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2009 - 2008 - 2007 - 2006 - 2005 - 2004 - 2003 |
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2012 |
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GIRL'S DAY 2012

  
Erstmals haben sich die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg darauf geeinigt den Girl's Day am gleichen Tag abzuhalten. Aus diesem Grund freuen wir uns darauf Schülerinnen beider Bundesländer -ab 16 Jahren- zum Girl's (Study) Day 2012 nach Mondsee einzuladen.
Wir wollen euch die Berufe Gewässerforscherin/Laborantin/technische Assistentin vorstellen.
Bei Schönwetter planen wir eine Probennahme am Mondsee. Außerdem könnt ihr bei der Aufbereitung der Wasserproben im Labor mithelfen. Der Girl's (Study) Day soll euch einen Einblick in unsere aktuelle Forschungsarbeit am Institut für Limnologie in Mondsee geben. Die online Anmeldung ist auf den entsprechenden Homepages abrufbar (siehe unten). Achtung: Schülerinnen aus Oberösterreich müssen darauf achten, dass ihre Schule beim Girl's Day angemeldet ist, sonst ist eine Teilnahme nicht möglich!
Kontakt zum Girl's Study Day für Schülerinnen aus Oberösterreich:
http://www.girlsday-ooe.at/de/maedchen-hier-entlang/girls-study-day.html
Anmeldefrist abgelaufen!
Girls’ Day Office:
Education Group GmbH
Hafenstraße 47-51
4020 Linz
Telefon: 0732/788078-991
Fax: 0732/788078-88
E-Mail: girlsday@edugroup.at
Bürozeiten: Mo bis Fr 7:30 - 17:30 Uhr
Der Girls' Day ist eine Aktion von
Frau Landesrätin Mag.a Doris Hummer und dem Frauenreferat des Landes OÖ.
Kontakt zum EuRegio Girl's Day für Schülerinnen aus Salzburg:
http://www.girlsday.info/
Anmeldefrist abgelaufen!
Akzente Salzburg
Bianca Schartner BA
Projektleitung, Projektkoordination
+43 (0) 662/84 92 91-62
+43 (0) 664/21 35 11 4
b.schartner@akzente.net
Der EuRegio Girls’ Day wird getragen von Akzente Salzburg und ist eine Initiative der Frauenbüros von Land und Stadt Salzburg sowie der Agentur für Arbeit Traunstein.
online seit 20.2.2012
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WELTFRAUENTAG 2012

C. Manhartsgruber, C. Durchschlag mit M. Gadermaier (von links nach rechts)
Vertreterinnen der OÖ Landesregierung besuchten im Rahmen des Welfrauentages die Mitarbeiterinnen des Instituts für Limnologie. Nationalratsabgeordnete Claudia Durchschlag und OÖVP-Frauen Bezirksleiterin Cornelia Manhartsgruber machten sich ein Bild der Tätigkeiten und Arbeitssituation der weiblichen Beschäftigten am Forschungsinstitut in Mondsee. Am Institut für Limnologie sind zur Zeit 50% der Belegschaft Frauen. Im Rahmen von diversen Frauenförderungsprogrammen (FFG, ÖAW) konnten in der Vergangenheit immer wieder zusätzliche weibliche Mitarbeiterinnen (Praktikantinnen, Doktorandinnen) gewonnen werden. Auch im Zuge von Forschungsprojekten werden weibliche Bewerberinnen, bei gleicher Qualifizierung, verstärkt gefördert.
online seit 9.3.2012
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Jeder von uns hat seinen eigenen Bezug zu Wasser und keiner von uns könnte ohne Wasser leben. Die weltweite Wasserknappheit ist laut einer Studie des WWF aber dramatischer als bisher angenommen. Den Berechnungen zufolge haben rund 2,7 Milliarden Menschen entlang von 201 Flussbetten mindestens einen Monat pro Jahr nicht genug Wasser. Trotzdem wurde das Millenium-Entwicklungssziel hinsichtlich des Zugangs zu sauberem Wasser bereits vor seiner Frist 2015 erreicht. Laut dem Weltwasserbericht der Vereinigten Nationen, der am 6. März 2012 in New York veröffentlicht wurde, haben 89% der Weltbevölkerung täglichen Zugang zu einer verbesserten Wasserversorgung. Diese Verbesserung betrifft vor allem Menschen in Süd- und Ostasien, wo die Armutsbekämpfung verstärkt vorangetrieben wurde. In Subsahara-Afrika haben hingegen immer noch nur 63 % der dort lebenden Menschen sauberes Wasser zur Verfügung. Bei den sanitären Anlagen haben die Nationen das selbstgesteckte Milleniumsziel jedoch verfehlt. In Indien haben 626 Mio Menschen noch keinen Zugang zu Toiletten. Auch die Verringerung der Armut oder ein verbesserter Zugang zu Bildung, werden bis 2015 eher nicht erreicht werden. Die weltweite Konjunkturabschwächung und mehr Druck durch ein weiteres Ansteigen der Bevölkerung machen diese Ziele noch schwerer erreichbar.

Weiterführende Links:
PLoS ONE: Global Monthly Water Scarcity: Blue Water Footprints versus Blue Water Availability
WHO: http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2012/drinking_water_20120306/en/index.html
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PETITION "BEDROHUNG DES FORSCHUNGSSTANDORTES ÖSTERREICH"
Am 10. Jänner 2012 endete die Petition. Es wurden insgesamt 15391 Unterschriften gesammelt. Vielen Dank an alle, die die Petition unterstützt haben!
Die am 4. November 2011 unterzeichnete Leistungsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bedingt eine faktische Kürzung des Budgets der größten und bedeutendsten außeruniversitären Forschungseinrichtung unseres Landes. Infolge der entstehenden Finanzierungslücke von ca. 10–16 Mio. Euro jährlich bei einem Gesamtbudget von 74 Mio. Euro per annum drohen die Abgabe bzw. Schließung international anerkannter und nachweislich exzellenter Forschungseinrichtungen. Laut Aussage des Finanzdirektors der ÖAW bedeutet dies den Verlust von mindestens 300 eigenfinanzierten Vollzeitstellen der ÖAW im Zeitraum 2012–14 durch Abgabe und Schließung von Einrichtungen.
Bedroht sind allerdings möglicherweise bis zu 300 der derzeit 789 eigenfinanzierten Vollzeitäquivalente in den Forschungseinrichtungen bzw. 905 in der ÖAW insgesamt. Ein derart drastischer Personalabbau ist beispiellos in der Geschichte der 2. Republik. Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Situation kann als Begründung dafür nicht ausreichen. In keinem anderen Bereich sind vergleichbare Kürzungen vorgesehen. Da die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter/innen selbst Drittmittelprojekte in der Höhe von ca. 22 Mio. Euro akquiriert haben, sind negative Multiplikatoreffekte zu erwarten. Mit der Entlassung der Projektleiter/innen müssen deren Projekte eingestellt, die Projektmitarbeiter/innen gekündigt werden. Dies ist die nachhaltige Zerstörung von Wissen und Infrastruktur. Exzellenz und internationale Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Forschung sind in Gefahr.
Grundlagenforschung ist ein wesentlicher Beitrag zum materiellen und ideellen Reichtum und Potenzial einer Gesellschaft. Die geplanten Maßnahmen stellen daher einen unermesslichen Schaden für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich dar.
Begründung: Die Unterzeichneten appellieren an die politisch Verantwortlichen, die zahlreichen Deklarationen umzusetzen, in denen Forschung als der wichtigste Zukunftsfaktor unseres Landes bezeichnet wird, sowie für die langfristige Absicherung und den Ausbau der Forschung zu sorgen. Wir wenden uns an die Medien und Öffentlichkeit, um Aufmerksamkeit für die dramatischen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Folgen zu wecken und die drohende Zerstörung der ÖAW und damit des Wissenschaftsstandortes Österreich zu verhindern.“
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2011 |
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Liu X., Wu Q., Chen Y., Dokulil, M. (2011). Imbalance of plankton community metabolism in eutrophic Lake Taihu, China.
Journal of Great Lakes Research 37: 650-655.
Chorus I., Dokulil M. et al. (2011). Restoration responses of 19 lakes: are TP thresholds common? 84-102, In: Chorus I. and Schauser I. (2011) Oligothrophication of Lake Tegel and Schachtensee, Berlin. http://www.uba.de/uba-info-medien-e/4144.html
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Internationales Fisch-Fachsymposium in Mondsee, SYMCORE 2011

Von 26. bis 30. September fand das 11. internationale Symposium über die Biologie und das Management von Coregonen, zu denen die Reinanken oder Felchen der Voralpenseen gehören, im Veranstaltungszentrum Schloss Mondsee statt. Etwa 120 internationale Expert(inn)en aus der Grundlagenforschung wie auch aus der Fischzucht und Aquakultur präsentierten ihre Vorträge und Poster.
Coregonen sind exzellente Speisefische aus der Verwandtschaft von Lachs und Forelle und werden vor allem wegen ihres milden Geschmacks und feinen Fleisches bei Feinschmeckern geschätzt. In Österreich ist die Reinanke oder Renke in der Salzkammergutregion und Kärnten bekannt und begehrt. Die Fischerei ist in diesen Regionen als wichtiger Aspekt im Regionalmanagement aber auch im Tourismus verankert. Coregonen geben den Wissenschaftern aber noch so manche Rätsel auf: Fragen zum Wechselspiel zwischen genetischen Grundlagen und äußerem Erscheinungsbild, der Entwicklungsbiologie, der Verbreitung oder zum Verhalten. Die Spezialist(innen) treffen einander alle drei Jahre – diesmal in Mondsee. Die Veranstaltung wurde vom Fischökologen des ÖAW-Instituts für Limnologie in Mondsee, Josef Wanzenböck, organisiert. Trotz schwierigster Arbeitsbedingungen durch den Umbau des Forschungsinstituts in Mondsee seit mittlerweile mehr als 3 Jahren, sahen die Wissenschafter(innen) Ende 2010 ihre Forschungsaktivitäten mit einer exzellenten Evaluation durch internationale Experten bestätigt. Durch die Organisation des Coregonen-Symposiums in Mondsee kann das ÖAW-Institut für Limnologie ein weiteres Highlight für sich verbuchen.
Der internationale Fachkongress fand bereits in Finnland, Deutschland, Polen und Kanada statt. Diesmal fiel die Wahl des Veranstaltungsortes auf Österreich. In der letzten Septemberwoche trafen sich 120 renommierte Wissenschafter(innen) im Festsaal des Schlosses Mondsee. Vorträge und Poster zur Biologie, Populationsdynamik, Ökologie, Genetik aber auch zum Fischereimanagement, zum Schutz, der Aquakultur und dem Verhalten wurden präsentiert. Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, den Österreichischen Bundesforsten, dem Land Oberösterreich und der Gemeinde Mondsee finanziell unterstützt.
Teilnehmerbericht Univ. of South Bohemia V. Svinger
Teilnehmerbericht US Fish & Wildlife Service C. Bronte
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PETITION "BEDROHUNG DES FORSCHUNGSSTANDORTES ÖSTERREICH"
Die am 4. November 2011 unterzeichnete Leistungsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bedingt eine faktische Kürzung des Budgets der größten und bedeutendsten außeruniversitären Forschungseinrichtung unseres Landes. Infolge der entstehenden Finanzierungslücke von ca. 10–16 Mio. Euro jährlich bei einem Gesamtbudget von 74 Mio. Euro per annum drohen die Abgabe bzw. Schließung international anerkannter und nachweislich exzellenter Forschungseinrichtungen. Laut Aussage des Finanzdirektors der ÖAW bedeutet dies den Verlust von mindestens 300 eigenfinanzierten Vollzeitstellen der ÖAW im Zeitraum 2012–14 durch Abgabe und Schließung von Einrichtungen.
Bedroht sind allerdings möglicherweise bis zu 300 der derzeit 789 eigenfinanzierten Vollzeitäquivalente in den Forschungseinrichtungen bzw. 905 in der ÖAW insgesamt. Ein derart drastischer Personalabbau ist beispiellos in der Geschichte der 2. Republik. Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Situation kann als Begründung dafür nicht ausreichen. In keinem anderen Bereich sind vergleichbare Kürzungen vorgesehen. Da die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter/innen selbst Drittmittelprojekte in der Höhe von ca. 22 Mio. Euro akquiriert haben, sind negative Multiplikatoreffekte zu erwarten. Mit der Entlassung der Projektleiter/innen müssen deren Projekte eingestellt, die Projektmitarbeiter/innen gekündigt werden. Dies ist die nachhaltige Zerstörung von Wissen und Infrastruktur. Exzellenz und internationale Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Forschung sind in Gefahr.
Grundlagenforschung ist ein wesentlicher Beitrag zum materiellen und ideellen Reichtum und Potenzial einer Gesellschaft. Die geplanten Maßnahmen stellen daher einen unermesslichen Schaden für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich dar.
Begründung: Die Unterzeichneten appellieren an die politisch Verantwortlichen, die zahlreichen Deklarationen umzusetzen, in denen Forschung als der wichtigste Zukunftsfaktor unseres Landes bezeichnet wird, sowie für die langfristige Absicherung und den Ausbau der Forschung zu sorgen. Wir wenden uns an die Medien und Öffentlichkeit, um Aufmerksamkeit für die dramatischen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Folgen zu wecken und die drohende Zerstörung der ÖAW und damit des Wissenschaftsstandortes Österreich zu verhindern.“
Bitte unterschreiben Sie unsere Petition!
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Neueröffnung der Ausstellung "Grenzgenial, Grenzen erforschen - Horizont erweitern" am 10. November 2011 in Klagenfurt, Kärnten
Von 10. November bis 15. Dezember 2011 lädt das Science Center Netzwerk wieder zur Ausstellung "Grenzgenial" diesmal nach Klagenfurt ein.
Zum dritten Mal mit dabei ist die hands-on Station "Aliens unter uns", die das Institut für Limnologie entwickelt hat.
In der Station „Aliens fischen“ werden Informationen
• zur Erläuterung von Grenzen von Lebensräumen
• zur Diskussion von Problemen rund um das Thema Globalisierung
• zum Kennenlernen bekannter und seltener Tierarten
• zur Diskussion von Auswirkungen auf andere Lebewesen, wenn „neue“,
exotische Tiere oder Pflanzen ausgesetzt werden
vermittelt.
31.10.2011
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Moser, M. & Weisse, T.(2011). The most acidified Austrian lake in comparison to a neutralized mining lake. Limnologica 41, 303– 315.
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Veranstaltung zur Zukunft des Wassers am 1. FORUM WASSER in Wieselburg, NÖ
Am 21. Oktober 2011 fand ein Pressegespräch mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema "Forum Wasser" statt. In dieser Veranstaltung, die die erste einer Reihe sein soll, wurde über die Rolle des Naturelements Wasser im Nahrungskreislauf und
seine Nutzung aus dem Blickwinkel der regionalen Forschung diskutiert. Auch die Bedeutung
des Wassers für das Land und seine Regionen sowie neue und zukunftsweisende Wege der nachhaltigen
Sicherung dieses wertvollen Lebensraums wurden thematisiert.
An der Podiumsdiskussion nahmen folgende Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft teil:
Thomas Weisse (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Mondsee)
Wolfgang Zerobin (Wasserversorgung der Stadt Wien)
Bernhard Paulweber (Salzburger Landeskliniken)
Ingrid Kiefer (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)
Hannes Hager (Fischzüchter in Lunz)
Martin Kainz (WasserCluster Lunz)
Artikel in NOE ORF.at
Fernsehbeitrag "Wassercluster Lunz" zur Veranstaltung
27.10.2011
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Mitarbeiterin des Instituts für Limnologie erhielt eines der begehrten Stipendien für den 18. Österreichischen Fundraising Kongress und die anschließende Masterclass

Spender motivieren, involvieren: BEGEISTERN! hieß das Motto des 18. Österreichischen Fundraising Kongresses von 10. - 11. Oktober 2011 im Europahaus in Wien. Über 200 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken, Weiterbilden und Diskutieren. Im Anschluss an die Tagung konnten drei Masterclasses besucht werden, die von Fundraising ExpertInnen geleitet wurden.
Mehr Infos auch auf facebook. Foto: StipendiatInnen und Sponsoren am Kongress, Fundraising Verband Austria

14.10.2011
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Sommerpraktikum am See - Schüler arbeiten am Institut für Limnologie in Mondsee
Erstmals hatten SchülerInnen im Sommer 2011 die Möglichkeit ein finanziertes Sommerpraktikum am Institut für Limnologie in Mondsee zu absolvieren. Die Praktika wurden im Rahmen der Förderschiene "Talente" der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt. SchülerInnen und Schüler aus Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich nahmen das Angebot wahr und konnten bei laufenden Forschungsprojekten in den Niederen Tauern, am Mondsee bei der Probennahme im Freiland und bei der Probenbearbeitung im Labor mitarbeiten. In den Sommermonaten nutzen auch StudentInnen der Universitäten Salzburg und Wien immer wieder die Möglichkeit praktische Erfahrung im Forschungsbereich der Limnologie durch ein Praktikum am Institut in Mondsee zu erhalten.
    
Oben: Die FFG-PraktikantInnen Anna Käferböck aus Linz (links), Daria Vigl aus Salzburg (Mitte), Robert Schwarz aus Mondsee (rechts) und Florian Milanovich aus Mistelbach (ganz rechts). Unten: Die Wiener Biologiestudentin Irene Riedl.
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Erfolgreicher Abschluss der beiden internationalen Workshops "mutagenization on the toxigenic cyanobacterium Planktothrix" am Institut für Limnologie in Mondsee
Zwischen 11. und 22. Juli 2011 fanden zwei alternative Workshops für internationale TeilnehmerInnen zum Fachbereich Mutagenisation der toxischen Blaualge Planktothrix (Cyanobacteria) statt, die von der Forschungsgruppe um Rainer Kurmayer und Guntram Christiansen organisiert und abgehalten wurden. Bei Planktothrix handelt es sich um eine häufige Süsswasser-Blaualgengattung, die unter bestimmten Umständen Blaualgengifte produziert. Im Rahmen der Workshops wurde ein Kurs für Einsteiger und einer für Fortgeschrittene organisiert. Elf TeilnehmerInnen aus acht Ländern wurden in speziellen DNA-Präparationstechniken und Elektrophorese trainiert. Die TeilnehmerInnen waren vom Angebot begeistert und bestätigten die Veranstalter durch ihre durchwegs positiven Rückmeldungen zur Qualität der Workshops. Unten ein Gruppenfoto der ersten Gruppe gemeinsam mit den Veranstaltern und Fotos aus dem anwendungsorienten Workshopprogramm.
  
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Pearson, E.J., Juggins, S., Talbot, H.M., Weckström, J., Rosén, P., Ryves, D.B., Roberts, S.J., Schmidt, R. (2011). A lacustrine GDGT-temperature calibration from the Scandinavian Arctic to Antarctic: renewed potential for the application of DGT-paleothermometry in lakes. Geochimica et
Cosmochimica Acta. DOI: 10.1016/j.gca.2011.07.042.
Schmidt, R; Weckström, K; Lauterbach, S; Tessadri, R; Huber, K (2011). North Atlantic climate impact on early late-glacial climate oscillations in the south-eastern Alps inferred from a multi-proxy lake sediment record. Journal of Quaternary Science DOI: 10.1002/jqs. 1505.
Jersabek C., Weithoff G., and Weisse T. (2011). Cephalodella acidophila n. sp. (Monogononta: Notommatidae),
a new rotifer species from highly acidic mining lakes.
Zootaxa 2939: 50–58.
Lauterbach S., Brauer A., Andersen N., Danielopol D.L., Dulski P., Hüls M., Milecka K., Namiotko T., Obremska M., von Grafenstein U. & DECLAKES participants (2011) Environmental responses to Lateglacial climatic fluctuations recorded in the sediments of pre-Alpine Lake Mondsee (northeastern Alps). Journal of Quaternary Science 26(3), 253-267.
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Algengifte akkumulieren in Fischen
Wasserverschmutzung: Der Verzehr Fischen aus veralgten Seen kann giftig sein

GIFTIGER SNACK: Diese kleinen Fische (Rastrineobola argentea) aus veralgten Seen in Uganda
beinhalten wahrscheinlich bedenkliche Mengen an Microcystingiften. Foto: Andrew Harvey aus C&EN
englischer Artikel mit Kommentar von R. Kurmayer in Chemical & Engineering News, 89(26), June 27, 2011
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Aliens unter uns
Von 1. Mai bis 20. Oktober 2011 lädt das Science Center Netzwerk wieder zur Ausstellung "Grenzgenial" diesmal ins Vivarium in den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen in die Steiermark ein. Wieder mit dabei ist die hands-on Station "Aliens unter uns", die das Institut für Limnologie entwickelt hat.
Details zur Ausstellung
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Erfolgreicher Abschluss der Kooperation mit Schülern der HLFS Ursprung

von links nach rechts: Martina Hochwartner, Lisa Schindlegger, Anton Gimpl, Astrid Harjung (die Studentin der Universität für Bodenkultur unterstützte die SchülerInnen bei der Freilandarbeit im Sommer), Bianca Rossmann
Zwei Diplomarbeiten resultierten aus der Kooperation von 4 SchülerInnen der HLFS Ursprung mit dem Institut für Limnologie. Am 31.5.2011 fanden die Abschlusspräsentationen der Diplomarbeiten im Festsaal der Schule statt. Die vier SchülerInnen hatten seit Frühjahr 2010 an den Giglachseen in den Niederen Tauern gearbeitet und dort das Plankton und das Benthos in Hinblick auf eine mögliche Veränderung durch den Klimawandel analysiert. Die Giglachseen waren im Zuge eines Forschungsprojekts, gemeinsam mit 44 anderen Seen der Niederen Tauern, vor 10 Jahren von Mitarbeitern des Instituts untersucht worden. Im Rahmen des Projekts DETECTIVE (DEcadal deTECTion of biodIVErsity in Alpine lakes) werden, neben den Giglachseen, vier weitere, ausgewählte Seen neuerlich beprobt und die erhaltenen Daten mit jenen vor zehn Jahren verglichen. Veränderungen innerhalb der Artenzusammensetzung, die in der letzten Dekade aufgetreten sind, können analysiert werden und Aufschluss über einen möglichen Einfluss des Klimawandels geben. Weiters kommen moderne und sensitive, molekulare Sequenzierungsmethoden zum Einsatz, um mögliche Veränderungen in der Biodiversität nicht nur auf Artniveau, sondern auch zwischen visuell nicht unterscheidbaren Unterarten aufzuzeigen. Die Arbeit der SchülerInnen wurde schon im September 2010 in einem ORF-Beitrag in "Salzburg heute" mit dem Titel "Klimawandel" präsentiert. Die Betreuung der Benthosgruppe erfolgte durch Dr. Maria Leichtfried und jene der Planktongruppe durch Dr. Rainer Kurmayer.
Die erfolgreiche Kooperation mit der HLFS Ursprung fand bereits zum zweiten Mal statt. Im Jahr 2009 entwickelten SchülerInnen im Projekt "Cyanobakterien - Dünger aus der Luft" eine Methode zur direkten Umwandlung von Luftstickstoff mittels Blaualgen (Cyanobakterien) in einen preisgünstigen und wertvollen Stickstoffdünger.
Diplomarbeit: Hochwartner, M. & Rossmann, B. (2011): Limnologische Untersuchungen von hochalpinen, aquatischen Ökosystemen im Giglachseengebiet - Niedere Tauern, pp. 123.
Diplomarbeit: Gimpl, A. & Schindlegger, L. (2011): Die Mikrofauna und Mikroflora der Giglachseen als Indikatoren für das Verschwinden oder das Neuauftreten von den Arten, die anthropogenen Einflüsse und den Klimawandel , pp. 148.
Presseartikel Salzburger Fenster, 30.6.2011
1.6.2011
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Personalia: Dr. Bettina Sonntag von der Universität Innsbruck, leitet seit 1. Juni 2011 eine neue Arbeitsgruppe am Institut für Limnologie in Mondsee. Ihr Forschungsbereich ist die Anpassung von aquatischen Einzellern auf Ultraviolette Strahlung (UV). Sie interessiert sich dabei besonders für jene Mechanismen, mit denen Einzeller durch UV-Strahlung entstandene Schäden wieder reparieren können.
31.5.2011
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Workshop „Forschung hautnah“ - Girls Day 2011 am Institut für Limnologie:
   
Die beiden Salzburger Schülerinnen Magdalena Wallner und Lisa Gregor aus Mondsee und St. Lorenz bekamen am 28. April 2011 einen Einblick in die Forschungstätigkeit und die Arbeitsbereiche der MitarbeiterInnen des Instituts für Limnologie in Mondsee. Im Rahmen des Workshopstages „Forschung hautnah“ erlebten die beiden Mädchen eine Probennahme am Mondsee, und konnten bei der Weiterbearbeitung der Proben gleich selbst Hand anlegen. Im Labor wurden die Planktonorganismen im Mikroskop bestimmt und die erhobenen Daten beurteilt. Die Schülerinnen erfuhren, dass manche Algen Gifte herstellen können und wie man dies aus dem genetischen Material erkennen kann. Außerdem wurden Laborgeräte erklärt und die Mädchen stellten selbst Präparate im Labor her. Das Interesse und die Begeisterung der beiden naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen war für alle Mitarbeiter sehr motivierend.
29.4.2011
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Erfolg 2011:
Wir gratulieren den beiden "jüngsten" Absolventen unseres Instituts zum erfolgreichen Studienabschluss an der Universität Salzburg:
Dr. Barbara Pamminger Lahnsteiner: Identification and characterization of indigenous whitefish species and extent of potential hybridization with a Baltic species
(Betreuung Univ. Doz. J. Wanzenböck)

und Dr. Michael Moser: Ecophysiological adaptations of freshwater protists to extremely acidic conditions (Betreuung Prof. T. Weisse)
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Babanazarova O. V., Kurmayer R., Sidelev S. I., Aleksandrina E. M., and Sakharova E .G. (2011) Phytoplankton structure and microcystine concentration in the highly eutrophic Nero Lake . Water Resources; 39(2):229-236.
Luoto T.P. & Nevalainen L. (2011). Inferring reference conditions of hypolimnetic oxygen from fossil midge assemblages – a case study from deteriorated Lake Mallusjärvi in the cultural landscape of Mallusjoki, southern Finland. Water, Air, & Soil Pollution 217, 663-675.
Stelzer, C.P., Riss, S., Stadler, P. (2011) Genome size evolution at the speciation level: The cryptic species complex Brachionus plicatilis (Rotifera) BMC Evolutionary Biology 11: 90.
Scheuerl, T., Riss, S., Stelzer, C.P. (2011). Phenotypic effects of an allele causing obligate parthenogenesis in a rotifer. Journal of Heredity.
Stelzer, C.P. (2011). A first assessment of genome size diversity in Monogonont rotifers. Hydrobiologia 662: 77–82.
Stelzer, C.P. (2011). The cost of sex and competition between cyclical and obligate parthenogenetic rotifers. American Naturalist 177(2): E43-E53.
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Announcement of a mutagenisation workshop on the toxigenic cyanobacterium Planktothrix in Mondsee
The Institute for Limnology, Austrian Academy of Sciences, is organizing two alternative mutagenisation workshop courses on the toxigenic cyanobacterium Planktothrix, which is one of the more abundant harmful algal species in freshwater. The courses will take place from the 11-15 July and 21-22 July 2011 at the Technology Center in Mondsee, Austria. The 5-days course is thought for participants with little experience in molecular biology. The 2-days course will deal exclusively with the Planktothrix mutagenesis protocol and is meant for experienced molecular biologists who are skilled in DNA construct preparation.
Please send your filled application form including your research field and your previous experience in molecular biological techniques to planktothrix@gmail.com . Deadline for registration is 15 April 2011. The order of application as well as the level of expertise in molecular biological techniques will decide on the approval of the application. All applicants will be informed on the decision of their participation at 29 April 2011.
Find more details and the application form here
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Feierliche Eröffnung der neuen Infrastruktur für das LWE-Ausbildungsprogramm an der Egerton Universität in Kenia

Von links nach rechts: Prof. J.M. Mathooko (Dep. Vice chancellor for research and extension, Egerton University),
Mag. G. Findl (ADA), H. Docter MSc (NL Botschaft Kenya), Mag. M. Radosztics (A Botschaft Kenya)
Seit mehr als 35 Jahren organisiert das Institut für Limnologie der ÖAW ein internationales Ausbildungsprogramm für Wissenschafter und Manager im Gewässerbereich. Dieses Programm konnte Ende der 1990er Jahre in ein Masterprogramm "Limnology and Wetland Ecosystems" (LWE) umgewandelt werden. Das ÖAW-Institut für Limnologie bot seither -in Kooperation mit dem UNESCO-IHE in Delft, NL- ein 18-monatiges Sandwichprogramm für Teilnehmer aus aller Welt an. Da ein Großteil der Teilnehmer des erfolgreichen Programms aus afrikanischen Staaten stammte, wurde die Integration der Egerton University, Kenia, als vollwertiger Partner im Jahr 2010 beschlossen. In einem eigenen 4-Monats-Modulteil in Kenia können seither im Ausbildungsprogramm, neben den Grundlagen der Limnologie und Wasserqualität sowie dem Gewässermanagement in Österreich und den Niederlanden, auch in den Tropen aktuelle und dringliche Themen im Gewässerbereich vor Ort behandelt werden. Am 10. Februar 2011 trafen sich Vertreter der drei Kooperationspartner, der österreichischen und niederländischen Botschaften in Kenia sowie viele geladene Gäste und eröffneten die dafür geschaffene Infrastruktur an der Egerton Universität.
Die Labors samt Einrichtung, Studentenwohnmöglichkeiten und ein Bus wurden gemeinsam vom Niederländischen Außenministerium (DGIS) und der Austrian Development Agency (ADA) finanziert und in Anwesenheit von offiziellen Vertretern dieser Institutionen feierlich übergeben.
Details zur Eröffnung
Details zum Programm
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Hahn, M.W., Lang, E., Tarao, M., and Brandt, U. (2011). Polynucleobacter rarus sp. nov., a free-living planktonic bacterium isolated from an acidic lake . Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 61: 781-787. PDF
Hahn, M.W., Lang, E., Brandt, U., and Spröer, C. (2011). Polynucleobacter acidiphobus sp. nov., a representative of an abundant group of planktonic freshwater bacteria. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 61: 788-794. PDF Suppl.Mat.
Jezbera, J., Jezberová, J., Brandt, U., and Hahn, M.W. (2011). Ubiquity of Polynucleobacter necessarius subspecies asymbioticus results from ecological diversification. Environ. Microbiol. 13: 922–931. PDF
Kurmayer R., Schober E., Tonk L., Visser P., and Christiansen G. (2011) Spatial divergence in the proportions of genes encoding toxic peptide synthesis among populations of the cyanobacterium Planktothrix in European lakes. FEMS Microbiol Letters 317:127-137. PDF
Moser, M. & Weisse, T. (2011c). The most acidified Austrian lake in comparison to a neutralized mining lake. Limnologica doi:10.1016/j.limno.2011.01.002
Moser, M. & Weisse, T. (2011b). Combined stress effect of pH and temperature narrows the niche width of flagellates in acid mining lakes. J. Plankton Res. doi:10.1093/plankt/fbr014.
Moser, M. & Weisse, T. (2011a). The outcome of competition between the two chrysomonads Ochromonas sp. and Poterioochromonas malhamensis depends on pH. Eur. J. Protistol. doi:10.1016/j.ejop.2011.01.001.
Nevalainen, L.; Sarmaja-Korjonen, K.; Luoto, T.P., Kultti, S. (2011). Does oxygen availability regulate sexual reproduction in local populations of the littoral cladoceran Alonella nana? Hydrobiologia 661(1): 463-468. DOI: 10.1007/s10750-010-0531-1
Stelzer, C.P., Riss, S., Stadler, P. (2011) Genome size evolution at the speciation level: The cryptic species complex Brachionus plicatilis (Rotifera) BMC Evolutionary Biology 11: 90. PDF
Kurmayer, R. (2011) The toxic cyanobacterium Nostoc strain 152 produces highest amounts of microcystin and nostophycin under stress conditions. Journal of Phycology 47:200-207.
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Girls' day 2011- Gewässerforschung am Mondsee
Beim Girls’ Day 2011 am 28. April können 5 Mädchen der 7. Klasse AHS "Forschung hautnah" am Institut für Limnologie erleben.
Du interessierst dich für Umwelt, Wasser und Natur: Hier kannst du selbst bei der Probennahme am Mondsee mitmachen und lernen, wie die Wasserproben anschließend im Labor analysiert werden. Du bekommst einen Einblick in den spannenden Forschungsalltag und hast die Möglichkeit ForscherInnen und Labor- sowie technische MitarbeiterInnen "über die Schulter zu schauen" und Näheres über ihre Arbeit zu erfahren.
Anmeldefrist ist der 25. März 2011
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/ new articles published (staff members in bold):
Walpola, H.; Leichtfried, M.; Amarasinghe, M.; Füreder, L. (2011): Leaf litter decomposition of three riparian tree species
and associated macroinvertebrates of Eswathu Oya,
a low order tropical stream in Sri Lanka. Internat. Rev. Hydrobiol. 96(1): 90-104.
Stelzer, C.P. (2011). A first assessment of genome size diversity in Monogonont rotifers. Hydrobiologia 662: 77–82.
Stelzer, C.P. (2011). The cost of sex and competition between cyclical and obligate parthenogenetic rotifers. American Naturalist 177 (2).
Bruvo, R., Adolfsson, S., Symonova, R., Lamatsch, D.K., Schön, I., Jokela, J., Butlin, R.K., Müller, S. (2011): Few parasites, and no evidence for Wolbachia infections in a freshwater ostracod inhabiting temporary ponds. Biological Journal of the Linnean Society 102: 208–216.
Winkler, K., Pamminger-Lahnsteiner, B., Wanzenböck, J., Weiss, S. (2011) Hybridization and restricted gene flow between native and introduced stocks of Alpine whitefish (Coregonus sp.) across multiple environments. Molecular Ecology 20: 456-472.
Nevalainen L. (2010) Evaluation of microcrustacean (Cladocera, Chydoridae) biodiversity based on sweep net and surface sediment samples. Ecoscience 17, 356-364.
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Gedanken zum Tag des Wassers, 22.3.2011
Wenn WissenschafterInnen könnten würden sie..
.. alle fast sieben Milliarden Menschen auf der Erde ausreichend mit Wasser versorgen..
.. die rund 70% des gesamten Wasserbedarf für die Landwirtschaft sicherstellen um den Hunger zu bekämpfen..
..die immer größer werdende Schere zwischen Armen und Reichen, die durch Klimawandel zu erhöhter Wasserknappheit führt, entschärfen..
.. durch Abmilderung von Starkregen dramatische Hochwässer und Vermurungen vermeiden..
..nicht nur für sauberes Trinkwasser in allen Entwicklungsländern sorgen, sondern auch ausreichende Sanitärversorgung schaffen..
..die Menschen überzeugen, wie sie Wege finden um die Nutzung des Grundwassers vernünftig zu regeln..
..noch mehr Zeit in die Erforschung von Gewässern investieren um die Grundlagen für intakte Gewässerökosysteme und damit erfolgreichen Gewässerschutz zu liefern.

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Job opportunity: Research scientist (Postdoc)
who will perform integrative research on Ecology & Evolution of Aquatic Protists at the Institute for Limnology in Mondsee, Austria. In particular, applications are invited that integrate experimental and theoretical approaches on the biodiversity of aquatic protists with respect to the ongoing climate change scenario.
The position is full-time; initial appointment is for up to 3 years. The successful candidate will be expected to maintain a partially extramurally funded research program and to participate in supervising of graduate students. He/she should be able to link his/her work with working groups at the institute dealing with modern limnology and evolutionary ecology, including molecular genetic techniques (see www.oeaw.ac.at/limno/).
The successful candidate will have an outstanding research and publication record in theoretical or experimental aquatic ecology, evolutionary biology, or taxonomy. Sound English language skills are essential; German language skills are no prerequisite, but at least some basic skills should be acquired in a reasonable time. The initial salary level is within 41,000 to 50,000 € per annum.
Submit your application with a full CV, list of publications, short statement of research interests and, optionally, names of three referees to Institute for Limnology of the Austrian Academy of Sciences, Mondseestr. 9, A-5310 Mondsee, or electronically to thomas.weisse@oeaw.ac.at. Closing date: 30 Jan 2011.
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Der See im Hochwinter – kalte Kinderstube
  
Eier von Reinanken/künstliche Erbrütung/erwachsene Reinanke, Fotos: ÖAW/Limno Mondsee
Die Vorstellung, dass im Winter alles Leben in den Seen ruht ist falsch
In den Seen des Salzkammergutes leben Fischarten, die ihre Fortpflanzungsaktivitäten genau in diese Jahreszeit gelegt haben. Die Reinanke ist ein mit den Forellen verwandter, planktonfressender Fisch der Freiwasserzone und laicht zwischen Dezember und Februar in den flacheren Uferbereichen oder Zuläufen der Seen ab. Ein Weibchen kann dabei bis zu 50 000 Eier produzieren, die sofort von den Männchen befruchtet werden. Gleich nach dem Ablaichen sind die einzelnen Eier von einer klebrigen Schicht überzogen was den Vorteil hat, dass sie beim Absinken zwischen Kieseln haften und nicht verdriftet werden. Durch die ständige Überströmung der Eier mit sauerstoffreichem Wasser wird die Entwicklung der Embryonen in den durchsichtigen Eihüllen ermöglicht. Die Jungfische schlüpfen bei entsprechender Witterung zwischen Februar und Mai.
Die Reinanke ist ein beliebter Speisefisch und darf während der Laichzeit nur in Ausnahmefällen zur künstlichen Laichgewinnung gefangen werden.
Um den Reinankenbestand in den Salzkammergutseen für die Fischerei zu stärken, wurden schon seit vielen Jahren Jungfische aus dem baltischen Raum in die meisten Seen eingesetzt. Wie weit es dabei zur Vermischung der Coregonenarten gekommen ist und ob sich die ursprünglichen Reinankenarten in der Region überhaupt erhalten konnte, war die Fragestellung eines Forschungsprojektes am Institut für Limnologie der ÖAW. Die Erhaltung der heimischen Ursprungsarten stellt einen wichtigen Aspekt im aktiven Naturschutz dar.
Fischökologie, Josef Wanzenböck
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2010 |
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Aktuelle Langzeitforschung des Instituts für Limnologie in den Niederen Tauern im ORF
 
Der ORF hat am 30.9.2010 um 19:00 Uhr in der Sendung "Salzburg heute" mit dem Beitrag KLIMAWANDEL über das Projekt DETECTIVE berichtet. Nach zehn Jahren werden fünf Seen in den Niederen Tauern erneut untersucht um Rückschlüsse auf Veränderungen durch den Klimawandel ziehen zu können. Dabei sind fünf SchülerInnen der HLFS Ursprung (Salzburg) mit ihren Maturaarbeiten eingebunden.
Details zum Projekt sind hier abrufbar.
PR Limnologie, 4.10.2010
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben)/new articles published (staff members in bold):
Findenig B.M., Chatzinotas A., Boenigk J. (2010) Taxonomic and ecological characterization of stomatocysts of Spumella-like flagellates (Chrysophyceae). J Phycol 46: 868–881.
Jost S., Medinger R., Boenigk J. (2010) Cultivation independent species identification of Dinobryon sp. (Chrysophyceae) by means of multiplex single cell PCR (MSC-PCR). J Phycol 46: 901–906.
Lamatsch D.K. , Stöck M., Fuchs R., Döbler M.,Wacker R., Parzefall J., Schlupp I., Schartl M. (2010): Morphology, testes development and behaviour of unusual triploid males in microchromosome-carrying clones of Poecilia formosa. Journal of Fish Biology 77: 1459–1487.
Jost S (2010): “Molecular tools for protist species discrimination and biodiversity assessment”, PhD thesis, University Innsbruck, 123 pages (supervision: Boenigk, J.)
Laufenstein N (2010): Lebenszyklus einer acidophilen Cephalodella-Art in Abhängigkeit von verschiedenen Futterkonzentrationen, pH-Werten und Temperaturen. Masters thesis, Univ. of Salzburg, 83 pp. (Supervision: Weisse, T.)
Bode SNS, Adolfsson S, Lamatsch DK, Martins MJF, Schmit O, Vandekerkhove J, Mezquita F, Namiotko T, Rossetti G, Schön I, Butlin RK, Martens K (2010) Evaluation of elevated ploidy and asexual reproduction as alternative explanations for geographic parthenogenesis in Eucypris virens. Evolution. 64: 986-997.
Nevalainen L, Luoto TP (2010). Implications for the use of sedimentary invertebrate communities to infer past presence of fish.
Knowledge and Management of Aquatic Ecosystems, 396 (05), 1-13.
Okello W, Ostermaier V, Portmann C, Gademann K, Kurmayer R (2010) Spatial isolation favours the divergence in microcystin net production by Microcystis in Ugandan freshwater lakes. Water Research, (44: 2803-2814).
Stelzer CP (2010). A first assessment of genome size diversity in Monogonont rotifers, Hydrobiologia,
doi:10.1007/s10750-010-0487-1.
Stelzer CP, Schmidt J, Wiedlroither A, Riss S (2010) Loss of Sexual Reproduction and Dwarfing in a Small Metazoan. PLoS ONE 5(9): e12854. doi:10.1371/journal.pone.0012854.
Lotter AF, Pienitz R, Schmidt R (2010): Diatoms as indicators of environmental change in subarctic and alpine regions, 231-248. In: Smol, JP and Eugene F. Stoermer (eds): The Diatoms: Application for the Environmental and Earth Sciences. Second Edition. Cambridge University Press, 2010, ISBN 978-0-521-50996-1, 667 pp.
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben):
Adolfsson, S., Michalakis Y., Paczesniak, D., Bode, S.N.S., Butlin, R.K., Lamatsch, D.K., Martins, M.J.F., Schmit, O., Vandekerkhove, J., Jokela, J. (2010): What is driving geographic parthenogenesis, elevated ploidy or asexual reproduction? Test of alternative explanations in independently derived lineages of European ostracod Eucypris virens. Evolution. 64: 986-997.
Huber, K., Weckström, K., Drescher-Schneider, R., Knoll, J., Schmidt, J., Schmidt, R. (2010). Climate changes during the last glacial termination inferred from diatom-based temperatures and pollen in a sediment core from Längsee (Austria). J. Paleolimnol. 43: 131-147.
Medinger, R., Nolte, V., Pandey, R.V., Jost, S., Ottenwälder, B., Schlötterer, C., Boenigk, J. (2010): Diversity in a hidden world: potential and limitation of next generation sequencing for surveys of molecular diversity of Eukaryotic microorganisms. Mol Ecol. 19: 32-40.
Nolte, V., Pandey, R.V., Jost, S., Medinger, R., Ottenwalder, B., Boenigk, J., Schlötterer, C. (2010). Contrasting seasonal niche separation between rare and abundant taxa conceals the extent of protist diversity. Mol Ecol. 19: 2908-2915.
Okello, W., Portmann, C., Erhard, M., Gademann, K., Kurmayer, R. (2010) Occurrence of microcystin-producing cyanobacteria in Ugandan freshwater habitats. Environ. Tox. 25: 367-380.
Sandberger, L., Feldhaar, H., Lampert, K.P., Lamatsch, D.K., Rodel, M.O. (2010) Small, specialised and highly mobile? The tree-hole breeding frog, Phrynobatrachus guineensis, lacks fine-scale population structure. African Journal of Herpetology. 59: 79-94.
Stöck, M., Ustinova, J., Lamatsch, D.K., Schartl, M., Perrin, N., Moritz, C. (2010): A vertebrate reproductive system involving three ploidy levels: Hybrid origin of triploids in a contact zone of diploid and tetraploid Palearctic green toads (Bufo viridis subgroup). Evolution. 64: 944-959.
Weithoff, G., Moser, M., Kamjunke, N., Gaedke, U., and Weisse, T. (2010): Lake morphometry and wind exposure may shape the plankton community structure in acidic mining lakes. Limnologica 40: 161-166.
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Ausstellung vom 7. 10. 2010 - 12. 11. 2010 in Graz, Steiermark
"Grenzgenial, Grenzen erforschen - Horizonte erweitern" und
erleben, wie Wissenschaften und Technik an Grenzen arbeiten, diese
erforschen und ausweiten
Die Station "Aliens fischen" wurde vom Institut für Limnologie entwickelt und bereits bei der Langen Nacht der Forschung 2009 in Wien erfolgreich präsentiert. Als Aliens werden hier aber nicht Außerirdische, sondern Tiere und Pflanzen bezeichnet, die aktiv oder passiv in für sie artfremde Lebensräume gelangt sind und dort heimische Organismen gefährden.
Ausstellungsadresse:
Wiener Städtische Versicherung, Landesdirektion Steiermark
Brockmanngasse 32
8010 Graz
PR Limnologie, 21.9.2010
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Das Forschungsprojekt RADICAL (Risk Analysis of Direct and Indirect Climate effects on deep Austrian Lake Ecosystems) des ÖAW-Instituts für Limnologie in Mondsee untersucht die möglichen Auswirkungen von Klimaveränderungen in den großen, österreichischen Voralpenseen. Dabei wird der Schwerpunkt auf das, durch den Klimawandel zu erwartende, verstärkte Wachstum von toxischen Blaualgen (Cyanobakterien) und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Plankton- und Fischpopulationen erforscht.
Am 11. Österreichischen Klimatag, der von 11. - 12. März 2010 von der Klimaforschungsinitiative AustroClim an der Universität für Bodenkultur veranstaltet wurde, präsentierte der Fischökologe Josef Wanzenböck vom ÖAW-Institut für Limnologie das Forschungsprojekt RADICAL. Dieses Klimafolgenforschungsprojekt wurde im Rahmen der Ausschreibung des Austrian Climate Research Programme (ACRP) bewilligt und wird vom Österreichischen Klima- und Energiefonds finanziert.
Projektdetails

Projektleitung und Kontakt:
Univ.Doz.Dr. Josef Wanzenböck
PR Limnologie Mondsee, 16.03.2010
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Forschungsprojekt: DETECTIVE (DEcadal deTECTion of biodIVErsity in Alpine lakes)
Global warming threatens biodiversity in (ultra)-sensitive high Alpine lakes: an assessment of past, present and future scenarios
In Österreich und seinen Nachbarstaaten werden die tiefgreifendsten, ökologischen Konsequenzen der globalen Erwärmung in den alpinen Ökosystemen, und dort im Besonderen an ökologischen Übergangszonen (= Ökotonen) wie der Baumgrenze, erwartet. Im vorliegenden Forschungsprojekt kann auf eine einzigartige Datenbank, welche vor zehn Jahren an 45 österreichischen Bergseen der Niederen Tauern Region (1500 – 2300 m SH) erstellt wurde, zurückgegriffen werden. Fünf Seen, die hinsichtlich ihrer durchschnittlichen Temperatur als (ultra) sensibel zu bezeichnen sind, werden im Zuge dieses Projekts neuerlich beprobt. Durch die Untersuchung der gleichen Indikatororganismen können Veränderungen innerhalb der Artenzusammensetzung, die in der letzten Dekade aufgetreten sind, analysiert werden. Weiters kommen moderne und sensitive, molekulare Sequenzierungsmethoden zum Einsatz, um mögliche Veränderungen in der Biodiversität nicht nur auf Artniveau, sondern auch zwischen visuell nicht unterscheidbaren Unterarten aufzuzeigen.
SchülerInnen der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule (HBLA) Ursprung/Elixhausen (Salzburg) werden im Rahmen dieses Projektes ihre Maturaarbeiten an den Giglachseen (ca. 1900m SH) durchführen. Durch regelmäßige Probennahme, auch bei Extremwettersituationen wie Starkregen- oder Trockenperioden, sollen Daten über einen möglichen Einfluß auf die sensiblen Bewohner dieses Alpensees erhoben werden.
Projektdauer: 3 Jahre
Projektleitung: Doz. Dr. Rainer Kurmayer and Prof. Dr. Thomas Weisse, Institut für Limnologie, ÖAW
Finanzierung: Österreichisches Nationalkomitee für Alpenforschung der ÖAW
Links:
Projektdetails
Österreichisches Nationalkomitee für Alpenforschung
HBLA Ursprung
PR Limnologie Mondsee, 24.02.2010
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"Das Buch »Planet Austria« – ein Querschnitt durch Forschungsprojekte der ÖAW – wurde an Oberstufen verteilt.
Einer Umfrage des Wissenschaftsministeriums (BMWF) zufolge kann der Bedarf an ausgebildeten Erd- und Naturwissenschaftlern in den nächsten Jahren nicht einmal zur Hälfte gedeckt werden. ...
Bildgewaltig und schön gestaltet, ist das Buch auch ein Aushängeschild für die ÖAW. Gedacht ist es vor allem als Unterrichtsbehelf für Oberstufenklassen. „Mit den einzelnen Wissenschaftlern wurden Interviews geführt, was eine Auflockerung des Stoffes bewirken soll“, erläutert Köck. „Die Lehrer bekommen so alle Fragen und Antworten für den Unterricht gleich mitgeliefert.“ Über 700österreichische Schulen bekamen je zwei Exemplare von „Planet Austria“ zugesandt. Außerdem erhielt jeder Oberstufenschüler ein Beilagenheft.
Der Aufwand hat sich gelohnt: Laut einer Umfrage wird „Planet Austria“ von 62Prozent der Schulen im Unterricht verwendet, das entspricht ungefähr 140.000Schülern. Wie 65Prozent der Schüler bestätigten, erfreut sich die ÖAW hoher Bekanntheit. Und nicht zuletzt bekundet fast die Hälfte aller Schüler ein gesteigertes Interesse an den Naturwissenschaften."
(Zitat aus "Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2010)
PR Limnologie, 1.8.2010
PLANET AUSTRIA
 
Fotos: aus "Planet Austria", Lammerhuber
Das Projekt „Clim-Land“ repräsentiert nur eines von 33 ausgewählten Forschungsthemen, die im 400 seitigen Text- und Bildband „Planet Austria“ präsentiert werden. Sämtliche ausgewählte Projekte wurden unter der Schirmherrschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt. Die Herausgeber Günter Köck und Werner E. Piller haben diese Leistungsschau der ÖAW mit Fotos von Lois Lammerhuber zusammengefasst. Als Themenschwerpunkte wurden die Bereiche „Stein, Wasser und Leben“ gewählt. In Interviews erklären 73 WissenschafterInnen ihre Forschung in verständlicher Weise und wollen damit vor allem den Forschernachwuchs ansprechen. Aus diesem Grund erhielten alle allgemeinbildenden und berufsbildenden, höheren Schulen Österreichs Exemplare dieses Buches.
Im Projekt “Clim-Land” untersuchte der Paläolimnologe Roland Schmidt vom Institut für Limnologie in Mondsee (ÖAW) wie sich das Klima im Alpenraum in den letzten 10 000 Jahren entwickelt hat. Eng damit verknüpft ist die, daraus resultierende Almwirtschaft in den Hochlagen, deren Vorläufer bereits vor 5 000 Jahren, also in der Jungsteinzeit, nachgewiesen werden konnten. In den Niederen Tauern wurden Sedimentproben von 45 Alpenseen genommen. Anhand der, in verschieden alten Schichten, gefundenen Kieselalgen-, Pollen und Pflanzenreste konnte Schmidt Rückschlüsse auf die jeweils vorherrschenden Klimabedingungen ziehen. Sein Kollege, der Mikrobiologe Jens Boenigk, verglich Goldalgen und ihre Dauerstadien aus aktuellen Freilandproben mittels molekularbiologischer Methoden mit jenen aus den Sedimentkernen. Die Dauerstadien halfen den Goldalgen schlechte Zeiten zu überstehen und konnte, aufgrund ihrer mineralischen Schutzhülle, im Seesediment überdauern. Um die Bedingungen, die zur Ausbildung von Dauerstadien geführt haben, herauszufinden, wurden Goldalgenarten kultiviert und verschiedenen Licht- und Temperaturbedingungen ausgesetzt. Ihr Vorkommen und wechselnde Dichten dienten als Indikatoren für saisonale Klimaschwankungen. Die Wissenschafter konnten herausfinden, dass es in den letzten 4000 Jahren vier große Wellen der Hochlagennutzung gegeben hat. In der mittleren Bronzezeit, also vor ca. 3 700 Jahren, konnte die erste Intensivierung der Hochlagennutzung nachgewiesen werden. Vor ca. 2 800 Jahren, in der Hallstattzeit erfolgte die zweite Welle, eine dritte folgte in der Römerzeit mit einer besonders warmen Periode. Im Hochmittelalter konnte die bedeutendste Blüte der Almkultur festgestellt werden, die direkt mit unserer rezenten verknüpft ist.
Bezugsquelle:
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
PR Limnologie, 4.8.2009
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben):
Okello W, Portmann C, Erhard M, Gademann K, Kurmayer R (2010): Occurrence of microcystin-producing cyanobacteria in Ugandan freshwater habitats
Environmental Toxicology, 25(4), pp 367-380.
Stöck M, Ustinova J, Lamatsch DK, Schartl M, Perrin N, Moritz C (2010): A vertebrate reproductive system involving three ploidy levels: hybrid origin of triploids in a contact zone of diploid and tetraploid palearctic green toads (Bufo viridis subgroup)* Evolution, 64(4), pp 944-959.
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Neue Publikationen (Mitarbeiter hervorgehoben):
Hahn, M.W., Kasalický, V., Jezbera, J., Brandt, U., Jezberová, J., and Šimek, K. (2010). Limnohabitans curvus gen. nov., sp. nov., a planktonic bacterium isolated from a freshwater lake. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 60: 1358-1365.
Hahn, M.W., Lang, E., Brandt, U., Lünsdorf, H., Wu, Q.L., and E. Stackebrandt. (2010): Polynucleobacter cosmopolitanus sp. nov., free-living planktonic bacteria inhabiting freshwater lakes and rivers. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 60: 166-173.
Ostermaier, V., and Kurmayer, R. (2010) Application of real-time PCR to estimate toxin production by the cyanobacterium Planktothrix sp. Applied and Environmental Microbiology 76:3495-3502.
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VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG:

SIL-AUSTRIA lädt Diplom-, Doktoratsstudenten, PostDocs und alle an limnologischer Grundlagenforschung Interessierten an den Wassercluster Lunz ein.
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PERSONALIA: Dr. Liisa Nevalainen von der Universität Helsinki, Department of Geosciences and Geography, hat am 1. Juli 2010 an das Institut für Limnologie in Mondsee gewechselt. Ihr Forschungsbereich beinhaltet vor allem die moderne und fossile Taxonomie und die Reproduktionsmuster littoraler Cladoceren (Blattfußkrebse). Weiters arbeitet sie mit fossilen Kieselalgen, Zuck- und Büschelmücken. Durch ihre Expertise in Palaeoklimatologie und der Untersuchung anthropogener Umwelteinflüsse wird sie im Institutsprojekt DETECTIVE kooperieren.
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Neue Publikation (Mitarbeiter hervorgehoben):
Jezberová, J., Jezbera, J., Brandt, U., Lindström, E.S., Langenheder, S., and Hahn, M.W. (2010). Ubiquity of Polynucleobacter necessarius ssp. asymbioticus in lentic freshwater habitats of a heterogenous 2000 km2 area. Environ. Microbiol. 12: 658-669.
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Feierlicher Abschluss des LWE-Masterkurses 2008-2010

14 TeilnehmerInnen des 18-monatigen MSc-Ausbildungsprogrammes "Limnology and Wetland Ecosystems" (LWE) feierten am 27.04.2010 ihren erfolgreichen Abschluss mit der Sponsion am UNESCO-IHE in Delft, NL (im Bild 12 der 14 TeilnehmerInnen). Seit mittlerweile 34 Jahren wird der sogenannte IPGL-Kurs (Internationaler Postgraduierten Lehrgang) für Wissenschafter aus aller Welt vom IPGL-Team des Instituts für Limnologie organisiert und seit 1997 als Masterprogramm, gemeinsam mit dem UNESCO-IHE, durchgeführt.
Eingebettet in ein internationales Netzwerk können TeilnehmerInnen aus aller Welt im Rahmen des Ausbildungsprogrammes in den Niederlanden, Kenia, Österreich und Tschechien eine einzigartige Ausbildung in Limnologie und Gewässermanagement absolvieren. Dabei lernen sie in theoretischen und praktischen Modulen alle notwendigen Schritte: von der Probennahme, über die Datenanalyse bis zur Anwendung und Umsetzung der Ergebnisse in Managementmaßnahmen. Eine der besonderen Qualitäten des LWE-Programmes ist die Internationalität und Expertise der ausbildenden Experten. Das Programm wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) und vom Netherlands Fellowship Programme (NFP) finanziert.
Details zu den IPGL Programmen sind unter http://www.ipgl.at abrufbar.
PR-Limnologie, 28.4.2010
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New articles published:
Bode, S.N.S., Adolfsson, S., Lamatsch, D.K., Martins, M.J.F., Schmit, O., Vandekerkhove, J., Mezquita, F., Namiotko, T., Rossetti, G., Schön, I., Butlin, R.K., Martens, K. (2010): Exceptional cryptic diversity and multiple origins of parthenogenesis in a freshwater ostracod. Molecular Phylogenetics and Evolution 54: 542–552. doi:10.1016/j.ympev.2009.08.022
Hahn, M.W., Lang, E., Brandt, U., Lünsdorf, H., Wu, Q.L., and E. Stackebrandt. (2010): Polynucleobacter cosmopolitanus sp. nov., free-living planktonic bacteria inhabiting freshwater lakes and rivers. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 60: 166-173.
Šimek, K., Kasalický, V, Horňák, K., Hahn M.W., and Weinbauer, M.G. (2010). Assessing niche separation among coexisting Limnohabitans strains through interactions with a competitor, viruses, and a bacterivore. Appl. Environ. Microbiol. 76: 1406–1416.
Šimek, K., Kasalický, V., Jezbera, J., Jezberová, J., Hejzlar, J., and Hahn, M.W. (2010). Broad habitat range of the phylogenetically narrow R-BT065 cluster, representing a core group of the betaproteobacterial genus Limnohabitans. Appl. Environ. Microbiol. 76: 631-639.
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Was ist Limnologie? Wie groß ist Plankton aus dem Mondsee? Welche Ausbildung brauche ich um im Labor zu arbeiten?
Der Girl’s Day eröffnete Mädchen auch in diesem Jahr die Möglichkeit Berufe kennenzulernen, die eher von Burschen ergriffen werden. Eva und Jana, zwei Schülerinnen der Hauptschulen Vöcklabruck und Ried, informierten sich am Institut für Limnologie/Technologiezentrum Mondseeland über die Berufsmöglichkeiten im Wissenschaftsbereich. Dabei konnten sie sich gleich selbst beim Pipettieren und Mikroskopieren üben. Der Forschungsbereich ist noch immer eine Männerdomäne. Während in den labortechnischen Berufen immer mehr Frauen vertreten sind, überwiegt der Wissenschafter noch immer haushoch vor der Wissenschafterin. Am Institut für Limnologie in Mondsee versuchte man dieser Problematik in den letzten drei Jahren durch die Anstellung von drei Wissenschafterinnen entgegenzutreten, insgesamt sind 17 weibliche und 17 männliche Mitarbeiter beschäftigt.
  
PR Limnologie Mondsee, 23.4.2010
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Weltwassertag, 22. März

Foto: Winkler, IPGL
Während es in unseren Breiten oft selbstverständlich ist, haben 884 Millionen Menschen weltweit kein sauberes Trinkwasser. Der Zugang zu Trinkwasser ist für die ländliche Bevölkerung fünf Mal schwieriger als für jene in Städten (WHO). Mit dem diesjährigen Motto “Clean Water for a Healthy World” (Sauberes Wasser für eine gesunde Welt) verdeutlicht das Generalsekretariat der Vereinten Nationen daher, dass nicht nur die Qualität sondern auch die Quantität von sauberem Trinkwasser gefährdet ist. Die größten Gefahren für das Trinkwasser resultieren aus einer Kontamination durch Krankheitserreger, giftigen Chemikalien und der Gefahr durch Strahlung.
In nur mehr 5 Jahren sollen die Milleniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) erreicht sein. Das MDG7 sieht vor, dass die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen, bis zum Jahr 2015 um die Hälfte gesenkt werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen muss noch viel getan werden. Es können jedoch schon Erfolge vorgezeigt werden:
Der Weltwassertag soll den Menschen in den „entwickelten“ Ländern vor Augen führen, dass sauberes Trinkwasser ein „Grundnahrungsmittel“ ist, welches allen Menschen zur Verfügung stehen und kein Privileg darstellen sollte.
Seit 1975 ist das Institut für Limnologie Sitz der IPGL-Programme (International Programmes in Limnology). IPGL ist ein Zentrum für Ausbildung, Forschung und den Aufbau von Netzwerken in/mit Entwicklungsländern im Bereich Limnologie und Gewässermanagement. IPGL organisiert eine Vielzahl von Trainingsprogrammen und fungiert weltweit als Schnittstelle für Forschungsinstitutionen.
Weiterführende Links zum Weltwassertag:
http://www.worldwaterday.org
PR Limnologie Mondsee, 21.03.2010
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Die UNO hat das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der Biodiversität (biologischen Vielfalt) erklärt und am 11. Jänner 2010 feierlich in Berlin eröffnet. Neben den Experten der "Convention of Biological Diversity" (CBD) werden sich die Umweltminister bei einer Sondersitzung des UNEP-Verwaltungsrats (United Nations Environment Programme), und später bei der Sondersitzung der UN-Vollversammlung sogar die Staats- und Regierungschefs, mit dem Thema Biodiversität auseinandersetzen. Sie werden über die Schwerpunkte der globalen Biodiversitätspolitik, den gerechten Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen, die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität und ein Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung sprechen.
Die weltweite Artenzahl wird auf etwa 10 Millionen geschätzt, davon wurden bis heute etwa 1,7 Millionen Arten wissenschaftlich aufgenommen. Manche Arten sind aber schon vor ihrer genaueren Erforschung oder sogar vor ihrer Entdeckung vom Aussterben bedroht, weil ihre Lebensräume zerstört oder dramatisch verändert werden. Als einige von vielen Ursachen für die Dezimierung der Lebensräume können wirtschaftlich orientierte Einflüsse, wie etwa Abholzung oder Brandrodung von Wäldern, die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen für die Schaffung agrarischer oder urbaner Flächen, bis zur Beeinträchtigung von Arten in ihren Lebensräumen durch den Klimawandel, angeführt werden.
Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) veröffentlicht seit mehr als 40 Jahren eine internationale Rote Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, die den Gefährdungsgrad bedrohter Arten dokumentiert. Die Roten Listen der einzelnen Staaten und Bundesländer ergänzen die internationale Liste auf regionaler Basis indem sie lokale Besonderheiten hervorheben. In Österreich ist der Artenschutz von den einzelnen Bundesländern geregelt, es existieren daher viele einzelne Rote Listen. Das Umweltbundesamt (UBA Wien) sammelt diese Schutz- und Gefährdungseinstufungen von österreichischen Arten und macht die Daten auch über das Internet einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
PR Limnologie, 11.01.2010
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2009 |
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ÖAW Thema des Monats, Beitrag Dezember 2009: Biomonitoring - Dr. Jens Boenigk, Institut für Limnologie |
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IBARAKI KASUMIGAURA PREIS geht gleich zweimal an das Institut für Limnologie in Mondsee
Im Rahmen der "13th World Lake Conference“ in Wuhan, China, wurden Dr. William OKELLO, Doktorand am Institut für Limnologie in Mondsee, sowie sein Betreuer Dr. Rainer KURMAYER, mit dem renommierten, japanischen Ibaraki Kasumigaura Preis ausgezeichnet. In seiner Arbeit „Cyanobacterial seasonal dynamics and microcystin production in five Ugandan freshwater lakes” hat der ostafrikanische Wissenschafter das saisonale Auftreten von Blaualgen und deren Produktion von toxischem Microcystin in fünf Seen in Uganda untersucht.
  
PR Limnologie
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New article published: Ishida, K., Welker, M., Christiansen, G., Cadel-Six, S., Bouchier, C., Dittmann, E., Hertweck, C., and Tandeau de Marsac, N. (2009): Plasticity and evolution of aeruginosin biosynthesis in cyanobacteria. Applied and Environmental Microbiology 75:2017-2026. |
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New article published: Hahn, MW., Lang, E., Brandt, U. Wu, QL. & Scheuerl, T. (2009): Emended description of the genus Polynucleobacter and the species Polynucleobacter necessarius and proposal of two subspecies, P. necessarius subsp. necessarius subsp. nov. and P. necessarius subsp. asymbioticus subsp. nov.. International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology: 59, 2002-2009 DOI 10.1099/ijs.0.005801-0 |
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Jahrestagung für Meteorologie zum Themenabend
KLIMA IM WANDEL
am Freitag, 20. November 2009 um 18 Uhr
im Gemeindezentrum Klagenfurt - Viktring, Viktringer Platz 1

18:30 Uhr Alpenseen als Archive für die Klimageschichte
Prof. Dr. Roland Schmidt
Institut für Limnologie der ÖAW
anschließend Fragen und Diskussion
PR Limnologie, 18.11.2009
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Der Winter kann kommen

Das ÖAW-Institut für Limnologie in Mondsee präsentiert sich rechtzeitig vor dem Winterbeginn in einem neuen Kleid.
Im Dezember 2007 begann der Um- und Ausbau des Forschungsinstituts mit Mitteln des Landes Oberösterreich und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Der Raum für die, auf ca. 40 Mitarbeiter angewachsene, Belegschaft des Gewässerforschungsinstituts war seit der Eröffnung, im Jahr 1981, viel zu knapp geworden. Zahlreiche, erfolgreich eingeworbene, internationale Projekte und damit die Neuanstellung von MitarbeiterInnen, machten einen Ausbau des Gebäudes, und dabei vor allem des Dachgeschosses, unumgänglich. Durch die verzögerte Erstellung des Forschungsbudgets im Jahr 2009 kam es aber unerwartet zu einem längerfristigen Baustillstand. Nun konnten die Außenarbeiten endlich weitergeführt werden: Das Gebäude erhielt eine wärmeisolierende Außenhülle, im Großteil des Neubaus wurden die Fenster eingesetzt und die Spenglerarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Damit ist das Gebäude auf den Winter vorbereitet. Im nächsten Jahr sollen die noch fehlenden Glaselemente im Dachgeschossbereich ergänzt und die Innenarbeiten angegangen werden.
Während der Umbauphase wurden sämtliche MitarbeiterInnen ausgelagert und sind einerseits in Büros im Gewerbepark und andererseits in Labors im Technologiezentrum Mondseeland untergebracht. Außerdem wurden Aquarienanlagen im BAW Scharfling und in einer privaten Halle adaptiert. Aber selbst im Institutsgebäude wird noch geforscht: die Klimakammern, die zur Zucht von Algenkulturen und für die Mikrobiologie verwendet wurden, bleiben während des gesamten Umbaus in Betrieb. Der Forschungsbetrieb kann somit während der gesamten Bauzeit weiterlaufen. Die prekäre Raum- und Klimasituation in den Ausweichquartieren, vor allem während der heißen Sommermonate, stellt die MitarbeiterInnen jedoch täglich auf eine harte Probe.
PR Limnologie, 10.12.2009
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DAS WAR DIE LANGE NACHT DER FORSCHUNG 2009
STATION W-W10 des Instituts für Limnologie Mondsee:
"GIBT ES ALIENS IN UNSEREN GEWÄSSERN?
KÖNNEN FREMDE ARTEN EINFLUSS AUF UNSERE GEWÄSSER NEHMEN?"
 
Regen Zuspruch fand auch in diesem Jahr wieder die Station des Instituts für Limnologie aus Mondsee bei der “Langen Nacht der Forschung“ in Wien. Etwa 300 interessierte BesucherInnen kamen zu unserer Station „Gibt es Aliens in unseren Gewässern?“ in die Aula der Wissenschaften.
Aufgrund des grossen Erfolges der Vorjahre, fiel die Entscheidung, wieder an der Langen Nacht der Forschung in Wien teilzunehmen sehr rasch. Die starke Präsenz der ÖAW Institute, in der Aula der Wissenschaften in Wien, spiegelte die Vielfältigkeit der einzelnen Forschungsrichtungen wider. Obwohl wir sämtliche Ausstellungsmaterialien und Organismen (Plankton, Fische) von Mondsee nach Wien transportieren mussten, zeigte der rege Zuspruch des Publikums, dass sich der Aufwand gelohnt hat. An unserer Station erfuhren BesucherInnen aller Altersstufen, was Alienarten oder Neobioten sind und welche Forschungsarbeit zu diesem Thema am Institut für Limnologie geleistet wird. Wie schon im letzten Jahr fand unsere Mikroskopierstation mit lebendem Plankton aus dem Mondsee und der Fuschler Ache großes Interesse. Hier konnten wir dem interessierten Publikum anschaulich vermitteln, dass die limnologische Grundlagenforschung ein wesentlicher Bestandteil für die Einschätzung von Veränderungen in Gewässern ist. Für Kinder und Jugendliche war unser Alien-Angelspiel der Top-Event unserer Station. Im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation wurde unser Institut mit den verschiedenen Forschungsgruppen vorgestellt. Die Anerkennung unserer Arbeit durch den Besuch von Wissenschaftsminister Hahn, ÖAW Präsident Denk sowie den Präsidiumsmitgliedern Jalkotzy-Deger und Suppan freute uns besonders.

PR Limnologie, 12.11.2009
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GIBT ES ALIENS IN UNSEREN GEWÄSSERN?
KÖNNEN FREMDE ARTEN EINFLUSS AUF UNSERE GEWÄSSER NEHMEN?
WANN: 7. November 2009, 16:27 Uhr – 24:00 Uhr
WO: Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1010 Wien, STATION W-W10
Vielfach unbemerkt von der Öffentlichkeit finden in unseren Gewässern dramatische Entwicklungen statt: eingesetzte oder ausgesetzte, standortfremde Tier- oder Pflanzenarten (sogenannte Alien-Arten oder Neobioten) verdrängen einheimische Organismen und können damit das ganze Ökosystem eines Gewässers nachhaltig beeinflussen. In der Fischerei wurden manche Alien-Arten aus wirtschaftlichen Gründen seit Jahrzehnten absichtlich in Gewässer eingesetzt. Andere Alien-Arten sollen Schädlinge bekämpfen und damit auch gesundheitliche Vorteile für den Menschen bringen. Die weiteren Folgen für die heimischen Arten sind aber kaum bekannt und werden erst nach Jahren oder sogar Jahrzehnten deutlich. Um die Einflüsse von standortfremden Lebewesen auf ein Gewässer abschätzen zu können, ist das Wissen über die Flora- und Fauna in unseren heimischen Gewässern von essentieller Bedeutung. Diese Grundlagen werden in der Limnologie erforscht:
►Welche Alien-Arten gehören in unseren Gewässern schon zum Alltagsbild und welche Probleme haben manche von ihnen bereits verursacht? ►Wie wichtig ist die limnologische Grundlagenforschung zur Behandlung dieser Problematik? ►Wie haben sich Alien-Arten in standortfremden Lebensräumen bereits durchgesetzt? ►Wiegt der wirtschaftliche Vorteil einer eingesetzten Art die Nachteile für die ursprünglichen Arten im Lebensraum auf? ►Gibt es heimische Arten, die sich von eingesetzten Alien-Arten nicht unterkriegen lassen? ►Können Klimaveränderungen die Ausbreitung von Alien-Arten beeinflussen?
Die Station des Instituts für Limnologie Mondsee präsentiert dramatische Fallbeispiele von Alienarten:
- Mikroskopieren: Organismen in unseren heimischen Gewässern kennenlernen, beobachten und bestimmten
- Grundlagen der limnologischen Probennahme – Probenahmegeräte werden ausgestellt und erklärt
- Gibt es Aliens in unseren Gewässern?
- Alien-Fische in unseren Alpenseen
- Alien-Arten können live beobachtet werden
Spiele für Kinder und Junggebliebene:
- Wer kennt die Aliens?
- Fischen nach einheimischen Arten
- Alien-Memory
WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH!!

PR Limnologie, 21.10.2009
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Treffen der SIL AUSTRIA
26.-28. Oktober 2009 in Salzburg
Tagungsort:
St. Virgil Salzburg
Bildungs- und Konferenzzentrum, Seminarhotel
Ernst-Grein-Str. 14
A-5026 Salzburg-Aigen
T. +43/662/65901-0
office@virgil.at
Ziel der “International Society for Limnology- Societas Internationalis Limnologiae (SIL)” ist die Verbreitung neuer Erkenntnisse in der gesamten Limnologie um unser Wissen zu aquatischen Ökosystemen wie Seen, Fließgewässer, Feuchtgebiete und Grundwasser und deren Management zu entwickeln.
SIL Austria übernimmt diese Mission in Österreich und repräsentiert die Anliegen österreichischer LimnologInnen seitens der SIL International. SIL Austria ist eine Plattform für aquatische Grundlagenforschung und angewandte Forschung. Sie versteht sich als Mediator zwischen diesen Gebieten.
Programm und Details
International Society of Limnology
PR Limnologie, 22.10.2009
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Ein See erzählt vom Klima vergangener Zeiten

Foto: Kieselalgen, K. Huber
Kerstin Huber, Dissertantin des ÖAW-Instituts für Limnologie, gewann den ersten Preis beim dialog<>gentechnik und APA-OTS Wettbewerb „WissenschafterInnen schreiben Presseaussendungen“. Die Preisverleihung fand am 21.September 2009 in Innsbruck statt. Mit ihrem Artikel „Ein See erzählt vom Klima vergangener Zeiten“ berichtet sie von den in ihrer Dissertation vorgenommenen Untersuchungen des Seesediments im Längsee (Kärnten). Die im Sediment abgelagerten Algen- und Pollenreste wurden mit dem Elektronenmikroskop bestimmt und mit Hilfe der C14 – Methode datiert. Die erhaltenen Daten gaben Aufschluss über die Klimaverhältnisse in der Zeit zwischen 19.000 und 13.000 Jahren vor heute und zeigten, dass es damals starke Schwankungen der durchschnittlichen Temperatur gab. Kerstin Huber wurde während ihrer Dissertation vom Paläolimnologen Prof. Roland Schmidt am Institut für Limnologie in Mondsee betreut und absolvierte ihre Abschlussprüfungen im August 2009 an der Universität Salzburg.
der Standard vom 22.09.2009: Ein Kärntner See als Zeuge der Klimaentwicklung
nur mit Zugangsberechtigung:
APA-Meldung vom 21.09.2009: See erzählt vom Klima vergangener Zeiten
APA-Meldung vom 21.09.2009: 1. Platz: Ein See erzählt vom Klima vergangener Zeiten
APA-Meldung vom 21.09.2009: Vor 15.000 Jahren gab's auch schon keinen "richtigen" Sommer
APA-Meldung vom 21.09.2009: Ausgezeichnete Forschungskommunikation
wissenschaftliche Publikationen: Huber, K., Weckström, K., Drescher-Schneider, R., Knoll, J., Schmidt, J., and Schmidt, R. (2009): Climate changes during the last glacial termination inferred from diatom-based temperatures and pollen in a sediment core from Längsee (Austria). J. Paleolimnol. DOI 10.1007/s 10933-009-93.
Huber, K., Kamenik, C., Weckström, K., and Schmidt, R. (2009): Taxonomy, stratigraphy, and palaeoecology of chrysophyte cysts from a Late Glacial sediment core section of Längsee, Austria. Nova Hedwigia 89: 245-261.
PR Limnologie Mondsee, 21.09.2009
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New article published: Pamminger-Lahnsteiner, B., Weiss, S. Winkler K., and Wanzenböck, J. (2009): Composition of native and introduced mtDNA lineages in Coregonus sp. in two Austrian lakes: evidence for spatio-temporal segregation of larvae? Hydrobiologia 632: 167-175. doi 10.1007/s10750-009-9836-3
Presseartikel: Einheimische Fische und fremde Fische koexistieren friedlich, Der Standard (28.07.2009) |
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Süßwasserbakterien bringen alte Energiekonzepte ins Wanken

Bis vor wenigen Jahren hatte man vermutet, dass Actinobakterien in Seen und Flüssen kaum vorhanden sind und keine wichtige, ökologische Rolle spielen. Jüngste Forschungen haben jedoch gezeigt, dass diese Bakterien einen sehr großen Anteil der, im Süßwasser, vorhandenen Bakterien stellen und darüber hinaus eine bisher, in Süßgewässern, unbekannte ökologische Funktion ausüben. Durch ihre offensichtliche Möglichkeit Sonnenlicht zu nutzen, werden alte Konzepte zum Energie- und Kohlenstofffluss in Seen in Frage gestellt. Die Forschungen, die zu diesen neuen Ergebnissen führten, wurden durch die erstmalige Kultivierung von nicht pathogenen Süßwasser-Actinobakterien durch Mikrobiologen aus Mondsee, angetrieben.
Actinobakterien gehören zur Gruppe der gram-positiven Bakterien, in der sowohl Krankheitserreger als auch Bakterien, die in der Lebensmitteltechnologie von großem Nutzen sind, vertreten sind. Wegen geringer Kultivierungserfolge hatte man bis Mitte der 1990er Jahre angenommen, dass in Teichen und Seen vernachlässigbar wenige gram-positive Bakterien und damit auch wenige Actinobakterien zu finden seien. Daher hatte man vermutet, dass sie hauptsächlich in terrestrischen Lebensräumen vorkommen. Neuere Untersuchungen mit molekularen Methoden im Freiland korrigieren diese Meinung. Manche Actinobakterienarten kommen sogar ausschließlich im Süßwasser vor und machen dann bis zu 60% des Süßwasserplanktons aus. Im Jahr 2003 gelang es dem Mikrobiologen Martin Hahn, vom ÖAW Institut für Limnologie in Mondsee, diese Einzeller erstmals erfolgreich zu kultivieren und die molekularen Ergebnisse zu bestätigen. Als Ansatz diente eine Probe aus dem Salzburger Seengebiet. Dabei bemerkt Martin Hahn: „Actinobakterien sind typische Vertreter der österreichischen Seen, auch im Salzkammergut sind sie heimisch.“
Bisher wurde angenommen, dass sich der Großteil der, im Süßwasser vorkommenden, Organismen heterotroph ernährt. Das bedeutet, dass sie zur Ernährung auf organisches Material als Energie- und Kohlenstoffquelle angewiesen sind. Nur Cyanobakterien, sogenannte Blaualgen, und echte Algen können hingegen Sonnenlicht durch Photosynthese in nutzbare Energie umwandeln und verwenden dabei Chlorophyll. Actinobakterien könnten hier einen Sonderweg eingeschlagen haben: Durch die Hilfe des Farbstoffes Actinorhodopsin, der eine strukturelle Ähnlichkeit mit dem Augenfarbstoff Rhodopsin aufweist, haben sie offensichtlich eine noch zusätzliche Möglichkeit zur Energiegewinnung gefunden. Erste Hinweise für die Verwendung von Rhodopsin als Energiequelle entdeckten amerikanische Wissenschafter vor neun Jahren in der Oberflächenschicht der Meere. Einzeller können mit Membranproteinen und Rhodopsin Sonnenlicht nutzen und so Ionen durch die Zellmembran pumpen. Bei der in der Zelle ablaufenden Synthese wird Energie produziert. Unter Lichteinfluss zeigen diese marinen Bakterien in der Folge eine höhere Wachstumsrate. Wenn sich diese besondere Art der Energiegewinnung nun auch im Süßwasser lebende Bakterien zu eigen gemacht haben, müssten alte Konzepte des Energieflusses im Gewässer in Frage gestellt werden.
Eine wesentlich Basis für seine aktuelle Publikation im ISME-Journal (Sharma et al. 2009, The ISME-Journal 3/6, 726-737; doi:10.1038/ismej.2009.13) stellen die erstmalige Züchtung und Beschreibung der neuen Actinobakterienart Planktophila limnetica aus einem österreichischen See, durch den Mondseer Mikrobiologen Hahn, dar. Ein internationales Forscherteam aus Kanada, den USA, Tschechien und Österreich verglich Süßwasser-Actionbakterien aus Afrika, China, Nordamerika, den Galapagos Inseln und Österreich. Dabei wurde entdeckt, dass diese in extrem unterschiedlichen Biotopen existieren können. Die Bandbreite des Vorkommens reicht dabei von sauren und alkalischen Seen über Seen in mehr als 4400 Meter Seehöhe bis zu Brackwasserbereichen, wobei die Bevorzugung von Actinobakterien jedoch im alkalischen Bereich zu liegen scheint.
Rückfragehinweis:
Dr. Martin Hahn
06232 3125-DW 29
martin.hahn@oeaw.ac.at
Pressemeldungen:
Austria Presseagentur (APA): 3.8. und 4.8.2009
science.ORF: 4.8.2009
der Standard: 4.8.2009
OÖ Nachrichten: 10.8.2009
Die Presse am Sonntag: 13.09.2009
PR Limnologie, 27.7.2009
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BUCHTIPP: "Klimawandel in Österreich.
Die letzten 20.000 Jahre ... und ein Blick in die Zukunft"


Vernetzung von Klimasignalen unterschiedlicher Indikatoren und Zeitskalen sowie instrumenteller Daten (PALDAT)
R. Schmidt, C. Matulla, R. Psenner (Hrsg.), ISBN 978-3-902571-89-2
Zitat der Herausgeber: "Der vorliegende Band vermittelt einen Einblick, wie vielschichtig
das Klima im Alpenraum ist, wenn wir von den homogenisierten instrumentellen
Daten der letzten Jahrhunderte zur Klimadynamik größerer Zeiträume übergehen
und welche möglichen natürlichen Einflussgrößen es zu berücksichtigen gilt, wenn
realistische Modelle und Zukunftsszenarien für die Alpen im Klimawandel entwickelt
werden sollen. Der Band zeigt auf, dass wir, wenn wir realistische Szenarien für
das Klima des 21. Jahrhunderts entwickeln wollen, noch sehr viel über das Klima
der Vergangenheit, das heißt des gesamten Holozäns, zu lernen haben. Dieses Ziel
werden wir nur mit innovativen und interdisziplinären Forschungsansätzen und mit
Hilfe internationaler Forschungsnetzwerke erreichen. Da die Alpen nicht nur das
Wasserschloss Europas, sondern auch ein eminenter Klimafaktor für den gesamten
Kontinent sind, werden sie auch in Zukunft für die Klimaforschung eine zentrale
Rolle spielen."
online Version
Buchbestellung bitte direkt beim Verlag innsbruck university press
 
PR Limnologie, 29.5.2009
Pressemeldungen:
APA (10.6.2009):
http://www.zukunftwissen.apa.at/cms/zukunft-wissen/fti-und-wissenschaft/meldung.html?id=ZUK_20090610_ZUK0087
derstandard online (11.6.2009): http://derstandard.at/fs/1244460408114/Das-alpine-Klima-im-Verlauf-von-20000-Jahren
Die Presse online (13.6.2009): http://diepresse.com/home/science/486889/index.do?_vl_backlink=/home/science/index.do
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New article published: Pfandl K., Chatzinotas A., Dyal P. and Boenigk J. (2009): SSU rRNA gene variation resolves population heterogeneity and ecophysiological differentiation within a morphospecies (Stramenopiles,Chrysophyceae). Limnol Oceanogr 54:171-181. |
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New article published: Sharma, A.K., Sommerfeld, K., Bullerjahn, G.S., Matteson, A.R., Wilhelm, S.W., Jezbera, J., Brandt, U., Doolittle, W.F. and Hahn, M.W. (2009): Actinorhodopsin genes discovered in diverse freshwater habitats and among cultivated freshwater Actinobacteria. The ISME Journal 3: 726–737. |
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Blaualgen im Finale

Foto: Jugend innovativ
Grosse Freude herrschte beim Team der HBLA Ursprung/Elixhausen, Salzburg (Höhere Technische Bundeslehranstalt). Unter der Leitung des Blaualgenspezialisten Dr. Rainer Kurmayer, vom Institut für Limnologie in Mondsee, ÖAW, sowie von HBLA-Lehrer Prof. Konrad Steiner, schaffte ihr innovatives Blaualgenprojekt den Einzug ins Finale des Wettbewerbs „Jugend innovativ“ in Wien.
„Cyanobakterien – Dünger aus der Luft“ – so heißt das Kooperationsprojekt in dem 12 SchülerInnen der HBLA Ursprung/Elixhausen mit dem Team um Dr. Rainer Kurmayer zusammenarbeiten. Dabei wurde eine Methode zur direkten Umwandlung von Luftstickstoff mittels Blaualgen (Cyanobakterien) in einen preisgünstigen und wertvollen Stickstoffdünger entwickelt. Unter wissenschaftlicher und technischer Anleitung werden verschiedene Blaualgengattungen unter vorbestimmten Bedingungen kultiviert und deren Wachstum und Stickstoffgehalt unter möglichst energiesparenden Voraussetzungen verglichen. Ein wichtiger Aspekt dieser Idee ist es von erdölintensiven Mineraldüngern wegzukommen. Durch die kommerzielle Herstellung dieses „biologischen Düngers“ sollen Böden und Gewässer geschont werden. Dabei können vorhandene Ressourcen im ländlichen Bereich kostengünstig genützt werden.
Aus 60 Salzburger „Jugend innovativ“ Projekten wurden sieben zum Halbfinale eingeladen und nur zwei schafften das „Ticket nach Wien“ zum Bundesfinale. Vom 18. – 20. Mai 2009 müssen sich die SchülerInnen der HBLA Ursprung gegen mehr als 450 andere SchülerInnen aus ganz Österreich behaupten.
Der Schulwettbewerb „Jugend innovativ“ wird zum 22. Mal von den beiden Bundesministerien BMWFJ und BMUKK sowie der Raiffeisen-Klimaschutz-Initiative und dem austria wirtschaftsservice (aws) durchgeführt.
PR Limnologie Mondsee, 14.5.2009
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Happy Birthday Evolution
200 Jahre Charles Darwin
150 Jahre “On the Origin of species…”
Der Brite Charles Darwin (1809 – 1882) ist der Begründer der Evolutionsbiologie und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Autoren wissenschaftlicher Reisebeschreibungen. Seine Erkenntnisse über die „natürliche Selektion“ und die Entstehung der Arten veröffentlichte er vor genau 150 Jahren in seinem bedeutenden Werk „On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle of Life“. In diesem Buch präsentierte Darwin die Schlussfolgerungen seiner 5 jährigen Weltreise auf dem britischen Vermessungsschiff MS Beagle. Für diese Fahrt wurde ein Naturwissenschafter gesucht, und der damals 23-jährige Darwin nahm die Gelegenheit wahr und brach mit dem Schiff zu einer Reise auf, die er später als das bei weitem wichtigste Erlebnis in seinem Leben bezeichnete. Während dieser Reise sammelte Charles Darwin fast 10.000 Exponate aus Flora und Fauna, aber auch geologische Proben und Fossilien, die er regelmäßig an bedeutende Fachleute in England sandte. Diese Exponate bildeten den Grundstock für die umfangreiche Sammlung im „Darwin Centre“ des Natural History Museum in London.
Bereits 1837 begann Charles Darwin mit den ersten Notizen zu seinem Manuskript „Zur Entstehung der Arten“, erst 22 Jahre später schloss er es ab. Erst als Darwin ein Manuskript von Alfred Russel Wallace erhielt, der darin zu ähnlichen Schlüssen wie Darwin hinsichtlich des Prinzips der Evolution durch natürliche Selektion kam, sah sich Darwin gedrängt sein eigenes Manuskript zu veröffentlichen, um damit die Originalität seiner Erkenntnisse zu zeigen. Obwohl Darwin eine Evolutionsbiologie der Organismen skizzierte und in nur einem Satz auf die Herkunft des Menschen anspielte, wurde vor allem die Abstammung von Menschen und Affen von gemeinsamen Vorfahren heftigst diskutiert. Erst zwölf Jahre später veröffentliche Darwin ein eigenes Buch über „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“. Diese, für die religiöse Gesellschaft, revolutionären Ideen erhitzten nicht nur die damaligen Gemüter, die Anhänger der Schöpfungsgeschichte verweigern Darwins Erkenntnisse bis heute.
Seit Charles Darwin hat sich die Evolutionsbiologie zu einem anerkannten und wichtigen Forschungszweig entwickelt. Innovative genetische und molekularbiologische Methoden unterstützen EvolutionsbiologInnen heute, unter anderem, bei der Erforschung von Biodiversität und Artbildung.
Der Forschungsschwerpunkt des Instituts für Limnologie der ÖAW in Mondsee ist die Untersuchung der evolutionsbiologischen Entwicklung der Artenvielfalt in Flüssen und Seen. 8 aktuelle Forschungsprojekte des Instituts beschäftigen sich mit evolutions-biologischen Fragestellungen:
• die Charakterisierung verschiedener Mutanten einer kolonienbildenden Blaualge (Cyanobakteria), die sich von einer giftigen zu einer ungiftigen Form entwickelt hat (Kurmayer)
• die evolutionsbiologische Entwicklung eines freilebenden, heterotrophen Bakteriums Polynucleobacter sp. durch Auswertung der Genom-Sequenz (Hahn)
• die Analyse der Stammesgeschichte häufiger Süßwasser – Flagellaten (Goldalgen) mit Hilfe phylogenetischer und ökologischer Methoden (Boenigk)
• der Vergleich der innerartlichen Vielfalt eines Süßwasser-Ciliaten (Meseres corlissi) auf den Ebenen der Gene, Ultrastruktur (Morphologie) und Ökophysiologie (Weisse)
• die Entdeckung, dass asexuelle Stämme des Rädertierchens Brachionus calyciflorus das chemische Signal für die Einleitung der sexuellen Reproduktion noch aussenden, aber nicht länger auf dieses Signal antworten können (Stelzer)
• die Untersuchung von Tiergruppen (z.B. Fische, Muschelkrebse), die sich seit vielen hunderttausenden von Jahren ausschließlich durch rein asexuelle Fortpflanzung vermehren und damit gängige Lehrmeinungen in Frage stellen (Lamatsch)
• die Untersuchung des Zusammenhanges zwischen der genetischen Aufspaltung eines Fisches (Reinanken, Coregonen) unserer Alpenseen in verschiedene Stämme und ihren ökologischen Unterschieden (Wanzenböck)
• der, mit Hilfe von Algengemeinschaften, Geochemie und Pollenanalysen erfolgte Nachweis römerzeitlicher und mittelalterlicher Wärmeperioden im Alpenraum, mit Temperaturen ähnlich wie heute, gekoppelt mit Intensivierung der Landnutzung und Erhöhung des Potenzials für Erosion und Nährstoffeintrag in hochalpine Seen (Schmidt)
Details zu den einzelnen Forschungsprojekten sind unter dem Namen des jeweiligen Wissenschafters abrufbar: www.oeaw.ac.at/limno/personnel).
Einige weiterführende Informationen zu Charles Darwin:
Virtuelle Fachbibliothek Biologie http://www.vifabio.de/darwinjahr2009/
The Complete Work of Charles Darwin Online http://darwin-online.org.uk/
Ö1 Schwerpunkt Charles Darwin http://oe1.orf.at/programm/darwin/
Portal www.darwin-jahr.de des Darwin-Jahr-Komitees der Giordano Bruno Stiftung und der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin
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WASSER - LEBENSQUELLE
Foto: worldwaterweek
Wie wichtig Wasser für uns Menschen ist, wird uns vor allem dann bewusst, wenn es nicht oder nur in eingeschränktem Maße zur Verfügung steht.
Seit 1991 findet in Stockholm die jährliche, internationale Weltwasserwoche statt, die Wasserexperten, Praktiker, Entscheidungsträger und Führungskräfte zusammenbringt um Ideen auszutauschen, neue Denkansätze und Lösungen zu entwickeln, um weltweit dringende, wasserbezogene Probleme zu behandeln. Von 16. bis 22. August 2009 organisiert das Stockholm International Water Institute (SIWI) diese Veranstaltung nun erstmals unter dem übergeordneten Titel “Water – Responding to Global Changes”, dieses Jahr zum Themenkreis “Accessing Water for the Common Good”.
Für das Jahr 2010 werden die Konsequenzen der Wassernutzung selbst in den Fokus der Veranstaltung gestellt. Wasserqualität und -quantität werden von der unterschiedlichen Nutzung von Wasser und Umland beeinflusst. Wasserverschmutzung und -mangel sind nur zwei Schlagworte, die, zum Beispiel, nicht nur das unmittelbare Umfeld eines Gewässers beeinträchtigen können, sondern auch Auswirkungen auf weiter entfernte Gebiete haben können.
PR Limnologie Mondsee, 16.8.2009
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Institut für Limnologie räumt auf

Foto: Institut für Limnologie Mondsee
Wieder einmal konnten die fleißigen Helfer des Instituts für Limnologie der ÖAW in Mondsee nicht fassen, was bei der jährlichen Seeuferreinigung zu Tage kam. Mit ihrem Institutsboot konnten sie allein 4 alte Surfbretter, ein kaputtes Kanu und mehrere alte Holzstege aus dem Schilf des Mondsees ziehen.
Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligten sich MitarbeiterInnen des Forschungsinstituts in Mondsee am Samstag, dem 18. April 2009, aktiv bei den Reinigungs- und Bergungsarbeiten am Mondsee. Jedes Jahr initiiert der Umweltausschuss der Gemeinde Mondsee den schon traditionellen „Frühjahrsputz“ und lädt alle Freiwilligen zur Mithilfe ein. Die Mondseer LimnologInnen helfen dabei gerne tatkräftig mit da gerade ihnen die Wasserqualität und die damit verbundene Vielfalt der, im Mondsee lebenden, Organismen ganz besonders am Herzen liegt.
Der Forschungsbereich der Limnologie und Gewässerforschung wird für unsere Umwelt und den Tourismus in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die in Mondsee durchgeführte Grundlagenforschung an unseren heimischen Seen stellt nicht nur die Basis für ein nachhaltiges Gewässermanagement dar, sondern unterstützt auch die Entwicklung von Klimamodellen unserer sensiblen Alpengewässer.
mehr Fotos:
alle © Institut für Limnologie Mondsee
Institutsboot im Einsatz – Seeuferreinigung 2009

Geborgenes Kanu – Seeuferreinigung 2009

Surfboards – Seeuferreinigung 2009
PR Limnologie Mondsee, 20.4.2009
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Fehlendes Forschungsbudget gefährdet Gewässerforschung am Mondsee

Foto 1: Institut für Limnologie im März 2009
Foto 2: Schimmelbildung nach Wassereinbruch durch Baustopp, PR Limnologie
Die unklare Budgetsituation der Forschung in Österreich trifft nicht nur die Universitäten, sondern auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wie die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), empfindlich. Die Fertigstellung des Ausbaus am Institut für Limnologie und Gewässerforschung in Mondsee musste Ende 2008 wegen ausbleibender Finanzierung gestoppt werden. Das führt, bei den laufenden und geplanten Forschungsprojekten, aber zu beträchtlichen Problemen. Eine erhoffte Unterstützung der lokalen Baufirmen durch ein Konjunkturpaket der Regierung zur Fertigstellung des Institutsgebäudes in Mondsee könnte zur Lösung des Problems führen.
Grundlagenforschung seit 27 Jahren und einzigartiger Datenpool zur globalen Erwärmung im Alpenraum
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), als Trägerorganisation von 66 Forschungseinrichtungen in Österreich, betreibt auch das Institut für Limnologie und Gewässerforschung am Mondsee in OÖ. Seit 27 Jahren haben sich international renommierte ForscherInnen die Biodiversitäts- und Ökosystemforschung im Gewässerbereich zur Hauptaufgabe gemacht und arbeiten erfolgreich in zahlreichen Forschungsprojekten mit internationalen Partnern. Darüber hinaus hat das Institut für Limnologie in den letzten Jahrzehnten einzigartige Daten zur Klimaentwicklung von Gewässern im alpinen Bereich erhoben, die als Grundlage für Modelle zur globalen Erwärmung im sensiblen Alpenraum herangezogen werden können. Zu Beginn dieses Jahres wurden zwei interdisziplinäre Projekte zur Klimaforschung mit internationalen Partnern eingereicht.
Ausbildungsstätte für ForscherInnen aus aller Welt
Mehr als 1100 Studenten aus 70 Ländern absolvierten am Institut für Limnologie in Mondsee ihre Ausbildung und allein in den letzten 10 Jahren besuchten über 400 wissenschaftliche Gäste die Forschungseinrichtung. Durch die wissenschaftliche Lehrtätigkeit der LimnologInnen aus Mondsee an österreichischen Universitäten, die Organisation von internationalen Ausbildungsprogrammen im Bereich Limnologie und Gewässermanagement und die Durchführung zahlreicher, internationaler Projekte, konnte das Institut ein weltweites Netzwerk und eine ausgezeichnete Expertise im Gewässerbereich aufbauen.
Institutsausbau war dringend notwendig
Nicht zuletzt durch erfolgreich eingeworbene, externe Projektmittel der letzten Jahre hat sich der Personalstand des Instituts, seit der Eröffnung im Jahre 1981, beinahe verdreifacht. Mit Hilfe einer Subvention des Landes OÖ und Mitteln der ÖAW konnte im Dezember 2007 der längst notwendige Ausbau des Institutsgebäudes begonnen werden. Die MitarbeiterInnen mussten in Büros und adaptierten Labors im Gewerbepark Mondsee und im Technologiezentrum Mondseeland ihre provisorischen Arbeitsstätten beziehen.
Stillstand bedeutet Rückschritt
Das bisherige Fehlen eines Forschungsbudgets gefährdet nicht nur den Baufortschritt und die Bausubstanz in Mondsee, sondern allgemein die Forschungsarbeit und die Karrierechancen der jüngeren, auf befristeten Verträgen angestellten, WissenschafterInnen in Österreich. Bewilligte Forschungsprojekte können derzeit in Mondsee nur eingeschränkt durchgeführt werden, neue Projekte werden nicht genehmigt. Die jetzige Situation hat der österreichischen Forschung im internationalen Wettbewerb bereits erheblichen Schaden zugefügt. „Jedes weitere Zuwarten behindert unsere Kooperationsprojekte und führt dazu, dass wir international als unzuverlässige Partner gelten“, sagt Prof. Thomas Weisse, Direktor des Instituts für Limnologie in Mondsee.
Forschungsinstitut in Mondsee als Wirtschaftsfaktor für die Region
Das Institut für Limnologie stellt einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor für die Region Mondseeland dar. Durch die Anstellung von Wissenschaftern übersiedeln meist ganze Familien in die unmittelbare Umgebung des Arbeitsplatzes. Es werden Immobilien gemietet, gekauft oder gar neu gebaut und die Kinder besuchen die örtlichen Schulen. Auch die Ehepartner arbeiten großteils in der Region Mondseeland. Durch die wissenschaftlichen Aktivitäten des Forschungsinstituts kommen laufend internationale Gäste und Kooperationspartner nach Mondsee, die in der Folge das Mondseeland als Urlaubsgebiet in ihrem jeweiligen Heimatland weiterempfehlen. Auch Diplomstudenten oder Doktoranden verbringen meist mehrere Jahre ihrer Ausbildung im Mondseeland.
Konjunkturpaket als Lösung
Das zu erwartende, gekürzte Budget der ÖAW im Jahr 2009, lässt die LimnologInnen in Mondsee auf die Fertigstellung des Institutsgebäudes mit Hilfe eines Konjunkturpaketes hoffen. Dies würde sämtliche, involvierte Firmen samt Belegschaft unterstützen, den Ausbau abschließen helfen und damit die baldige Rückübersiedlung der InstitutsmitarbeiterInnen in das ausgebaute Forschungsgebäude ermöglichen, was für den Forschungsbetrieb äußerst wichtig wäre.
PR Limnologie Mondsee, 6.4.2009
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New article published: Kosol, S; Schmidt, J, and Kurmayer, R. (2009) Variation in peptide net production and growth among strains of the toxic cyanobacterium Planktothrix spp. Eur. J. Phycol. 44:49-62. PDF |
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New article published: Moser, M., Callieri, C. & Weisse, T. (2009). Photosynthetic and growth response of freshwater picocyanobacteria are strain-specific and sensitive to photoacclimation. J. Plankton Res. 31: 349-357 LINK: PDF |
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New article published: Hahn, M.W. (2009) Description of seven Candidatus species affiliated with the phylum Actinobacteria, representing planktonic freshwater bacteria. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 59: 112-11 date: 30/01/2009 |
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Blaualgen in der Schule – fruchtbare Zukunft

Durch eine Initiative der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule (HLFS) Ursprung, Elixhausen, Salzburg, kooperieren 11 SchülerInnen der Fachrichtung Gen-und Biotechnologie seit Herbst 2008 mit dem Institut für Limnologie in Mondsee, Oberösterreich, Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Ziel dieser Zusammenarbeit soll in erster Linie die Vermittlung von wissenschaftlichen Denkansätzen und Methoden sein. Dass es dabei um ein zukunftsträchtiges Pilotprojekt geht, indem untersucht wird ob sich Cyanobakterien (Blaualgen) als alternatives Düngemittel in der Landwirtschaft bewähren, macht die Kooperation für beide Seite spannend.
Stickstoff ist einer der wichtigsten Nährstoffe in der Landwirtschaft. Eine ertragreiche Feldwirtschaft ist nur auf fruchtbaren Böden möglich. Im Zuge des Pflanzenwachstums werden den Böden aber Nährstoffe entzogen, welche die Pflanzen für ihr Wachstum benötigten. Früher konnte durch regelmäßige Fruchtfolgen, das Einhalten von Bracheflächen und Ausbringung von Tierdung einer Auslaugung der Böden entgegengewirkt werden. Durch die Entwicklung von leichtlöslichen, stickstoffhaltigen Mineraldüngern, die jederzeit verfügbar sind, kann heute der verbrauchte Stickstoff rasch wieder auf die Agrarflächen aufgebracht werden. Die negativen Aspekte des beliebten Stickstoffdüngers sind der hohe Verbrauch von fossiler Energie bei der Produktion und die Tatsache, dass nur ein Teil des aufgebrachten Stickstoffs von den Pflanzen direkt verarbeitet werden kann, der überschüssige Rest belastet Grund- und Oberflächenwasser.
Die Fähigkeit einiger Cyanobakteriengattungen Stickstoff in speziellen Zellen, sogenannten Heterocysten, aus der Luft zu binden, diente den SchülerInnen HLFS Ursprung, unter der Leitung von Dr. Konrad Steiner, als Ausgangsidee für ein Projekt zur Erforschung von Blaualgen als alternative Düngemittel. Dies war der Start für das Kooperationsprojekt mit dem Cyanobakterienspezialisten Dr. Rainer Kurmayer, vom Institut für Limnologie in Mondsee, ÖAW. Unter wissenschaftlicher und technischer Anleitung werden verschiedene Blaualgengattungen unter vorbestimmten Bedingungen kultiviert und deren Wachstum und Stickstoffgehalt unter möglichst energiesparenden Bedingungen verglichen. Dank des exzellent ausgestatteten Molekularbiologie-Labors der Schule und der großen Motivation der SchülerInnen konnten bereits die ersten Daten erhoben werden. Die endgültigen Ergebnisse werden für das Frühjahr 2009 erwartet. Als weiterer Kooperationspartner für das Projekt konnte die Höhere Technische Bundeslehranstalt (HTBLA) Braunau gewonnen werden. Die SchülerInnen der HTBLA entwickeln, in Zusammenarbeit mit den Ursprunger SchülerInnen, einen Algen-Röhren-Reaktor-Prototyp in dem jene Cyanobakteriengattung, deren Wachstum am erfolgreichsten ist, in größeren Mengen effektiv produziert werden soll. Die beiden Schulen haben das Projekt bereits für den diesjährigen Sonderpreis Klimaschutz bei der Aktion „Jugend innovativ“ der Austria WirtschaftsService GesmbH (AWS) eingereicht. Die Förderung erfolgt von der Aktion „Forschung macht Schule“ und vom Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und Nachhaltige Entwicklung des BM für Unterricht, Kunst und Kultur.
Weiterführende Links:
Institut für Limnologie Mondsee, ÖAW
HLFS Ursprung Gen- und Biotechnologieprojekte
Jungend innovativ
Forschung macht Schule
Kontakt:
Univ. Doz. Dr. Rainer Kurmayer
Institut für Limnologie der ÖAW
Mondseestrasse 9
5310 Mondsee
0 6232 3125 32
rainer.kurmayer@oeaw.ac.at
Prof. Mag. Dr. Konrad Steiner
HLFS Ursprung
Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft, Ursprung
5161 Elixhausen/Salzburg
0662/480301-0
konrad.steiner@sbg.ac.at
Aussendung:
Dr. Sabine Wanzenböck
Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Limnologie der ÖAW
Mondseestrasse 9
5310 Mondsee
0 6232 3125 48
sabine.wanzenboeck@oeaw.ac.at
Fotos © PR Limnologie

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Blaualgen – Energie der Zukunft?

Blaualgenkulturen, isoliert aus dem Salzkammergut,
die am ÖAW- Institut für Limnologie
in Mondsee kultiviert wurden.
Obwohl Blaualgen (Cyanobakterien) weltweit zu den ältesten und primitivsten, pflanzenähnlichen Organismen gehören, setzen Forscher große Hoffnungen in diese unscheinbaren Lebewesen. Der Grund dafür ist die Gewinnung von diversen, für Medizin und Technik höchst interessanten Substanzen, wie einem Sonnenschutzpräparat oder einem Wirkstoff gegen Aids bis hin zum alternativem Treibstoff Ethanol.
Cyanobakterien zeigen gegenüber wechselnden Umweltbedingungen eine weite Toleranz. Sie gedeihen in Wüsten und Halbwüsten, in den Freiwasserzonen von Meeren und Seen und auch in deren Uferzonen. Oft findet man sie in Lebensräumen, die zumindest zeitweise sauerstofffrei werden, wie zum Beispiel in Seensedimenten, in mikrobiellen Matten an den Sandküsten der Meere oder in der Wurzelzone mancher höherer Pflanzen mit denen sie in Symbiose leben.
Die große ökologische Amplitude der Blaualgen ist nur durch vielfältige, physiologische Anpassungen an ihre Umgebung möglich. Zum Beispiel ermöglicht, die Fähigkeit zur Photosynthese und die Eigenschaft, Stickstoff aus der Luft aufnehmen den Blaualgen die Besiedlung neuer Habitate und macht sie darüber hinaus zu wertvollen Symbionten höherer Pflanzen. Für einige Zeit können Cyanobakterien in völliger Dunkelheit überleben und sogar wachsen. Andere Blaualgenarten können Energie aus verschiedenen Substraten, wie Glukose, Fructose oder Saccharose in Dunkelheit und sauerstofffreien Bedingungen gewinnen.
Cyanobakterien produzieren eine Vielfalt sekundäre Stoffwechselprodukte mit interessanten Eigenschaften, wie zum Beispiel das UV-Schutzpigment Scytonemin, welches Sonnenlicht der Wellenlängen 325 bis 425 nm absorbiert und damit wirksam die gefährliche UV-A und UV-B Strahlung wegfiltert. Dieses Pigment ist auch für die schwarze Farbe der sogenannten “Tintenstriche” verantwortlich, die man häufig auf Felsen in den Alpen beobachten kann.
Einige Blaualgen produzieren verschiedene extrazelluläre Polysaccharide, die für die Bindung von Nährstoffen, als Schutz vor Fressfeinden und vor Austrocknung verwendet werden. Andere Arten beinhalten verschiedene zuckerbindende Proteine, wie zum Beispiel Cyanovirin-N, welches gegenwärtig, wegen seiner Wirkung gegen die Übertragung von HIV (Menschliches Immunschwäche-Virus auch als sog. Aidsvirus bekannt), in der Erprobungsphase steht.
(http://aidsinfo.nih.gov/DrugsNew/DrugDetailNT.aspx?int_id=0395prod)
Ethanol gilt zur Zeit als eine der vielversprechendsten Quellen für alternative Energie im Gegensatz zu den herkömmlichen Treibstoffen und wurde bisher mittels Fermentation aus Mais, Zuckerrohr und anderen agrarwirtschaftlichen Pflanzen gewonnen. Bei der Verarbeitung der Biomasse von Blaualgen und anderen pflanzlichen Mikroorganismen zu Ethanol, ist jedoch die Ausbeute im Vergleich zu jener aus Mais oder Zuckerrohr größer, da unter optimalen Bedingungen eine höhere Zuwachsrate erwirtschaftet werden kann. Dr. Rainer Kurmayer und Dr. Guntram Christiansen, beide Wissenschafter des Instituts für Limnologie Mondsee der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, forschen in Kooperation mit den beiden Firmen CyanoBiofuels (http://cyano-biofuels.com/) and CyanoBiotech (http://www.cyanobiotech.com/), in diesem zukunftsträchtigen Bereich. Im Forschungsprojekt “Use of cyanobacteria for the production of ethanol and natural products” werden Cyanobakterien in großer Zahl hinsichtlich ihrer photosynthetischen Kapazität und weiterer physiologischer Parameter untersucht. Weiter soll die Stresstoleranz, der Blaualgen genauer erforscht werden. Es wurden bereits Cyanobakterien aus verschiedenen Süßwasser- und Seewasserhabitaten isoliert. Aufgrund der hohen Variabilität bezüglich ihrer physiologischen Eigenschaften stellt die Sammlung von Blaualgenkulturen verschiedener Standorte eine wichtige Basis für die experimentelle Auswahl geeigneter Stämme dar.
Kontakt: Dr. Rainer Kurmayer, Dr. Guntram Christiansen
Tel. 0043 6232 3125 32
e-mail: rainer.kurmayer@oeaw.ac.at, guntram.Christiansen@gmail.com
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Foto: BOMOSA Äthiopien BOMOSA Logo (Entwurf: Waidbacher)
BP Fischer beim Besuch der äthiopischen
BOMOSA-Partnerinstitution
Ostafrikas Bauern ernten Fische
BOMOSA – das ist der Name eines innovativen EU-Projekts unter österreichischer Leitung, welches Bauern in Ostafrika ein Zusatzeinkommen aus der Fischzucht ermöglicht. Dabei bilden, einfach zu bedienende, Netzkäfige zur Aufzucht von heimischen Fischarten in Teichen, Kleinstauseen und Bewässerungskanälen den Schlüssel zum Erfolg. Damit gelingt die Fischproduktion in fischereiwirtschaftlich ungenutzten Gewässern und die zusätzliche Nutzung von landwirtschaftlichen Abfallprodukten als Fischfutter. Ein weiterer Vorteil von BOMOSA ist, dass im Gegensatz zur Viehzucht kein Wasser für die Produktion von hochwertigem Eiweiß verbraucht wird, wodurch in niederschlagsarmen Gebieten der Kreislauf der Dürre gestoppt wird. Im September 2009 werden die erfolgreichen BOMOSA-Fischzuchtanlagen in Kenia, Äthiopien und Uganda nach der 3-jährigen Projektlaufzeit im Rahmen einer Konferenz an die lokalen Organisationen übergeben. Die weitere Verbreitung des BOMOSA Fischzuchtsystems wird von den zuständigen Ministerien der drei Länder unterstützt. Im Februar 2008 besichtigte Österreichs Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, im Rahmen eines Besuches in Äthiopien, einen der BOMOSA Standorte und konnte sich vor Ort vom Erfolg des Projektes überzeugen.
Ostafrikas Bauern kämpfen immer stärker mit den Auswirkungen ausfallender Niederschläge während der Regenzeiten, was besonders die ländliche Bevölkerung massiv beeinträchtigt. Nur durch intensive Bewässerung der Agrarflächen können überhaupt noch Ernten stattfinden. In manchen Regionen kommt es aber zu totalen Missernten. Für die Bewässerung der bewirtschafteten Ackerflächen wird Wasser aus Klein- und Kleinstgewässern entnommen, ein hoher Viehanteil treibt den Wasserverbrauch noch zusätzlich in die Höhe. Allein in den Ländern Kenia, Somalia, Dschibuti und Äthiopien sind wegen der Wasserknappheit rund elf Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die zunehmende Dürre als Folge des Klimawandels verschärft die Situation zusätzlich.
Im Oktober 2006 startete das EU-Projekt BOMOSA unter der Leitung der Universität für Bodenkultur unter Mitwirkung von zehn internationalen Partnern (www.bomosa.org). Das EU Projekt ist ein Resultat von langjährigen Partnerschaften mit Afrika, die im Rahmen des internationalen IPGL Ausbildungsprogramm für WasserwissenschafterInnen und GewässermanagerInnen (IPGL – International Post-Graduate Training Programmes in Limnology“, www.ipgl.at) entwickelt wurden. Logischerweise übernimmt auch IPGL als Teil des Instituts für Limnologie, Mondsee, der österreichischen Akademie der Wissenschaften maßgebliche Verantwortung im internationalen Projektkonsortium. Der Name BOMOSA setzt sich aus den drei Institutionen, die das BOMOSA Fischzuchtsystem entwickelt haben, zusammen: BOku (Universität für Bodenkultur Wien, Österreich), MOi Universität (Eldoret, Kenia) und SAgana Fish Farm (Kenia).
Ostafrikanische Bauern wurden im BOMOSA-Ausbildungsprogramm von ExpertInnen in Aquakultur, Fischerei/Wassermanagement und Vermarktungsstrategien unterrichtet um die rasch wachsenden und wohlschmeckenden Tilapien (Orechromis niloticus) in speziellen Netzkäfigen erfolgreich zu züchten. Die BOMOSA Netzkäfige sind faltbar und können ohne technische Hilfe von zwei Personen leicht transportiert und gehandhabt werden. Der Besatz der Netzkäfige erfolgt durch lokale Fischfarmen, die die Jungfische, sog. „fingerlings“, vorstrecken bzw. durch vor Ort gefangene Jungfische der jeweiligen Gewässer. Die unkomplizierte Technik ermöglicht den Einsatz der Fischkäfige in den unterschiedlichsten, natürlichen und künstlichen, Gewässern im ländlichen Raum. So können sogar Bewässerungskanäle und temporäre Gewässer, die während der Regenzeit auftreten, bewirtschaftet werden. Die Fische werden mit lokal verfügbarem Fischfutter aufgezogen. Im Rahmen des Projektes wurde ermittelt welches Fischfutter vor Ort aus vorhandenen Ressourcen aus der Landwirtschaft und biologischen Abfällen produziert werden kann. Dieses wird nun bevorzugt verwendet. Die Fische können nach der Ernte direkt von den Bauern als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden und tragen, zusätzlich zur traditionellen Landwirtschaft, zum Einkommen bei. Ein zusätzlicher positiver Effekt der Tilapienzucht ist die Dezimierung der Mückenlarven in den Kleingewässern. Die gefährlichen Malariaüberträger dienen den Fischen als zusätzliche Nahrungsquelle und werden so ohne den Einsatz gesundheitsschädlicher Chemikalien vernichtet. Auch die stark überfischten Gewässer Ostafrikas (z.B. Viktoriasee), könnten durch künftige Verbreitung der BOMOSA Aquakultur profitieren und entlastet werden. Außerdem kann das, für die Fischzucht benötigte, Personal zu 100% aus der lokalen Bevölkerung gestellt werden, welches zumindest zur Hälfte aus weiblichen Arbeitskräften besteht. Damit werden neue Voll- und Teilzeitarbeitsplätze im ländlichen Bereich geschaffen.
Der Ertrag aus den Fischzuchtanlagen ist beachtlich: Bis zu 30kg Fisch können im besten Fall pro Netzkäfig 2- 3x pro Jahr geerntet werden. Bei 10 Netzkäfigen beträgt die jährliche Produktion in etwa 800 kg Fisch. Der Ertrag aus den verkauften Fischen unterstützt die Kleinbauern und ist somit ein vielversprechendes Instrument zur Armutsbekämpfung. Die Vernetzung der ländlichen Bevölkerung stärkt die Gemeinden insgesamt und schafft ökonomische Netzwerke auf regionaler und überregionaler Ebene.
Im Zuge der Abschlusskonferenz im September 2009 werden die BOMOSA Ergebnisse präsentiert und bestehende BOMOSA Standorte besucht. Erstellt werden Handbücher und Broschüren, die Ergebnisse und Erfahrungen aus 3 Jahren Projektarbeit für zukünftige Betreiber der Standorte verfügbar machen. Für die nächsten drei Jahre ist zumindest eine Verdreifachung der Fischzuchtstandorte in Ostafrika geplant, wobei die nationalen und regionalen Regierungsorganisationen von einer weitaus größeren Steigerungsrate ausgehen.
Innerhalb des BOMOSA Projekts werden auch wissenschaftliche Aspekte zu diversen Forschungsbereichen, z.B. Umweltverträglichkeit, Wasserqualität und Umwelttoxikologie, untersucht. Das Institut für Limnologie der ÖAW in Mondsee arbeitet, im Rahmen des BOMOSA Projekts, an dem temporären Auftreten giftiger Blaualgen (Cyanobakterien) in den Fischteichen. Auch direkt vor Ort arbeiten einige ostafrikanische und österreichische StudentInnen an ihren Diplomarbeiten und Dissertationen innerhalb des BOMOSA Projekts.
Um die Popularität des Projekts zu fördern, wurde von lokalen Künstlern sogar ein eigener BOMOSA-Song komponiert, der in Suaheli und/oder Englisch auf der BOMOSA Webseite abrufbar ist.
PR Limnologie, 1.4.2009
Mehr Information zu BOMOSA finden Sie unter:
http://www.bomosa.org/
BOMOSA Song:
http://bomosa.oeaw.ac.at/mains/BOMOSASONG.wma
Institut für Limnologie der ÖAW:
http://www.oeaw.ac.at/limno
Fischernte aus BOMOSA Netzkäfigen in Uganda
Foto: BOMOSA Uganda

Tilapia (Orechromis niloticus) Foto: Winkler

BOMOSA Netzkäfig zur Fischzucht
Foto: Winkler
Rückfragehinweis:
Mag. Gerold Winkler, Institut für Limnologie der ÖAW Mondsee, Tel.:06232/4079-2
Univ. Prof. Dr. Herwig Waidbacher, Universität für Bodenkultur Wien, Tel.:01/47654-5222
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BOMOSA: EU-RESEARCH PROJECT ON FISH AQUACULTURE IN EASTERN AFRICA
BOMOSA schemes are pioneering small-scale fish farming in Eastern Africa by establishing rural aquaculture networks, coordinated in a "hub and plot" system. A BOMOSA scheme comprises of a central fish farm (hub), providing fish fingerlings and expertise to rural fish farming sites (plots). A BOMOSA plot consists of suitable water body, fish cages, pier construction, locally available fish feeds, feed dispensers and motivated fish farmers. The net-like BOMOSA cages can be folded, easily transported and handled by two persons without mechanical aid. BOMOSA schemes can be implemented along a wide range of water bodies such as reservoirs, ponds, ditches, irrigation channels and naturally occurring temporary water bodies formed during the rainy season. BOMOSA is investigating new standards in low protein fish feeds from locally available agricultural by-products for the economical integration of aquaculture with agriculture. Innovative research performed by an international consortium is optimizing fish production, minimizing environmental impacts, assessing the regional potential of the BOMOSA approach and maximizing socio-economic outputs for rural communities in Eastern Africa. More information available at: www.bomosa.org

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2008 |
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Joint Danube Survey 2 Team, Probenahme in der Donau, zwei der drei Forschungsschiffe, Fotos: JDS2
50 Tage Probenmarathon an der Donau – Daten für die Zukunft eines Flusses und seiner Bewohner
Im September 2007 endete die größte, in diesem Jahr durchgeführte, wissenschaftliche Flussuntersuchung der Welt in Tulcea, Rumänien. Im sogenannten „Joint Danube Survey 2 (JDS2)“ starteten Mitte August drei Schiffe gleichzeitig von Regensburg in Deutschland um die 2375km lange Strecke der Donau bis zum Delta in 50 Tagen zu beproben. Die Auswertung der enormen Datenmengen aus 124 ausgewählten Probenstellen der Donau und ihrer Zubringer wird die Wissenschafter, unter ihnen den Algenökologe Prof. Martin Dokulil, vom Institut für Limnologie (ÖAW) in Mondsee, bis Ende des Sommers 2008 beschäftigen.
Ziel dieses Projekts war es vergleichbare und seriöse Informationen über die Wasserqualität der gesamten Donau und vieler ihrer Hauptzuflüsse zu erhalten. Diese Daten sind für die Umsetzung der Donauschutzkonvention, die im Jahr 1994 von den Donaustaaten unterzeichnet wurde, sowie der EU Wasserrahmenrichtlinie, die vermutlich die stärkste Wassergesetzgebung der Welt darstellt, von essentieller Bedeutung.
In die umfangreiche Beprobung, welche vom Sekretariat der IKSD in Österreich (Internationale Kommission zum Schutz der Donau) organisiert wurde und mehr als eine Million Euro kostete, sind 18 Wissenschafter involviert, die von zahlreichen anderen Wissenschaftern aus den betroffenen Donaustaaten unterstützt werden. Die IKSD ist eine internationale Organisation, die im Jahr 1998 gegründet wurde und aus den EU Staaten und 13 kooperierenden Ländern besteht. Mittlerweile hat sich die Kommission zu einer der größten internationalen Körperschaften im Bereich des Flussgebietsmanagements entwickelt.
Im Rahmen der JDS2 wurden Wasser- und Sedimentproben sowie Muscheln und Fische gesammelt und zum Teil noch an Bord der Schiffe getestet bzw. untersucht. Viele Proben wurden an Speziallabors in ganz Europa weitergeleitet und dort hinsichtlich toxischer Pestizide, Medikamente, Schwermetalle und Bakterien analysiert. Die finanziellen Mittel wurden sowohl von den Donaustaaten als auch der Europäischen Union und der Privatwirtschaft zur Verfügung gestellt.
Die Wissenschafter konnten verschiedene vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten zum ersten Mal in den nationalen Abschnitten der Donau nachweisen. So war zum Beispiel der Wasserschlauch Utricularia, eine „fleischfressende“ Wasserpflanze, bisher für die Donau der Slowakei noch gar nicht bekannt gewesen und die, im 20. Jahrhundert in der Donau aufgrund der Wasserverschmutzung, verschwundenen Eintagsfliegen konnten in enormer Anzahl wiedergefunden werden. Neben der Erhebung der chemischen, biologischen und physikalischen Daten wurden auch mehr als 10,000 Fotografien der Flussstruktur angefertigt um auch hydrologische Daten in die Auswertung einfließen lassen zu können. Ebenso wurden neue Techniken und Technologien im Rahmen dieser wissenschaftlichen Großveranstaltung erfolgreich eingesetzt und getestet. Dazu gehörte auch der Einsatz eines Fluoreszenzgerätes, mit dem die photosynthetische Leistung des pflanzlichen Planktons erstmals im gesamten Verlauf der Donau erfaßt werden konnte. Quantitative Erhebungen der Menge des pflanzlichen Planktons über ihre Biomasse bzw. über die Menge an Chlorophyll haben im Vergleich zur ersten Bereisung vor sechs Jahren, einen erheblichen Rückgang und eine entsprechende Verbesserung der Wasserqualität vor allem im mittleren Abschnitt der Donau ergeben. Im Gegensatz zum Hauptstrom weisen allerdings mehrere Zuflüsse der Donau immer noch sehr schlechte Wasserqualität auf. An der Zusammensetzung des Planktons hat sich nur wenig geändert. Erwähnenswert ist hingegen, dass in einem Abschnitt der Donau eine fadenförmige Grünalge (Spirogyra) in Fortpflanzung beobachtet werden konnte, was nur selten vorkommt.

Spirogyra, Foto: Dokulil, ÖAW Mondsee
Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit über den Zustand der Donau und Information über die Aktivitäten der JDS2 Crew war ein weiteres, wichtiges Ziel der Aktion. In Kooperation mit lokalen und nationalen Repräsentanten wurde die Bevölkerung im Rahmen der Kampagne „Watch your Danube“ in vielen Veranstaltungen im Vorfeld der Beprobungen und bei vielen Stopps während der Beprobungsaktion entlang der Donau informiert. Eine spezielle Webseite veröffentlichte die aktuellen Ergebnisse und die nationalen Medien berichteten in regelmäßigen Abständen.
Am 25. September erreichten die Forschungsschiffe das Ziel des Probenmarathons: das Schwarze Meer. In weiteren sechs Monaten sollen sämtliche Proben analysiert und bewertet und die Ergebnisse den Regierungen der Donauländer übergeben werden. „Die Ministerien werden dann in einer viel besseren Position sein um zu entscheiden welche Maßnahmen bezüglich der Verschmutzung und der anderen Probleme des Donauraumes getroffen werden müssen,“ meint der IKSD Sekretär Philip Weller, „die endgültigen Ergebnisse werden im nächsten Frühling veröffentlicht.“
Weitere Links:
Danube Day http://www.danubeday.org/de/home 11.08.2008 |
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Mehr Raum für Gewässerforschung am Mondsee

„vorübergehender Baustopp seit Dezember 2008“ Foto: © PR Limnologie Mondsee
Das 1981 eröffnete Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Mondsee wird mit Mitteln der ÖAW und des Landes OÖ erweitert und neu adaptiert.
Die ÖAW ist Trägerorganisation von 65 Forschungseinrichtungen an 10 Standorten in Österreich. Das Institut für Limnologie stellt das einzige außeruniversitäre Forschungsinstitut in Österreich dar, welches sich die Grundlagenforschung im Gewässerbereich und in der Biodiversitäts- und Ökosystemforschung zur Hauptaufgabe gemacht hat. Wichtige Erkenntnisse im Bereich der mikrobiellen Ökologie, Algen- und Klimaforschung sowie der Zooplankton- und Fischökologie in unseren Seen sind auf Forschungsprojekte des Instituts in Mondsee zurückzuführen. Darüber hinaus ist das Institut auch Sitz von internationalen Ausbildungsprogrammen (IPGL). Seit Eröffnung des Instituts wurden in diesen Master-Studienprogrammen und Fachkursen 422 Wissenschafter aus mehr als 60 Ländern erfolgreich im Master-Studienprogramm und Fachkursen ausgebildet.
Die Zunahme des Personalstandes am Institut für Limnologie von 14, im Eröffnungsjahr 1981, auf heute 40 beschäftigte Personen am Institut für Limnologie, hat einen Ausbau des Forschungsinstituts dringend notwendig gemacht. Die positive Personalentwicklung hat sich vor allem durch die deutliche Zunahme der bewilligten Forschungsprojekte ergeben. So konnten allein im letzten Jahr ca. 1 Mio. € an Drittmittel lukriert und somit zusätzliche Projektmitarbeiter angestellt werden.
Als Baumaßnahmen sind am Standort Mondsee einerseits die straßenseitige Erweiterung des bestehenden Institutsgebäudes, die Aufstockung des Bibliothekstraktes und Anbindung der Bibliothek an das Hauptgebäude sowie der Ausbau des Dachgeschosses vorgesehen.
Während der Umbauphase wird der Forschungsbetrieb in Labors des erst kürzlich in Mondsee eröffneten Technologiezentrums Mondseeland sowie in Büros im Industriegebiet von Mondsee ausgelagert.
_© OÖ Landesregierung
Eröffnung des Technologiezentrum Mondseeland von links nach rechts:
BM KR Mierl, LR KR Sigl, DI Gaigg (GF des TechnoZ Mondseeland), LH Dr. Pühringer, Prof. Weisse
Die IPGL-Programme finden vorübergehend im Wassercluster Lunz (NÖ) statt.
http://www.oeaw.ac.at/limno
http://www.ipgl.at
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New article published: Montagnes, D.J.S., Morgan, G., Bissinger, J. E., Atkinson, D. & T. Weisse (2008): Short-term temperature change may impact freshwater carbon flux: a microbial perspective. Global Change Biology 14: 2810-2822 _27.11.08 |
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Fotos Limnologie Fotos Allgemein
„Lange Nacht der Forschung“ in Wien: Einblick in die verborgene Vielfalt des Lebens unserer Gewässer Das Institut für Limnologie Mondsee (ÖAW) nimmt am 8. November 2008 an der „Langen Nacht der Forschung“ in Wien teil und präsentiert sich in der Aula der Wissenschaften im 1. Bezirk mehr...

In der Station „Wasserlabor“, des Instituts für Limnologie Mondsee inder Aula der Wissenschaften in Wien, können interessierte Besucher die verborgene Vielfalt des Lebens im Wasser kennenlernen.
Folgende Themen werden vorgestellt:
- Beobachten Sie lebende, winzige Planktonorganismen und andere Lebewesen aus unseren Seen und Flüssen in Aquarium und Mikroskop und erfahren Sie Wissenswertes zur Lebensweise dieser wichtigen Winzlinge unserer Gewässer.
- Algenblüten in Gewässern können Toxine enthalten. Ist aufbereitetes Trinkwasser aus diesen Gewässern auch wirklich unbedenklich? Die Forschung beschäftigt sich mit dem Nachweis von unsichtbaren Toxinen im Trinkwasser. Sie als Besucher können mittels einfacher enzymatischer Tests dieses Wasser überprüfen.
- Wie arbeiten Gewässerforscher im Freiland? Bekommen Sie einen Einblick in die Arbeitsweise von Gewässerforschern und lassen Sie sich Probenahmegeräte und Methoden demonstrieren.
- Der See als Klimadatenbank der Vergangenheit – Bereits vor 6000 Jahren, zur Zeit der Römer und im Mittelalter gab es Wärmephasen, die mit unseren heutigen vergleichbar sind. In der Paläolimnologie lassen sich mittels Sedimentproben Rückschlüsse auf das Klima während der letzten 20.000 Jahre ziehen.
- Wie unterscheiden sich Seen von Flüssen? Warum ist für manche Organismen die Wasserströmung lebenswichtig? Wie haben sich die Organismen an die Strömung angepasst ? Welche Organismen zeigen die Gewässergüte in Flüssen und in Seen an ? Wie sauber sind die Gewässer in Österreich ?
- Limnomemory und Wassermandalas für Kinder und Junggebliebene
- Filme zu gewässerökologischen Themen
Die Präsentation des Institut für Limnologie Mondsee finden Sie
Wo: Aula der Wissenschaften, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1010 Wien
STATION P07
Wann: 16:25 – 24:00 Uhr
Zielgruppe: Besucher jeden Alters
Die Lange Nacht der Forschung am 8. November 2008 findet an 6 Standorten in Österreich statt: Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg, Wien und Wr. Neustadt. Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen präsentieren Wissenswertes von der Grundlagenforschung über die angewandte bis hin zur industriellen Forschung.
Die Lange Nacht der Forschung 2008 wird von drei Bundesministerien getragen:
- BMVIT - Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (Bundesminister Werner Faymann, Staatssekretärin Christa Kranzl)
- BMWA - Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Bundesminister Martin Bartenstein)
- BMWF - Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (Bundesminister Johannes Hahn)
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Fotos Symposium
„150 Jahre Fischforschung in Österreich - Rückblick, Standortbestimmung und Ausblick“
Veranstaltung zum Jubiläum der Publikation:
Heckel, J. und Kner, R. (1858): Die Süßwasserfische der östreichischen Monarchie. Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig, 388 pp.
 
Vertreter der wichtigsten, in Österreich tätigen Institutionen, die sich mit ichthyologischer Forschung beschäftigen, geben in Fachvorträgen einen Überblick über vergangene, gegenwärtige und zukünftige Forschungsaktivitäten. Ergänzt wird das Programm durch Vortragende aus Deutschland und Tschechien sowie einer Podiumsdiskussion mit Vertretern Technischer Büros, von Fischereiverbänden und öffentlicher Institutionen. Als Zielgruppe dieser Veranstaltung sollen nicht nur Wissenschafter, sondern auch Gewässerökologen, Fischereisachverständige und andere interessierte Personen von dieser Veranstaltung angesprochen werden.
Veranstaltungsort: Naturhistorisches Museum Wien, Burgring 7, 1010 Wien
am 23.10.2008 09:00 - 17:00 Uhr
und 24.10.2008 09:00 - 13:00 Uhr
Organisation: Univ-Doz Dr. Josef Wanzenböck, Dr. Sabine Wanzenböck, Institut für Limnologie Mondsee der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, in Kooperation mit Dr. Ernst Mikschi, Naturhistorisches Museum Wien
Anmeldung und Rückfragen: Dr. Sabine Wanzenböck, Institut für Limnologie Mondsee, ÖAW, Mondseestrasse 9, 5310 Mondsee,
T ++43(0)6232 3125-48 F ++43(0)6232 3578 E-Mail sabine.wanzenboeck@oeaw.ac.at Teilnahme kostenlos!
Links:
1) Detailprogramm PDF
2) Anmeldeformular DOC
Eintrag: 20.8.2008
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IPGL-Programme, Foto: Winkler, ÖAW Mondsee
2008 – Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs, der Dialog mit internationalen Wissenschaftern findet in Mondsee seit mehr als 32 Jahren statt.
Die Limnologie ist die Lehre der biologischen Eigenschaften der Binnengewässer, also Seen und Flüssen in ihrem physikalisch-chemischen Umfeld. Diese Wissenschaft untersucht dabei nicht nur die Lebewesen, die in unseren Gewässern vorkommen, sondern auch ihre Wechselbeziehungen untereinander und die Gewässer als Ganzes.
In vielen Ländern der Erde sind Wasser und aquatische Ressourcen limitierende Faktoren für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und Fachleute im Bereich Gewässerschutz und Gewässermanagement fehlen.
Aus diesem Grund haben sich die Wissenschafter am Institut für Limnologie schon in den 1970er Jahren zum Ziel gesetzt ihr limnologisches Fachwissen zu vermitteln und im Gegenzug von internationalen Fachleuten auf verschiedenen Ebenen zu lernen. Seit mittlerweile 32 Jahren kommen internationale Wissenschafter und Studenten nach Mondsee um am Institut für Limnologie zu forschen, zu lehren und zu lernen. Im Rahmen der IPGL-Programme (IPGL = International Programmes in Limnology) finden jährlich Fachkurse zu limnologischen Themen und ein 18-monatiges Master-Studienprogramm für Teilnehmer aus Entwicklungsländern statt, die in Zusammenarbeit von österreichischen und internationalen Universitäten und Institutionen organisiert werden. Das Master-Studienprogramm wird in Kooperation mit UNESCO-IHE, dem “Wasserinstitut” der Vereinten Nationen (UNO) durchgeführt. In Vorlesungen, praktischen Kursteilen und Exkursionen werden Techniken und Know-how in vielen limnologischen Bereichen vermittelt, z.B.: Gewässerökologie und Gewässermanagement; Gewässergüte und Wasserqualität; Fischerei und Fischzucht; Naturschutz und Biodiversität; Umweltverträglichkeitsprüfungen und ökologische Wasserbaumaßnahmen. Mittlerweile haben 422 Wissenschafter aus 60 Ländern die IPGL-Programme absolviert.
IPGL steht aber nicht nur für die Ausbildung von Wasserexperten, sondern auch für die Bildung von Netzwerken im Wasserbereich. So hat sich im Jahr 2003 aus AbsolventInnen der IPGL-Programme und anderen im Wasser/Umweltbereich tätigen Fachleuten in Ostafrika die Eastern Africa Water Association (EAWA) zusammengeschlossen. Bei regelmäßigen Treffen werden aktuelle Probleme im Wasser- und Umweltbereich präsentiert, Lösungsansätze diskutiert und regionale Aktivitäten ausgearbeitet. --> IPGL, Gerold Winkler
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New research project granted: "Use of Cyanobacteria for the production of ethanol and natural products research" PDF |
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New article published: Christiansen G, Molitor C, Philmus B, Kurmayer R (2008): Non-Toxic Strains of Cyanobacteria are the Result of Major Gene Deletion Events Induced by a Transposable Element, Mol. Biol. Evolution Volume 25, 2008 Link 20.05.08 |
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Amazonenkärpfling, Foto: Lamatsch, ÖAW Mondsee
Kleiner Fisch ohne Sex gewinnt den Kampf ums Überleben
Der Amazonenkärpfling, Poecilia formosa, ein kleiner Fisch aus Nordamerika, der mindestens 70 000 Jahre ohne sexuelle Vermehrung ausgekommen ist, schwimmt gegen den Strom der Evolution. Im Gegensatz zur Vorhersage von Computermodellen stirbt dieser Fisch nicht aus. Wissenschaftler der Universitäten Edinburgh und Würzburg sowie des Instituts für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) untersuchen, wie es der Amazonenkärpfling trotzdem schafft, seit so langer Zeit zu überleben.
Da der Amazonenkärpfling nur Weibchen ausbildet, wurde sein Artname von den männerlosen Reiterinnen der griechischen Mythologie, den Amazonen, abgeleitetet. Seine sexuellen Begegnungen mit Männchen einer Schwesternart dienen lediglich dazu, an Spermien zu gelangen und damit die Entwicklung der Embryonen anzuregen. Die Erbsubstanz der Männchen wird dabei normalerweise nicht an die Nachkommen weitergegeben, sondern es werden nur die Gene der Mutter vererbt. Diese Fortpflanzungweise kann mit ‚natürlichem’ Klonen verglichen werden. Eine derartige eingeschlechtliche Vermehrung über mehrere Generationen, ohne die Auffrischung des genetischen Materials, ist normalerweise mit nachteiligen Erbgutveränderungen verbunden, die in der Folge zu Problemen bei den Nachkommen führen können. Letztendlich ist das Aussterben dieser Art vorprogrammiert. Wie lange das dauert, hängt von vielen Faktoren ab und ist daher schwer vorherzusagen. Genau solch eine Vorhersage ist jedoch kürzlich gelungen. Wie die Zeitschrift „BMC Evolutionary Biology“ berichtet, konnten alle wichtigen Faktoren genau genug bestimmt werden, um mit einem einfachen mathematischen Modell abzuschätzen, wie lange es dauert, bis der Amazonenkärpfling aufgrund nachteiliger Erbgutveränderungen ausgestorben sein müsste. Überraschenderweise ist diese berechnete Zeit kürzer als das geschätzte Mindestalter der Art. Die Forscher glauben daher, dass spezielle genetische Überlebenstricks dem Amazonenkärpfling helfen könnten, weiterhin in den Flüssen im Südosten Texas und Nordosten Mexikos zu leben. Einer dieser Tricks könnte sein, dass gelegentlich doch etwas Erbsubstanz von den artfremden Männchen übernommen wird, um die eigenen Gene aufzufrischen und am Leben zu bleiben, eine Vermutung, die auf Prof. Manfred Schartl von der Universität Würzburg zurückgeht. Das entsprechende Evolutionsmodell wurde von Dr. Laurence Loewe an der Universität Edinburgh mit Hilfe von evolution@home durchgerechnet. Evolution@home ist das erste global verteilte Rechensystem für die Evolutionsbiologie und hat seine Ursprünge in Deutschland. Die Lebensdaten, welche die Evolution des Amazonenkärpflings besonders gut beschreiben, wurden von Dr. Dunja Lamatsch erhoben, die seit Januar 2008 am Institut für Limnologie Mondsee, beschäftigt ist. No sex for all-girl species, Dunja Lamatsch 16.06.08
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*New article published: * Weisse, T. (2008): Distribution and diversity of aquatic protists: an evolutionary and ecological perspective
Biodiversity and Conservation 17, 243-259. Link PDF |
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Sedimentbohrkerne mit Jahresschichten, Foto: Schmidt, ÖAW Mondsee
Seesedimente dokumentieren Klimaerwärmung bereits nach der letzten Eiszeit
Die Klimaerwärmung wird von den meisten Menschen als „modernes“ Phänomen gesehen, dabei wissen die wenigsten, dass es vergleichbar warme Zeitperioden schon vor ca. 6000 Jahren, in der Römerzeit und im Mittelalter gegeben hat. Ablagerungen alpiner Seen sind somit bedeutende Klimaarchive und können helfen die klimatischen Veränderungen der Geschichte zu erforschen.
Am Grund von Seen sammeln sich im Lauf der Jahrtausende Schlammschichten an, die sogenannten Sedimente. In diese sind Reste mikroskopisch kleiner pflanzlicher und tierischer Lebewesen eingebettet, wie jene von Kiesel- und Goldalgen oder Larven von Zuckmücken. Die Artenzusammensetzung und Häufigkeit dieser Bioindikatoren im Sediment vermittelt uns, zusammen mit der Sedimentbeschaffenheit, ein Bild des Klimas der Vergangenheit. Zu diesem Zweck werden die Reste der Bioindikatoren in einem Bohrkern aus einem geeigneten See im Licht- und Elektronenmikroskop ausgezählt und gegen die Zeit aufgetragen. Dies macht eine genaue Datierung (mit Hilfe von Jahresschichten, siehe Foto, oder mit Radioisotopen) der Bohrkerne notwendig. Für die Rekonstruktion klimatischer Kenngrößen, wie etwa Wassertemperatur oder Durchmischungszeiten, müssen die Bioindikatoren geeicht (kalibriert) werden. Dies geschieht dadurch, dass man Arten- und Mengenverteilungen in den Oberflächensedimenten einer möglichst großen Zahl von Seen (Kalibrierseen) mit gemessenen chemisch-physikalischen Kenngrößen (z.B. Temperaturmessungen) dieser Seen in Beziehung setzt. Mit Hilfe statistischer und anderer mathematischer Methoden werden Modelle für die einzelnen Kenngrößen erstellt. Diese werden verwendet, um die einzelnen Kenngrößen aus der Zusammensetzung der fossilen Bioindikatoren der Bohrkerne zu errechnen.
Im Rahmen von Forschungsprojekten des Instituts für Limnologie der ÖAW, des Österreichischen Forschungsfonds (FWF) und des Programms Alpenforschung der ÖAW, zeigte die multidisziplinäre Auswertung der Bohrkerne eines alpinen Sees in den Niederen Tauern (Lungau), dass vor ca. 6000 Jahren, in der Römerzeit und im Hochmittelalters bereits Temperaturen erreicht wurden, die mit den aktuellen Temperaturdaten vergleichbar sind. Mögliche Unterschiede zur heutigen durch den Menschen mitverursachten Erwärmung könnten jedoch unterschiedliche saisonale Verteilungsmuster von Temperatur und Niederschlag sein.
Die Arbeitsgruppe Paläoliomnologie (Leitung Prof. R. Schmidt) am Institut für Limnologie veranstaltete im März 2008 ein Workshop mit dem Ziel der Zusammenführung klimarelevanter Daten (PALDAT) der letzten 20 000 Jahre, also seit dem Ende der letzten Eiszeit. Neben Seesedimenten sollen Gletscher, Baumringe, Höhlensedimente, Moore u.a. Klimazeugen herangezogen bzw. deren Klimasignale miteinander verglichen werden, um die Variabilität und die Dynamik des Klimas in der Zeit zu erforschen.
Bilder des Workshops März 2008, Mondsee (Fotos: Pichler, ÖAW Mondsee)
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Paläolimnologie, Roland Schmidt
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22. Mai 2008
Internationaler Tag der Artenvielfalt (Biodiversität)
Die weltweite Zerstörung von Lebensräumen bedrohter Arten nimmt in dramatischem Maße zu. Etwa 16.000 der bisher bekannten Tier- und Pflanzenarten waren im Jahr 2007 laut Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht, dabei sind viele Arten noch gar nicht erforscht. Einige Spezies werden voraussichtlich schon aussterben, bevor sie vom Menschen überhaupt entdeckt worden sind. Das Aussterben von Arten ist zwar ein natürlicher Prozess, der auch ohne das Zutun des Menschen vor sich gehen würde, durch den starken anthropogenen Einfluss wird die Geschwindigkeit, mit der Arten aussterben, jedoch drastisch erhöht. Allein zwischen den Jahren 1970 und 2000 hat die Gesamtzahl der bekannten Arten um 40% abgenommen.
Unter dem Begriff „Biodiversität“ versteht man nicht nur die Anzahl der verschiedenen, existierenden Pflanzen- und Tierarten, sondern auch deren genetische Vielfalt und die Variabilität ihrer Lebensräume (Ökosysteme).
Im Jahr 2002 beschlossen die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention das „2010-Ziel“: Die Rate des Verlustes der biologischen Vielfalt soll bis zum Jahr 2010 signifikant reduziert werden. Dies soll einerseits helfen die biologische Vielfalt, andererseits auch die Vielfältigkeit von Ökosystemen zu erhalten und deren Degradation entgegenzuwirken. Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft wurde im Jahr 2001 sogar der Stopp des Verlustes an biologischer Vielfalt bis 2010 gefordert.
Durch die Einführung sogenannter „Natura 2000“ Gebiete durch die Europäische Union (EU), wurde ein ökologisches Netz an besonderen Schutzgebieten im Gebiet der europäischen Union geschaffen. Natura 2000 ist ein europaweites System von Schutzgebieten, das mit dem Ziel errichtet wird, die Vielfalt der Lebensräume und wildlebenden Tier- und Pflanzenarten auf Dauer zu erhalten. Rechtliche Grundlage der Natura 2000 Gebiete ist die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitatrichtlinie der EU.
Das Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beschäftigt sich schon seit Beginn dieses Jahrtausends mit dem Forschungsschwerpunkt Biodiversität. Zur Zeit werden am Institut in Mondsee gewässerökologische und genetische Untersuchungen zum Thema „Entstehung und Erhaltung der Diversität und Komplexität auf der Ebene des Individuums, der Population, der Art und des Ökosystems“ durchgeführt. Der Mondsee in Oberösterreich, welcher selbst eines der Natura 2000 Gebiete darstellt, ist dabei einer der Lebensräume, der von den Limnologen untersucht wird. Ausschlaggebend für die Ernennung dieses Natura 2000 Gebietes war das eng begrenzte Vorkommen des Perlfisches, eines karpfenartigen Fisches, in Mond- und Attersee. Im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Limnologie wurden die ökologischen Bedürfnisse dieser Art untersucht und somit die Grundlage für einen nachhaltigen Schutz dieser Art gebildet (Österreichs Fischerei Mayr & Wanzenböck 2006). In einem weiteren Forschungsprojekt werden genetische Untersuchungen an Coregonen (Reinanken) im See durchgeführt um dadurch Daten über eine mögliche Kreuzung von Besatzfischen mit den ursprünglich in den Seen vorhandenen Fischarten zu erhalten. Der Schutz ursprünglicher Coregonenarten und ihrer Lebensräume steht dabei im Vordergrund. Bei den Projekten des Instituts im mikrobiologischen Bereich (Weisse, Boenigk, Hahn, Kurmayer) geht es vor allem um die Erforschung der genetischen und physiologischen Anpassung bekannter und bisher noch unbekannter Einzeller und Kleinstlebewesen in ihrem Lebensraum.
Internationaler Tag der Artenvielfalt
Weiterführender Link:
http://ec.europa.eu/environment/nature/index_en.htm (englisch) |
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ÖAW-Thema des Monats: Forscher des Instituts für Limnologie der ÖAW rekonstruieren den Einfluss saisonaler Klimabedingungen auf die Entwicklung der alpinen Landnutzung. Link |
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22. März 2008 WELTWASSERTAG
Die ununterbrochene Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist für viele Menschen in den reichen Industriestaaten zur Selbstverständlichkeit geworden. Hingegen sind verunreinigtes Wasser und mangelhafte oder fehlende Abwasserentsorgung die Hauptursache für 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern.
Im Jahr 1992 wurde der 22. März jedes folgenden Jahres von den Vereinten Nationen zum Weltwassertag ernannt. Jeder Weltwassertag steht dabei unter einem speziellen Thema. Das Jahr 2008 ist das “Internationale Jahr der sanitären Grundversorgung“ („International Year of Sanitation“, IYS 2008).
„Der Zugang zur sanitären Grundversorgung ist eng mit den Millenium Development Goals (MDGs) verknüpft, insbesondere mit denen die Umwelt, Ausbildung, Gleichberechtigung und die Reduktion von Kindersterblichkeit und Armut beinhalten“, sagte kürzlich UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. „Etwa 42000 Menschen sterben jede Woche an Krankheiten die von geringer Wasserqualität und dem Fehlen adäquater Sanitärversorgung verursacht werden. Diese Situation ist inakzeptabel!“
Mit dem Weltwassertag sind die Industriestaaten aufgerufen auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Ziel der Vereinten Nationen ist es bis zum Jahr 2015 die Anzahl jener Menschen, die keinen Zugang zu Trinkwasser und Abwasserentsorgung haben zu halbieren.
Ein großer Schritt in diese Richtung wird in Österreich durch die Ausbildung von internationalen Experten aus Entwicklungsländern im Wassersektor schon seit mehr als 30 Jahren erfolgreich vorgenommen. Ziel der am Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften organisierten „International Postgraduate Programmes in Limnology (IPGL)“ ist es, die Kapazität von Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen in Entwicklungsländern zu stärken um adäquate Lösungen für aktuelle und zukünftige Probleme im Wasser- und Umweltbereich zu erarbeiten. Seit 1976 wurden - mit Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA)- 422 WissenschafterInnen aus 60 Ländern am Institut für Limnologie im Rahmen von Master-Studienprogrammen und Fachkursen ausgebildet. Den Schwerpunkt für diese Programme stellt Ostafrika dar. Die akademischen Weiterbildungsprogramme werden in Kooperation mit österreichischen und afrikanischen Institutionen sowie dem „Wasserinstitut“ der Vereinten Nationen (UNESCO-IHE) durchgeführt.
In praktisch-angewandten Laborkursen, Feldstudien und Exkursionen werden Techniken und Know-how aus vielen Bereichen der Limnologie vermittelt: etwa in der Gewässerökologie und im Gewässermanagement, der Gewässergüte und Wasserqualität, der Fischerei und Fischzucht, im Naturschutz und der Biodiversität sowie bei Umweltverträglichkeitsprüfungen und ökologischen Wasserbaumaßnahmen.
http://www.unwater.org/worldwaterday/
http://www.unesco.org/water/water_celebrations/
http://www.un.org/documents/ga/res/47/a47r193.htm
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2007 |
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ERIK JEPPESEN, MARTIN SØNDERGAARD, JENS PEDER JENSEN, KARL E. HAVENS, ORLANE ANNEVILLE, LAURENCE CARVALHO, MICHAEL F. COVENEY, RAINER DENEKE, MARTIN T. DOKULIL, BOB FOY, DANIEL GERDEAUX, STEPHANIE E. HAMPTON, SABINE HILT, KÜLLI KANGUR, JAN KÖHLER, EDDY H.H.R. LAMMENS, TORBEN L. LAURIDSEN, MARINA MANCA, MARÍA R. MIRACLE, BRIAN MOSS, PEETER NÕGES, GUNNAR PERSSON, GEOFF PHILLIPS, ROB PORTIELJE, SUSANA ROMO, CLAIRE L. SCHELSKE, DIETMAR STRAILE, ISTVAN TATRAI, EVA WILLÉN and MONIKA WINDER (2007) : Lake responses to reduced nutrient loading – an analysis of contemporary long-term data from 35 case studies in: Key articles in Freshwater Biology - 25 years of editing with Alan Hildrew and Colin Townsend, Volume 52 VIRTUAL ISSUE
http://www.blackwell-synergy.com/toc/fwb/52/v1 |
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Sensible Indikatoren für Klimaänderung
Der Struktur, Funktion
und Dynamik der
Süßwasser-Ökosysteme
auf der Spur sind die
Wissenschaftler des
Instituts für Limnologie
der Österreichischen
Akademie der
Wissenschaften in
Mondsee. PDF
Aus: Die Presse vom 28. März 2007
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2006 |
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BRIDGING RESEARCH, TECHNOLOGY AND DEVELOPMENT: SUSTAINABLE WATER RESOURCE MANAGEMENT IN EASTERN AFRICA
In December 2006 the EAWA workshop “Bridging Research, Technology & Development: Sustainable Water Resource Management in Eastern Africa” was held in Mombasa, Kenya. It was attended by more than 130 participants drawn from Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Burkina Faso, Cape Verde, Ethiopia, Sudan, Austria, France, Germany, The Netherlands and the United Kingdom.
The sponsors of this workshop were the Africa Water Facility (AWF) and the Austrian Development Cooperation (ADC). The organizers of the workshop were the Eastern Africa Water Association (EAWA), Africa Water Facility (AWF), Egerton University, and the Austrian Academy of Sciences (ÖAW).
The main theme of the workshop was to bring forth research application and reduce the gap between research and development. The structure of the workshop included acquiring knowledge from experts through plenary presentations, discussions and also excursion visits. The aims and activities formulated for this workshop therefore brought forth a nouvelle conceptual model, which focuses on an inclusive approach where all stakeholders are involved in the translation of research findings to development processes in Eastern Africa.
For further information please download “workshop programme & list of participants”PDF and “workshop report” PDF from EAWA Workshop 2006 |
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Nachruf Heinz Löffler
Der Gründungsdirektor und langjährige Obmann des Kuratoriums des Instituts für Limnologie, Univ.Prof. Dr. Heinz Löffler, verstarb am 13. Oktober 2006. Heinz Löffler hat die österreichische Limnologie über fast 50 Jahre und die Entwicklung des Instituts über mehr als drei Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Das Institut für Limnologie ist ihm für seine vielfältigen Aktivitäten in den verschieden Postitionen zu großem Dank verpflichtet. Ein Nachruf für Professor Löffler von Dan L. Danielopol und Fritz Schiemer. PDF
The founding director and long-term chairman of the Advisory Board of the Institute for Limnology of the Austrian Academy of Sciences, Univ.Prof. Dr. Heinz Löffler, passed away on October 13, 2006. Heinz Löffler had a strong impact on Austrian limnology over a period of almost 50 years and influenced the development of the Institute for Limnology over more than three decades. The Institute ows him a debt of gratitude for his many activities in various positions. An obituary by Dan L. Danielopol and Fritz Schiemer. PDF |
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ÖAW Thema des Monats: http://www.oeaw.ac.at/home/thema/thema_200609_2.html |
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2005 |
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Artenvielfalt der Donau: Hoch, aber gefährdet
Die Donau zeichnet sich laut österreichischen Limnologen speziell unterhalb Wiens durch eine besondere Artenvielfalt aus, langfristig ist diese durch neu einwandernde Tiere aber bedroht. Mehr... |
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Polynucleobacter Genome Projekt startet
Unter der Leitung des Institutes für Limnologie wird ein internationales Team die Genome zweier nahe verwandter Bakterienstämme erforschen. Die beiden Stämme unterscheiden sich grundlegend in ihrer Lebensweise und haben daher wahrscheinlich unterschiedliche Funktionen in den von ihnen besiedelten Ökosystemen. Ziele des Projektes sind die Aufdeckung der spezifischen Funktionen der Bakterienstämme im Gewässer sowie die Gewinnung von Einblicken in die Evolution nahe verwandter Bakterienstämme. Mehr... |
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„Dreckige Gewinner“ - Team vom Mondsee erforscht die Karriere von Blaualgen. |
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New Currents in Conserving Freshwater Systems
Within the Symposium “New Currents in Conserving Freshwater Systems” organised by the Center for Biodiversity and Conservation at the American Museum of Natural History, New York City (April 7 and 8, 2005), Univ. Prof. Dr. Dan L. Danielopol was invited to present the lecture: “The videography of subsurface aquatic life – a useful procedure to make environmental conservation of subterranean animals attractive: the Lobau Wetlands (Austria) experience”. An innovative technique for investigation porous groundwater systems using mini-videocameras was developed at the Limnological Institute by Richard Niederreiter (now at UWITEC, Mondsee); it was intensively used by Dr. Peter Pospisil during two FWF research projects on the characterisation of a complex porous groundwater ecosystem. Some of the data presented at this symposium is available also as a CD-Rom “Groundwater Ecology, life beneath our feet” produced by Dr. P. Pospisil and Prof. Dr. Dan L. Danielopol.

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Eisenreich, S.J., Bernansconi, C., Campostrini, P., De Ron, A., George, G., Heiskanen, A.-S., Hjorth, J., Hoepffner, N., Jones, K.C., Noges, P., Pirrone, N., Runnalls, N., Somma, F., Stilanakis, N., Umlauf, G., van de Bund, W., Viaroli, P., Vogt, J., Zaldivar, J.-M., Algieri, A., Beaugrand, G., Bidoglio, G., Blencjner, T., Bouraoui, F., Cinnirella, S., Vole, G., Cornell, S., Demuth, S., Dokulil, M.T., Giordani, G., Hedgecock, I., Lavelle, C., Marsh, T., Mostajir, B., Niemeyer, S., Nykjaer, L., Raes, F., Reynard, N., Straile, D., Thielen, J., Tomasin, A., Trombino, G., 2005. Climate Change and the European Water Dimension. - European Comm., Joint Res. Centre, EUR 21553, Ispra, Italy, pp.253.
Das gesamte Dokument steht zum Download zur Verfügung unter: http://ies.jrc.cec.eu.in |
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2004 |
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ORF Science Channel, Young Science: Giftigen Blaualgen in Österreichs Seen auf der Spur - Europas Blaualgen auf der Spur |
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2003 |
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Europaeische Seen als Klimaanzeiger |
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