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© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 23.08.2013

Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA)
Corpus der mittelalterlichen Glasmalerei in Österreich


Projektleitung
HR Dr. Elisabeth OBERHAIDACHER-HERZIG
Bundesdenkmalamt Wien

Bearbeiter
Mag. Dr. Günther BUCHINGER
Mag. Dr. Christina WAIS-WOLF, MAS

Finanzierung
2002–2008 FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF-Projekt P15254, P17210 und P19075)
2009-2010 Kulturabteilung des Landes Niederösterreich
2011-2013 Bundesdenkmalamt Wien


Das Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA) ist ein wissenschaftliches Unternehmen zur Erforschung und Publikation der weitgehend unbekannten und in der Literatur wenig berücksichtigten mittelalterlichen Glasmalerei. Österreich zählte 1952 zu den Gründungsmitgliedern des CVMA, des ersten auf internationaler Basis organisierten Forschungsunternehmens der Kunstgeschichte, das sich heute aus zwölf europäischen Ländern sowie den USA und Kanada zusammensetzt.

Die Forschungsergebnisse erscheinen in der nach einheitlichen Richtlinien gestalteten, mittlerweile über 80 Bände umfassenden Publikationsreihe des CVMA unter Mitwirkung des internationalen Kunsthistorikerkomitees unter dem Patronat des Union Académique Internationale. Die Publikationen der österreichischen CVMA-Reihe werden gemeinsam von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und vom Bundesdenkmalamt herausgegeben.

In Österreich sind über 3.500 Glasgemälde vom 12. bis ins frühe 16. Jahrhundert von der Ausstattung romanischer und gotischer Sakral- und Profanbauten als kostbare Reste monumentaler Bildkunst erhalten geblieben. In den Jahren 2002–08 wurde CVMA in Österreich durch drei Projekte vom FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziell unterstützt; 2009/10 Förderung durch die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich. Ziel dieser Projekte war und ist die flächendeckende Bestandsaufnahme und kunstwissenschaftliche Bearbeitung der Glasgemälde in den Bundesländern Salzburg, Tirol, Vorarlberg, der Steiermark und in Niederösterreich. Die Tatsache, dass es sich bei der mittelalterlichen Glasmalerei um eine durch die aktuelle Schadstoffbelastung der Atmosphäre besonders gefährdete Kunstgattung handelt, verleiht dem Vorhaben Dringlichkeit. Die wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Dokumentation erfolgt daher im Zusammenhang mit den vom Bundesdenkmalamt durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen.

Bislang sind vier Bände bei Böhlau Verlag Wien erschienen

Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Wien, CVMA Band I, Graz-Wien-Köln 1962.

Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, CVMA Band II, Teil I (Albrechtsberg bis Klosterneuburg), Wien-Köln-Graz 1972.

Ernst Bacher, Die mittelalterlichen Glasgemälde in der Steiermark, CVMA Band III, Teil I (Graz und Straßengel), Wien-Köln-Graz 1972.

Ernst Bacher / Günther Buchinger / Elisabeth Oberhaidacher-Herzig / Christina Wais-Wolf, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Salzburg, Tirol und Vorarlberg, CVMA Band IV, Wien-Köln-Weimar 2007.


Zwei Bände sind in Vorbereitung

Günther Buchinger / Eva Frodl-Kraft / Elisabeth Oberhaidacher-Herzig / Christina Wais-Wolf, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil II (Krenstetten bis Zwettl), CVMA Band V.

Ernst Bacher / Günther Buchinger / Elisabeth Oberhaidacher-Herzig / Christina Wais-Wolf, Die mittelalterlichen Glasgemälde in der Steiermark, Teil II (Admont bis Vorau), CVMA Band VI.


CVMA Colloquium 2012 - Tagungsband

Dynastische Repräsenation in der Glasmalerei. Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege LXVI, 2012, Heft 3 / 4.
(Im Verlag Berger erschienen)

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Nonnberg (Sbg.) Abteikirche, Anbetung der Könige, 1478/80
Göfis (Vbg.), heute Bregenz, Vorarlberger Landesmuseum, hl.Nikolaus, um 1230
Hall in Tirol, Stadtpfarrkirche, hl. Johannes, um 1490