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Seit dem Jahr 2010 ist das Institut für Limnologie mit dem Standort „Mondsee“ Partner des Austrian Long-Term Ecosystem Research Network (LTER Austria). Das Forschungsinstitut trägt mit dem Standort in Oberösterreich Langzeitdaten des Mondsees aus seiner Forschungstätigkeit seit den 1960er Jahren bei. LTER Austria ist ein nationales Netzwerk von Forschungs- und Beobachtungsstandorten, an denen interdisziplinäre, ökologische Langzeituntersuchungen stattfinden. Das Netzwerk soll die Möglichkeit eröffnen, eine wissenschaftlich gesicherte nationale Perspektive zur Beurteilung von Veränderungen in Ökosystemen durch Umwelteinflüsse und menschliche Nutzung, die in den letzten Jahrzehnten evident geworden sind, zu entwickeln.
Die kürzlich abgehaltene LTER-Austria-Konferenz in Wien , am 26.1.2012, an der auch Vertreter aus Mondsee teilnahmen, war gleichzeitig ein „Dissemination event“ des Projekts EnvEurope. Dieses LIFE+ Projekt beschäftigt sich zentral mit der Frage eines Standard-Parametersatzes für unterschiedliche Habitat-Typen zur Ermöglichung von Standorts-übergreifenden Analysen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt waren Standards für Daten-Flüsse (Transfer-Formate etc.) und Datenhaltungs-Systeme um die Datenflut der vielen LTER-Standorte zu bewältigen.
2.2.2012
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Titicacasee zwischen Peru und Bolivien ist der “bedrohte See des Jahres 2012“

Titicacasee, http://de.wikipedia.org/wiki/Titicaca-See
Bereits seit dem Jahr 2004 vergibt der Global Nature Fund jedes Jahr zum Welttag der Feuchtgebiete (2. Februar) diesen ungeliebten Titel an einen See weltweit. Damit möchte man die öffentliche Wahrnehmung des Wertes und der Bedeutung von Feuchtgebieten fördern.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf den Titicacasee. Der See liegt auf mehr als 3800 m Seehöhe im Altiplano und gilt als größter Trinkwasserspeicher Südamerikas. Die starke Verunreinigung durch die Einleitung von vergifteten Abwässern aus Minen und kommunalem Abwasser bedroht die Lebensgrundlage für die zwei Millionen, im Einzugsgebiet des Sees lebenden, Menschen. Ein großer Teil der Bevölkerung ist vom Fischfang abhängig. Die Erträge gehen aber, durch die Wasserverschmutzung stark zurück. Besonders belastete Buchten sind bereits durch Wasserlinsenteppiche bedeckt. Wasserlinsen bestehen aus wenige Millimeter großen Blättchen, die frei auf der Wasseroberfläche treiben. Durch den Lichtabschluss werden andere Wasserpflanzen am Wachstum gehindert und der Sauerstoffaustausch erschwert. Die Region gilt als das Ursprungsgebiet des Kartoffelanbaus. Ein großer Teil des Gewässerumlandes wird durch das günstige Mikroklima nicht nur zum Anbau von Kartoffeln sondern auch für andere Feldfrüchte genutzt. Der intensive Düngemitteleinsatz hat in weiterer Folge ebenfalls einen negativen Einfluss auf den Wasserkreislauf.
2.2.2012
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Die Ausstellung "Grenzgenial, Grenzen erforschen - Horizont erweitern" kommt nach Niederösterreich
Berühren erwünscht! Science-Center-Aktivitäten richten sich an alle, die noch nicht verlernt haben, neugierig zu sein. In dieser Ausstellung werden Hands-on Stationen gezeigt, bei denen das Ausprobieren und Angreifen ausdrücklich erwünscht ist.
Die Ausstellung wurde bisher bereits in Wien (TMW), Graz, im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen und in der Landesdirektion der Wiener Städtische Versicherung in Klagenfurt gezeigt.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10-16 Uhr und Donnerstag 10-20 Uhr
Wo?
Stadtmuseum Wiener Neustadt
Petersgasse 2a
A-2700 Wiener Neustadt
Wann?
20. März bis 3. Juni 2012
Wieder mit dabei ist die Station "Aliens unter uns", die das Institut für Limnologie entwickelt hat.
In der Station „Aliens unter uns“ werden Informationen
• zur Erläuterung von Grenzen von Lebensräumen
• zur Diskussion von Problemen rund um das Thema Globalisierung
• zum Kennenlernen bekannter und seltener Tierarten
• zur Diskussion von Auswirkungen auf andere Lebewesen, wenn „neue“,
exotische Tiere oder Pflanzen ausgesetzt werden
vermittelt.
Details unter http://www.grenzgenial.at/zone/grenzgenial-die-ausstellung-wiener-neustadt
25.1.2012
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PETITION "BEDROHUNG DES FORSCHUNGSSTANDORTES ÖSTERREICH"
Am 10. Jänner 2012 endete die Petition. Es wurden insgesamt 15391 Unterschriften gesammelt. Vielen Dank an alle, die die Petition unterstützt haben!
Die am 4. November 2011 unterzeichnete Leistungsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bedingt eine faktische Kürzung des Budgets der größten und bedeutendsten außeruniversitären Forschungseinrichtung unseres Landes. Infolge der entstehenden Finanzierungslücke von ca. 10–16 Mio. Euro jährlich bei einem Gesamtbudget von 74 Mio. Euro per annum drohen die Abgabe bzw. Schließung international anerkannter und nachweislich exzellenter Forschungseinrichtungen. Laut Aussage des Finanzdirektors der ÖAW bedeutet dies den Verlust von mindestens 300 eigenfinanzierten Vollzeitstellen der ÖAW im Zeitraum 2012–14 durch Abgabe und Schließung von Einrichtungen.
Bedroht sind allerdings möglicherweise bis zu 300 der derzeit 789 eigenfinanzierten Vollzeitäquivalente in den Forschungseinrichtungen bzw. 905 in der ÖAW insgesamt. Ein derart drastischer Personalabbau ist beispiellos in der Geschichte der 2. Republik. Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Situation kann als Begründung dafür nicht ausreichen. In keinem anderen Bereich sind vergleichbare Kürzungen vorgesehen. Da die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter/innen selbst Drittmittelprojekte in der Höhe von ca. 22 Mio. Euro akquiriert haben, sind negative Multiplikatoreffekte zu erwarten. Mit der Entlassung der Projektleiter/innen müssen deren Projekte eingestellt, die Projektmitarbeiter/innen gekündigt werden. Dies ist die nachhaltige Zerstörung von Wissen und Infrastruktur. Exzellenz und internationale Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Forschung sind in Gefahr.
Grundlagenforschung ist ein wesentlicher Beitrag zum materiellen und ideellen Reichtum und Potenzial einer Gesellschaft. Die geplanten Maßnahmen stellen daher einen unermesslichen Schaden für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich dar.
Begründung: Die Unterzeichneten appellieren an die politisch Verantwortlichen, die zahlreichen Deklarationen umzusetzen, in denen Forschung als der wichtigste Zukunftsfaktor unseres Landes bezeichnet wird, sowie für die langfristige Absicherung und den Ausbau der Forschung zu sorgen. Wir wenden uns an die Medien und Öffentlichkeit, um Aufmerksamkeit für die dramatischen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Folgen zu wecken und die drohende Zerstörung der ÖAW und damit des Wissenschaftsstandortes Österreich zu verhindern.“
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Luoto, T.P. (2012). Intra-lake patterns of aquatic insect and mite remains. Journal of Paleolomnology 47(1): 141-157.
Nevalainen, L. (2012). Distribution of benthic microcrustaceans along a water depth gradient in an Austrian Alpine lake – Sedimentary evidence for niche separation. Limnologica 42: 65-71.
Nevalainen L, Luoto T.P., Levine S, Maca M (2011). Paleolimnological evidence for increased sexual reproduction in chydorids
(Chydoridae, Cladocera) under environmental stress Journal of Limnology 70(2): 255-262, DOI: 10.3274/JL11-70-2-08.
Nevalainen L., Sarmaja-Korjonen K., Gasiorowski M. & T.P. Luoto, (2011). Late 20th century shifts in cladoceran community structure and reproduction in a boreal acidified lake. Fundamental and Applied Limnology 179(2): 81-92.
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Liu X., Wu Q., Chen Y., Dokulil, M. (2011). Imbalance of plankton community metabolism in eutrophic Lake Taihu, China.
Journal of Great Lakes Research 37: 650-655.
Chorus I., Dokulil M. et al. (2011). Restoration responses of 19 lakes: are TP thresholds common? 84-102, In: Chorus I. and Schauser I. (2011) Oligothrophication of Lake Tegel and Schachtensee, Berlin. http://www.uba.de/uba-info-medien-e/4144.html
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Internationales Fisch-Fachsymposium in Mondsee, SYMCORE 2011

Von 26. bis 30. September fand das 11. internationale Symposium über die Biologie und das Management von Coregonen, zu denen die Reinanken oder Felchen der Voralpenseen gehören, im Veranstaltungszentrum Schloss Mondsee statt. Etwa 120 internationale Expert(inn)en aus der Grundlagenforschung wie auch aus der Fischzucht und Aquakultur präsentierten ihre Vorträge und Poster.
Coregonen sind exzellente Speisefische aus der Verwandtschaft von Lachs und Forelle und werden vor allem wegen ihres milden Geschmacks und feinen Fleisches bei Feinschmeckern geschätzt. In Österreich ist die Reinanke oder Renke in der Salzkammergutregion und Kärnten bekannt und begehrt. Die Fischerei ist in diesen Regionen als wichtiger Aspekt im Regionalmanagement aber auch im Tourismus verankert. Coregonen geben den Wissenschaftern aber noch so manche Rätsel auf: Fragen zum Wechselspiel zwischen genetischen Grundlagen und äußerem Erscheinungsbild, der Entwicklungsbiologie, der Verbreitung oder zum Verhalten. Die Spezialist(innen) treffen einander alle drei Jahre – diesmal in Mondsee. Die Veranstaltung wurde vom Fischökologen des ÖAW-Instituts für Limnologie in Mondsee, Josef Wanzenböck, organisiert. Trotz schwierigster Arbeitsbedingungen durch den Umbau des Forschungsinstituts in Mondsee seit mittlerweile mehr als 3 Jahren, sahen die Wissenschafter(innen) Ende 2010 ihre Forschungsaktivitäten mit einer exzellenten Evaluation durch internationale Experten bestätigt. Durch die Organisation des Coregonen-Symposiums in Mondsee kann das ÖAW-Institut für Limnologie ein weiteres Highlight für sich verbuchen.
Der internationale Fachkongress fand bereits in Finnland, Deutschland, Polen und Kanada statt. Diesmal fiel die Wahl des Veranstaltungsortes auf Österreich. In der letzten Septemberwoche trafen sich 120 renommierte Wissenschafter(innen) im Festsaal des Schlosses Mondsee. Vorträge und Poster zur Biologie, Populationsdynamik, Ökologie, Genetik aber auch zum Fischereimanagement, zum Schutz, der Aquakultur und dem Verhalten wurden präsentiert. Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, den Österreichischen Bundesforsten, dem Land Oberösterreich und der Gemeinde Mondsee finanziell unterstützt.
Teilnehmerbericht Univ. of South Bohemia V. Svinger
Teilnehmerbericht US Fish & Wildlife Service C. Bronte
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Das Forschungsprojekt RADICAL (Risk Analysis of Direct and Indirect Climate effects on deep Austrian Lake Ecosystems) des ÖAW-Instituts für Limnologie in Mondsee untersucht die möglichen Auswirkungen von Klimaveränderungen in den großen, österreichischen Voralpenseen. Dabei wird der Schwerpunkt auf das, durch den Klimawandel zu erwartende, verstärkte Wachstum von toxischen Blaualgen (Cyanobakterien) und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Plankton- und Fischpopulationen erforscht.
Am 11. Österreichischen Klimatag, der von 11. - 12. März 2010 von der Klimaforschungsinitiative AustroClim an der Universität für Bodenkultur veranstaltet wurde, präsentierte der Fischökologe Josef Wanzenböck vom ÖAW-Institut für Limnologie das Forschungsprojekt RADICAL. Dieses Klimafolgenforschungsprojekt wurde im Rahmen der Ausschreibung des Austrian Climate Research Programme (ACRP) bewilligt und wird vom Österreichischen Klima- und Energiefonds finanziert.
Projektdetails
Projektleitung und Kontakt:
Univ.Doz.Dr. Josef Wanzenböck
PR Limnologie Mondsee, 16.03.2010
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Forschungsprojekt: DETECTIVE (DEcadal deTECTion of biodIVErsity in Alpine lakes)
Global warming threatens biodiversity in (ultra)-sensitive high Alpine lakes: an assessment of past, present and future scenarios
In Österreich und seinen Nachbarstaaten werden die tiefgreifendsten, ökologischen Konsequenzen der globalen Erwärmung in den alpinen Ökosystemen, und dort im Besonderen an ökologischen Übergangszonen (= Ökotonen) wie der Baumgrenze, erwartet. Im vorliegenden Forschungsprojekt kann auf eine einzigartige Datenbank, welche vor zehn Jahren an 45 österreichischen Bergseen der Niederen Tauern Region (1500 – 2300 m SH) erstellt wurde, zurückgegriffen werden. Fünf Seen, die hinsichtlich ihrer durchschnittlichen Temperatur als (ultra) sensibel zu bezeichnen sind, werden im Zuge dieses Projekts neuerlich beprobt. Durch die Untersuchung der gleichen Indikatororganismen können Veränderungen innerhalb der Artenzusammensetzung, die in der letzten Dekade aufgetreten sind, analysiert werden. Weiters kommen moderne und sensitive, molekulare Sequenzierungsmethoden zum Einsatz, um mögliche Veränderungen in der Biodiversität nicht nur auf Artniveau, sondern auch zwischen visuell nicht unterscheidbaren Unterarten aufzuzeigen.
SchülerInnen der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule (HBLA) Ursprung/Elixhausen (Salzburg) werden im Rahmen dieses Projektes ihre Maturaarbeiten an den Giglachseen (ca. 1900m SH) durchführen. Durch regelmäßige Probennahme, auch bei Extremwettersituationen wie Starkregen- oder Trockenperioden, sollen Daten über einen möglichen Einfluß auf die sensiblen Bewohner dieses Alpensees erhoben werden.
Projektdauer: 3 Jahre
Projektleitung: Doz. Dr. Rainer Kurmayer and Prof. Dr. Thomas Weisse, Institut für Limnologie, ÖAW
Finanzierung: Österreichisches Nationalkomitee für Alpenforschung der ÖAW
Links:
Projektdetails
Österreichisches Nationalkomitee für Alpenforschung
HBLA Ursprung
PR Limnologie Mondsee, 24.02.2010
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