Bildmalerei
OeAW
Zentrum Kulturforschungen
Komm f. Kunstgeschichte, OeAW Links Kontakt

Geschichte

Projekte

Publikationen

  Veröffentlichungen
zur Kunstgeschichte


  Geschichte der
bildenden Kunst


  Wiener Hofburg

  St. Stephan

  Mittelalterliche
Wandmalerei

  Jesuitenarchitektur

  Zentrum
Kulturforschungen


  RIHA Journal

Veranstaltungen


Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter


OeAW_Logo
© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 15.02.2013

Corpus der mittelalterlichen Wandmalerei Österreichs
(Erscheint im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)


Band 1
Elga LANC, Die mittelalterlichen Wandmalereien in Wien und Nieder-
österreich (Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien Österreichs 1), mit Beiträgen von Ivo Hammer und Eva-Maria Höhle, Wien 1983.

Band 2
Elga LANC, Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Steiermark (Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien Österreichs 2), Wien 2002.

Band 3
Elga LANC, Die mittelalterlichen Wandmalereien im Burgenland (Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien Österreichs 3), in Vorbereitung.


Elga LANC
Die mittelalterlichen Wandmalereien in Wien und Niederösterreich (Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien Österreichs 1), mit Beiträgen von Ivo Hammer und Eva-Maria Höhle, Wien 1983.

In der Geschichte der österreichischen Malerei des Mittelalters fehlt bisher eine entsprechende Berücksichtigung der Wandmalerei. Nicht nur, dass diese Kunstgattung für jene Epochen, aus denen es noch keine Tafelbilder gibt, zusammen mit der Glasmalerei die Malerei größeren Maßstabes allein vertritt, repräsentiert sie auch zahlenmäßig den größten Bestand.

Eine corpusmäßige Bearbeitung der mittelalterlichen Wandmalerei als eines nur zum allergeringsten Teil publizierten Materials ist daher für die österreichische Kunstgeschichte von größter Wichtigkeit. Sie gehört darüber hinaus zu jenen Unternehmungen, denen besondere Dringlichkeit zukommt, weil diese Kunstgattung in ihrer Existenz sehr gefährdet und auch mit den Mitteln moderner Konservierungstechnologie kaum vor dem Verfall zu bewahren ist.

Im Zuge der Restaurierungstätigkeit wurden nach dem Krieg hunderte Wandmalereien in Kirchen aber auch profane Fresken aufgedeckt. Das reiche Material das zum Teil hochbedeutende Denkmäler aus der Zeit vom 12. bis in das 16. Jahrhundert umfasst, wird in dem ersten Band eines Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien Österreichs für die Bundes-
länder Wien und Niederösterreich kunstwissenschaftlich erschlossen, d.h. katalogmäßig beschrieben und mit Abbildungen nahezu erschöpfend illustriert. Dem nach Orten alphabetisch geordneten Katalog und Bildteil ist eine kunsthistorische Einleitung vorangestellt, die neben Vorbemer-
kungen zur Geschichte, Forschungslage, Erhaltungssituation und zu den Auftraggebern einen entwicklungsgeschichtlichen Überblick über die stilistischen und ikonographisch bedeutsamen Werke der mittelalterlichen Wandmalerei von Wien und Niederösterreich enthält.

Seit der ersten und bisher einzigen Bestandsaufnahme der gotischen Wandmalerei in Wien und Niederösterreich aus dem Jahr 1925 ist die Zahl der Denkmäler von 16 auf nunmehr 131 Objekte, darunter umfangreiche Gesamtausstattungen, angewachsen. Anhand des heutigen Materials sind ältere Beurteilungen der mittelalterlichen Wandmalereien im Nordosten Österreichs, vor allem in Relation zu den reichen Beständen in Steiermark, Kärnten und Tirol, hinsichtlich Dichte, entwicklungs-
geschichtlicher Stellung, Qualität und Thematik der Werke zu ergänzen und zu revidieren.


Elga LANC
Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Steiermark (Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien Österreichs 2), Wien 2002.

Die mittelalterliche Monumentalmalerei hat wie keine andere Kunstgattung das Erscheinungsbild von Sakral- und Profanräumen geprägt. Ungeachtet ihrer eminenten Bedeutung für die Geschichte der mittelalterlichen Kunst und ihrer existentiellen Gefährdung hinsichtlich ihrer Erhaltung, war sie in Österreich kunstwissenschaftlich noch kaum bearbeitet und, mit wenigen Ausnahmen, auch den Mediävisten weitestgehend unbekannt geblieben.

Nach dem ersten, den Beständen in Wien und Niederösterreich gewidmeten Band, präsentiert der zweite Band der Corpusreihe die Werke der Steiermark, nach Kärnten des an mittelalterlicher Monumentalmalerei reichsten Bundeslandes Österreichs. Im Zeitraum vom 12. Jahrhundert bis um 1530 wurde der immense Bestand von 1752 Wandbildern und Gewölbemalereien in 163 Sakral- und Profanbauten kunstwissenschaftlich erschlossen – eine in der kunsthistorischen Grundlagenforschung einzigartige Fülle von Material. Es umfasst höchst bedeutsame, qualitätvolle Werke von europäischem Rang, darunter – aus romanischer Zeit – die Gesamtausstattungen mit ihren komplexen, vielschichtigen Programmen in der Johanneskapelle in Pürgg und in St. Georgen ob Judenburg, aus der Zeit um 1400 die Wandbilder des Meisters von Bruck.

Die Monumentalmalerei aus fünf Jahrhunderten entfaltet ein breites Spektrum von Ausstattungssystemen und Gesamtprogrammen, von Bildthemen und Stilformen, und stellt bedeutende Künstler, Werkstätten und ihre Einflußgebiete vor.

Seitenanfang