dem durchgehend in Deutsch verfaßten Haupttext sind Zusammenfassungen in englischer und französischer Sprache vorangestellt. Der Katalog umfaßt etwa 1500 Münzen aus den Sammlungen in Paris, Berlin und Wien sowie ca. 500 ergänzende Münzfotos. Wie auch im ersten Band ist der Katalog um Abbildungen von Felsreliefs, Silberschalen, Siegeln und dergleichen erweitert, um die historische Aussagekraft der Münze im Zusammenspiel mit anderen Quellengattungen präsentieren zu können.
 
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Ursula Schachinger
Der antike Münzumlauf in der Steiermark (Die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich, Abteilung VI: Steiermark).
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 43 = Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark 49 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wiss. 341, Wien 2006. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-7001-3541-6 (€ 103,20)

Die flächendeckende Erfassung, digitale Aufnahme und Kartierung aller in der Steiermark gefundenen antiken Münzen bilden eine fundierte Ausgangsbasis für die Rekonstruktion des Münzumlaufs, der Währungspolitik sowie der Wirtschafts-, Sozial- und Siedlungsgeschichte der Steiermark vom ersten vorchristlichen bis zum fünften nachchristlichen Jahrhundert. So konnten viele wertvolle Aufschlüsse über die wechselhaften wirtschaftlichen Entwicklungen in den verschiedenen römerzeitlichen Siedlungen der Steiermark gewonnen werden. Es lassen sich an einzelnen Orten geldwirtschaftliche Einbrüche feststellen, welche durch äußere Gefahren – wie beispielsweise den Ansturm der Markomannen aus dem Norden – hervorgerufen wurden. Des weiteren schlägt sich auch die allgemeine Krise des Imperium Romanum im dritten Jahrhundert n. Chr. in der Steiermark massiv nieder, wie man anhand der Münzfunde feststellen kann. Neue Ergebnisse konnten auch bezüglich der sogenannten Grabfunde erzielt werden. Als Grabfunde werden Münzen bezeichnet, welche man den Toten mit ins Grab gegeben hatte, ein Phänomen, das sowohl bei Brand- als auch bei Körperbestattungen eine Rolle spielte.
 
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Michael Alram / Franziska Schmidt-Dick (Hrsg.)
Numismata Carnuntina. Forschungen und Material.
Mit Beiträgen von Günther Dembski, Franz Humer, Matthias Pfisterer, Alexander Ruske, Franziska Schmidt-Dick, Klaus Vondrovec, Heinz Winter und Bernhard Woytek. (Die Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich, Abteilung III: Niederösterreich. Band 2: Die antiken Fundmünzen im Museum Carnuntinum).
3 Bde. (zwei Textbände und ein Tafelband). Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 44 = Archäologischer Park Carnuntum, Neue Forschungen 4 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wiss. 353, Wien 2007. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 978-3-7001-3821-1 (€ 286,40)

Die erste wissenschaftliche Vorlage der Fundmünzen von Carnuntum wurde durch Wolfgang Hahn im Jahre 1976 vorgenommen: Seine Arbeit basiert auf dem Materialstand von 1969.  In der Folgezeit hatten sich die Bestände im Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg vor allem durch Ankäufe vervielfacht, sodaß Anfang der neunziger Jahre noch durch Robert Göbl eine Neubearbeitung begonnen wurde. Das Ergebnis dieses langjährigen Projekts liegt nun in gedruckter Form vor.

Im Gegensatz zu den alten FMRÖ-Bänden, die sich auf eine katalogische Materialvorlage beschränkten, wird hier – wie schon im Falle der Publikationen zu Wels bzw. der Steiermark – eine wissenschaftliche Auswertung des Materials gleich mitgeliefert. In zwei Textbänden und einem über weite Strecken in Farbe gehaltenen Tafelband sind elf substantielle Beiträge zu den Carnuntiner Fundmünzen versammelt, während der Katalog selbst in Form einer CD-ROM vorliegt. Neben einer statistischen Gesamtauswertung finden sich unter anderem eine umfangreiche Untersuchung der Carnuntiner Schatzfunde, eine Neubearbeitung der Münzprägung des Carnuntiner Kaiserpaars Regalianus und Dryantilla sowie erstmals eine eingehende Untersuchung zum Problem der „Limesfalsa“ und „Eisenmünzen“. Ergänzende Beiträge beschäftigen sich mit Themen wie dem keltischen Geld in Carnuntum, den Münzen der römischen Republik oder griechischem Provinzialgeld, das auch bis nach Carnuntum gelangte. Die Konzeption des Werks zielt darauf ab, die Carnuntiner Geldgeschichte nicht nur für Fachnumismatiker, sondern für einen möglichst breiten Interessentenkreis sowie die Nachbarwissenschaften zu erschließen.
 
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Bernd Kluge
Numismatik des Mittelalters. Band 1: Handbuch und Thesaurus Nummorum Medii Aevi.
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 45 = Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wissenschaften 769, Berlin-Wien 2007. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN-SMB 978-3-88609-603-9, ISBN-ÖAW 978-3-7001-3932-4 (€ 78)

Das Werk bietet eine übersichtliche Gesamtdarstellung der Numismatik des europäischen Mittelalters, wobei auch Byzanz und der islamische Raum einbezogen sind. Es enthält ferner Grundlagen und Methodik, eine Münz- und Geldgeschichte sowie eine umfangreiche Bibliographie. Als Thesaurus Nummorum werden 1.500 Münzen des 5. bis 15. Jahrhunderts aus der Sammlung des Berliner Münzkabinetts beschrieben und farbig abgebildet. Das Buch ist gleichermaßen aus den Erfahrungen einer langjährigen Museumstätigkeit wie der Lehre an der Universität erwachsen. Es ist als Lernbuch, Handbuch und Nachschlagewerk konzipiert, und wendet sich gleichermaßen an Numismatiker, Historiker, Studenten und Münzsammler.
 
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Sigrid Deger-Jalkotzy / Nikolaus Schindel (Hrsg.)
Gold. Tagung anlässlich der Gründung des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 19.–20. April, 2007. Origines.
Schriften des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften 1 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wiss. 377, Wien 2009. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 978-3-7001-6547-7 (€ 68,00)

Aus Anlass der Gründung des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde am 19. und 20. April 2007 eine Tagung abgehalten, die einer breiteren Öffentlichkeit die fachliche Weite und die Vielfalt der am Zentrum durchgeführten Forschungsprojekte anhand eines gemeinsamen Themas vor Augen führen sollte. Das Thema "Gold" wurde gewählt, weil dieses Edelmetall in allen Kulturen des Altertums und in allen Bereichen des Lebens eine hervorragende Rolle spielte, in Religion und Kult, in Literatur und Philosophie, in Kunst und Kunsthandwerk, in den Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen, und in der Wirtschaft. Es zeigt aber auch auf, dass das Gold zu allen Zeiten die Menschen zu unmoralischen und verbrecherischen Handlungen verleitete. Auch Fälschen und alchemistische Versuche waren dem antiken Menschen nicht fremd. Nicht zuletzt deshalb war die Wertung des Goldes bei antiken Philosophen ebenso wie bei den frühen Christen durchaus ambivalent. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Beiträge zur ersten Tagung des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften das Thema „Gold“ aus verschiedenen Perspektiven und mit sehr unterschiedlichen Methoden beleuchteten.
 
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Nikolaus Schindel
Sylloge Nummorum Sasanidarum Israel. Hebrew University (Jerusalem), Israel Antiquity Authority (Jerusalem), Israel Museum (Jerusalem), Kadman Numismatic Pavilion at the Eretz Israel Museum (Tel Aviv).
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 46 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse der Österr. Akad. d. Wiss. 376, Wien 2009. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 978-3-7001-6056-4 (€ 69,00)

Der vorliegende Band ergänzt die von der Numismatischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebene Reihe „Sylloge Nummorum Sasanidarum Paris – Berlin – Wien“ um die Bestände sasanidischer und arabosasanidischer Münzen in den bedeutendsten öffentlichen Sammlungen in Israel, nämlich der Hebrew University (Jerusalem), der Israel Antiquity Authority (Jerusalem), des Israel Museum (Jerusalem) und des Kadman Numismatic Pavilion am Eretz Israel Museum (Tel Aviv). Insgesamt werden 282 Münzen der Sasanidendynastie sowie typologisch daran anschließende frühislamische Gepräge vorgestellt. Die Münzen sind nach denselben typologischen Kriterien wie in den Bändern der Hauptreihe SNS Paris – Berlin – Wien geordnet. Hinzu kommt ein mit über 1800 Stück hinsichtlich seiner Größe und wissenschaftlicher Bedeutung bisher einzigartiger Schatzfund spätsasanidischer Kupfermünzen aus dem Eretz Israel Museum. Diesem Hort ist ebenso eine eingehende Behandlung gewidmet wie herausragenden Einzelstücken im Hauptkatalog.

Mit SNS Israel wird erstmals ein Buch vorgelegt, das die gesamten Bestände sasanidischer Münzen in den öffentlichen Sammlungen eines ganzen Staates geschlossen vorstellt.
 
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Wolfgang Leschhorn
Lexikon der Aufschriften auf griechischen Münzen (Lexicon of Greek Coin Inscriptions). Bd. 2: Ethnika und ,Beamtennamen'.
Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission 47 = Veröffentlichungen der Kleinasiatischen Kommission 23 = Denkschriften der phil.-hist. Klasse d. Österr. Akad. d. Wiss. 383, Wien 2009. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 978-3-7001-6650-4 (€ 159,00)

Der zweite und letzte Band  des Lexikons der Aufschriften auf griechischen Münzen erschließt die Orts- und Personennamen auf den griechischen und provinzialrömischen Münzen vom 7. Jahrhundert vor Christus bis zum 3. Jahrhundert nach Christus. Städtenamen, Stammesbezeichnungen und andere Ortsnamen kennzeichneten die Herkunft der Münzen. Die für ihre Herstellung verantwortlichen Beamten, Künstler und Honoratioren ließen vielfach ihre Namen auf die Münzen setzen. Verzeichnet werden alle Varianten der Aufschriften einschließlich Stadttitulaturen, Beamtentiteln und Ehrenbezeichnungen mit Angabe von Prägeort, Datierung, Publikation, weiterführender Literatur und, wenn notwendig, mit Kommentierung.

Für alle Altertumswissenschaftler, Althistoriker, Epigraphiker, Numismatiker, Philologen, Archäologen, Indogermanisten, Onomastiker wird der Band ein unverzichtbares Nachschlagewerk sein, um eine durch ihre Fülle und Zerstreutheit nur schwer zugängliche Quellengruppe berücksichtigen zu können. Für Numismatiker und Münzsammler wird ein wichtiges Hilfsmittel für die Bestimmung und Einordnung antiker Münzen zur Verfügung gestellt.
 
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Rückmeldungen an Dr. Bernhard Woytek
Letzte Änderung: 29.09.2009