Wiener Hofburg – Innerer Burghof
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© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 01.08.2013

Die Wiener Hofburg
Forschungen zur Bau- und Funktionsgeschichte


Projektleitung
Em. Univ.-Prof. Dr. Artur ROSENAUER
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien

Finanzierung
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)


Projekt Beschreibung
Die Wiener Hofburg zählt zu den historisch und künstlerisch bedeutendsten Profanbaukomplexen Europas. Als Regierungssitz der Herzöge und Erzherzöge von Österreich, der römisch-deutschen Könige und Kaiser sowie der Kaiser von Österreich stand sie vom 13. Jahrhundert bis 1918 im Mittelpunkt europäischer Politik.

Die architektonische und städtebauliche Komplexität der Hofburg hat die Kommission für Kunstgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (seit 2013 Abteilung Kunstgeschichte des IKM) zum Anlass genommen, ein groß angelegtes Forschungsprojekt zu entwickeln. Die sieben Jahrhunderte umfassende, ausgesprochen komplexe Planungs- und Baugeschichte der Wiener Residenz machte eine Teilung des Großprojektes in fünf Forscherteams notwendig.

13. Jahrhundert bis 1519/1521–22: Die Anfänge
1519–1521/22 bis 1705: Die Residenzen der Renaissance und des Frühbarock
1705–1835: Die großen Ausbauprojekte
1835–1918: Das Kaiserforum
Seit 1918: Von der Residenz zum Museumsquartier

Die zentrale Position der Hofburg spiegelt sich in ihrer baulichen Entwicklung wider: von der mittelalterlichen Kastellburg des Schweizertraktes führt sie über Palastbauten der Renaissance und des 17. Jahrhunderts, die als Amalienburg, Stallburg und Leopoldi-
nischer Trakt erhalten geblieben sind, zu den großen, nur zum Teil realisierten Ausbauprojekten unter Kaiser Karl VI. – Hofbibliothek, Hofstallungen, Reichskanzleitrakt, Winterreitschule, Michaelertrakt – und Maria Theresia. Mit dem nie vollendeten „Kaiserforum“ wurde schließlich im 19. Jahrhundert versucht, die Hofburg dem neu geschaffenen urbanen Kontext der Ringstraße zu integrieren.
Dennoch erhielt die Hofburg nie ein einheitliches Erscheinungsbild; beinahe alle Planungen, die in diese Richtung tendierten, blieben Papier; dies gilt auch für die repräsentativen Projekte, die nach 1918 bis in die 1940er Jahre entstanden.

Rund 20 Wissenschafter – Kunsthistorikerinnen und Kunsthistori-
ker, Bauarchäologen, Historikerinnen und Historiker, Gartenhisto-
riker und Filmwisschafterinnen – untersuchen breit angelegte The-
menkreise: Planungs-, Bau- und Funktionsgeschichte, Architektur und Gartenanlagen, urbanistischer Kontext, bildnerische Ausstat-
tung und Einrichtung und die dahinter stehenden programmati-
schen Konzepte von Bauherren und Architekten.

Grundlage und Ausgangspunkt der Untersuchungen sind umfangreiche, aber erst in Teilen bekannt gemachte Archivalien. Das Material besteht einerseits aus zehntausenden Aktenstücken des Österreichischen Staatsarchivs, die zum Teil detailliert Auskunft geben über Abläufe und Hintergründe von Planungen und deren Realisierung bzw. deren Verwerfung; zum anderen Teil besteht es aus ca. 8.000 (sic!) Plänen, Architekturzeichnungen und Veduten hauptsächlich aus der Albertina, dem Österreichischen Staatsarchiv und dem Wien Museum. Die Berücksichtigung von Printmedien, Film- und Tondokumenten als Quellen lässt ebenfalls neue Aufschlüsse über diesen zentralen Ort der österreichischen
(Kunst-)Geschichte erwarten.

Die Projekteinheiten unterscheiden sich zwar in der Quantität des Bestandes an Bild- und Schriftquellen sowie durch die unterschied-
liche Dichte der erhaltenen Bausubstanz (etwa der mittelalterlichen Bautrakte im Verhältnis zu jenen des 19. Jahrhunderts); methodische und inhaltliche Leitlinien garantieren aber eine einheitliche Annäherung an das Thema.

Projekt Ziel
Am Ende der Forschungstätigkeit steht eine fünf Bände umfassende Publikation, deren reiche Ausstattung auch das bisher unveröffentlichte Plan- und Bildmaterial vorstellen wird (erscheint 2012-2015).

Parallel zu der laufenden Forschungsarbeit werden Detailergeb-
nisse vorab in Form von Aufsätzen und Vorträgen veröffentlicht. Die Veranstaltung von Fachtagungen und die Teilnahme an solchen stellt den Austausch mit der nationalen und internationalen Residenzforschung und aktuellen Forschungsvorhaben zu Fragen der Residenzen und Höfe sicher.

Die geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung und kunst-
historische Analyse der Hofburg, die die Wissenschafterinnen und Wissenschafter seit 2005 leisten, soll eine Lücke in der internationalen Residenzforschung schließen und zu weiteren Arbeiten unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen auf dem Gebiet der Residenzkultur anregen.

Die Steigerung des öffentlichen Interesses an der Wiener Hofburg steht im Vordergrund aller publizistischen Aktivitäten, und die erhöhte Medienpräsenz, die das Projekt laufend erfährt, ist ein Indikator für die große Aufmerksamkeit, die dem Forschungsprojekt und seinem Gegenstand zukommt.

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Daniel Suttinger, Vogelschau von Wien (Ausschnitt), 1683
Daniel Huber, Vogelschau von Wien (Ausschnitt), 1769–72
Gottfried Semper, Carl Hasenauer, Kaiserforum, 1869

17. Juli 2013, 21 Uhr
Radio 1 / Salzburger Nachtstudio: Im
Machtzentrum der Habsburger


Thema des Monats
September 2008:
Höfe und Residenzen

Die Presse,
16. September 2008

Hofburg: Österreichs Geschichte in einem Gebäude


Die Hofburg in historischen Reisebeschreibungen – gelesen von Manuel Weinberger
(wma-Format)