Wiener Hofburg – Innerer Burghof
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© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 30.09.2011

Seit 1918: Von der Residenz zum Museumsquartier
(FWF-Projekt P20023-G08; Laufzeit 07/2007–07/2011)

Wie ist die Gesellschaft, wie sind die demokratischen und nicht-demokratischen Systeme seit 1918 funktionell, architektonisch und urbanistisch mit dem ehemaligen höfischen Machtzentrum umgegangen?
Als einer der historisch bedeutendsten derartigen Komplexe Europas blieb die Hofburg auch nach dem Ende ihrer Residenz-
Funktion stets im Interesse von Architekten, Stadtplanern und politischen Machtträgern. Zwischen 1918 und 1947 entstanden monumentale Projekte im Geiste der ‚Forumsidee’ des 19. Jahrhunderts – bis hin zur Positionierung des NS-Flakturms in der Achse des ‚Kaiserforums’. Seit der zweiten Jahrhunderthälfte wird der ehemalige Residenzkomplex kaum mehr als Einheit wahrge-
nommen. Institutionell hatte sich die ehemalige kaiserliche Residenz zu einem Konglomerat aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Kultur und Politik entwickelt; seit 1947 ist sie Amtssitz des obersten Staatsrepräsentanten.
Eine Gesamtsicht des Komplexes hat jedoch durch die Umwidmung des Messepalastes und den Bau des Museumsquartiers wieder neue Bedeutung erhalten: Die Musealisierung des Gesamtkom-
plexes – vom Museumsquartier bis zum Lipizzanermuseum – schafft einen neuen funktionalen Zusammenhang. Wien hat damit, wie Paris oder Berlin, eine aus einer Residenz hervorgegangene ausgedehnte zentrale, zeitgenössisch weiter gebaute Museumsmeile.
Das ehemalige Residenz-Areal mit seinen im Stadtzusammenhang singulären Plätzen und Gärten ist zentrale Bühne für gesellschafts-
politische Ereignisse. Dem Bild der Hofburg in Printmedien und auf Plakaten rund um Großereignisse auf dem Areal ist eine eigene Analyse gewidmet.
Die Hofburg und ihre Plätze als Verortung eines spezifischen Österreich-Bildes spielen auch in Literatur und Film eine besondere Rolle. Eine entsprechende Untersuchung lässt Ergebnisse erwart-
en, die die komplexen Bedeutungen der Hofburg auch für ein brei-
teres Publikum anschaulich werden lassen.
Die Hofburg-Forschung zum 20./21. Jhdt wird also neue Quellen erschließen – Film-, Fernseh- und Tondokumente sowie Zeitzeugen im Gespräch.
Das Äußere Burgtor wird als verwaltungs-, ideen- und nutzungs-
geschichtlicher Sonderfall und als Kristallisationsobjekt des ‚Österreichischen’ untersucht.



Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mag. Dr. Maria WELZIG
Projektleiterin, FWF

Mag. Dr. Barbara FELLER
Projektmitarbeiterin (Werkvertrag geplant)

Mag. Melanie LETSCHNIG
Projektmitarbeiterin (Werkvertrag, FWF)

DI Jochen MARTZ
Projektmitarbeiter (Werkvertrag geplant)

Dr. Andreas NIERHAUS

Mag. Dr. Martina NUSSBAUMER
Projektmitarbeiterin (Dienstvertrag, FWF)

Mag. Anna STUHLPFARRER
Projektmitarbeiterin (Werkvertrag, FWF)

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Rudolf Perco, Projekt für ein Sühnedenkmal
Günter Brus, Wiener Spaziergang
Museumsquartier, Haupthof

Wissenschaft sprechen – von der Kunst lernen
(Maria Welzig)

Das Hofburg-Bild in Printmedien und auf Plakaten
(Martina Nußbaumer)

Das äußere Burgtor. Ein Ort patriotischen Gedenkens
(Barbara Feller)

Die Hofburg als Schauplatz in Literatur und Film
(Melanie Letschnig)