Wiener Hofburg – Innerer Burghof
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© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 02.05.2013

1835–1918: Das Kaiserforum
Die Wiener Hofburg von Kaiser Ferdinand I. (reg. 1835–1848)
bis zum Ende der Monarchie. Baugeschichte, Funktion und Ikonologie

(FWF-Projekt P17815, Laufzeit: 03/2005–02/2008;
FWF-Projekt P20810, Laufzeit: 08/2008–07/2011)


Die letzte und vielleicht intensivste Bauphase in der Geschichte der Wiener Hofburg fällt in die Zeit der Kaiser Ferdinand I., Franz Joseph I. und Karl I. bis zum Ende der Monarchie 1918. Konzentrierten sich die Arbeiten unter Ferdinand I. darauf, die kaiserlichen Appartements dem Zeitgeschmack entsprechend zu erneuern, so setzten mit dem Regierungsantritt Franz Josephs bzw. der Stadterweiterung ab 1857 konkrete Planungen zu einem monumentalen Ausbau der Residenz ein; den Gipfelpunkt stellt die Idee des „Kaiserforums“ dar, die Gottfried Semper und Carl Hasenauer 1869 zum ersten Mal zu Papier brachten.

Dieses nur teilweise realisierte Projekt muss ohne Zweifel zu den ambitioniertesten abendländischen Residenzplanungen gezählt werden: Durch die architektonische und symbolische Verschränkung mit der Hofburg dienen die Hofmuseen (Kunst- und Naturhistorisches Museum) der architektonischen Fortsetzung und ideellen Überhöhung des kaiserlichen Palastes. Die geplante und realisierte Erweiterung der Hofburg durch die Architekten Semper und Hasenauer ist europaweit das letzte große Experimentierfeld höfischen Bauens und kann als „Summe“ dessen gesehen werden, was man im 19. Jahrhundert unter dem Begriff „Residenz“ verstand. Von großer Bedeutung ist nicht zuletzt die urbanistische Dimension des Kaiserforums, steht es doch in ursächlichem Zusammenhang mit Planung und Bau der Wiener Ringstraße.
Durch das Studium der fast lückenlos erhaltenen Pläne und Akten wird erstmals eine präzise Dokumentation der historistischen Burgerweiterungen möglich. Zugleich soll die Hofburg des 19. Jahrhunderts in einen größeren Kontext gestellt und gemeinsam mit anderen europäischen Residenzen betrachtet werden. Auf dieser breiten Basis wird es möglich sein, das Selbstverständnis der Habsburgermonarchie im höfischen Repräsentationsbau des
19. Jahrhunderts umfassend darzustellen.

Werner TELESKO (Hg.)
Die Wiener Hofburg 1835-1918. Der Ausbau der Residenz vom Vormärz bis zum Ende des "Kaiserforums" (Veröffentlichungen zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg 4; Veröffentlichungen zur Kunstgeschichte 15), Wien 2012.
(Im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erschienen)


Publikationen und Vorträge (pdf-File)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Doz. Dr. Werner TELESKO (Projektleiter)

Dr. Elfriede IBY

Mag. Dr. Richard KURDIOVSKY

DI Jochen MARTZ

Mag. Dr. Andreas NIERHAUS

Mag. Bernadette REINHOLD

Mag. Dagmar SACHSENHOFER

Mag. Dr. Georg VASOLD

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Gottfried Semper, Carl Hasenauer, Corps de logis, Risalit
Carl Hasenauer, Arkadenhof im Corps de logis, vor 1892
Ludwig Baumann, Mittelsaal im Parterre der Neuen Burg, 1914

Werner Telesko, Richard Kurdiovsky und Dagmar Sachsenhofer, The Vienna Hofburg between 1835 and 1918 — A Residence in the Conflicting Fields of Art, Politics, and Representation, in: Austrian History Yearbook 44 (2013), 37-61