Wiener Hofburg – Innerer Burghof
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© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 15.09.2011

1519–1521/22 bis 1705:
Die Residenzen der Renaissance und des Frühbarock

Die Wiener Hofburg im 16. und 17. Jahrhundert –
Baugeschichte, Funktion und Etablierung als Kaiserresidenz

(FWF-Projekt:
P18040, Laufzeit 05/2005–04/2008;
P20844, Laufzeit 06/2008–11/2009)


Das Projekt untersucht die Entwicklung der Residenz vom Herrschaftsantritt Kaiser Ferdinands I. bis einschließlich Kaiser Leopold I., also den Zeitraum von 1519–1521/22 bis 1705. Auf der umfangreichen Quellensammlung des Erstprojektes aufbauend konnte die detaillierte Bau- und Funktionsgeschichte der einzelnen Gebäude, aber auch des gesamten Burgkomplexes erarbeitet werden. Neben umfangreichen Schrift- und Bildquellen haben vor allem restauratorische Befunde, die an den Gebäuden selbst vorgenommen wurden (Putz- und Mauerbefunde), und Altersbestimmungen der Dachstühle die materielle Grundlage für die Baugeschichte gebildet.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Beurteilung der Wiener Hofburg im internationalen Zusammenhang, wobei ein Hauptaugenmerk auf die habsburgische Residenzkultur im Vergleich der österreichischen mit der spanischen Linie gelegt wurde. Darüber hinaus war die Analyse der Wiener Residenzanlage als vielfältig fassbares Medium fürstlicher Repräsentation ein Kernanliegen. Von der Annahme ausgehend, dass Residenzarchitektur immer auch Gehäuse höfischer Kultur und Träger visualisierter Politik ist, wurde versucht, die politischen Inhalte der kaiserlichen, königlichen und erzherzoglichen Hofburg herauszuarbeiten. Solcherart wurde eine Topographie der fürstlichen Repräsentation entwickelt, die ihren Niederschlag an vielen Orten der Hofburg gefunden hat. Symbole und verweisende Bilder konnten an Fassaden, in der bildnerischen Ausstattung und in der Gartenkultur festgemacht werden. Gerade auch den hortologischen Aspekten der höfischen Kultur Habsburgs wurde besonderes Interesse geschenkt.

Gesucht wurde in diesem Sinn nach möglichen bau- und ausstattungsspezifischen Repräsentationsstrategien, die vorrangig von dynastischen Ansprüchen getragen wurden. Unumgänglich dafür war es, die historischen Grundlagen und Erkenntnisse zur Politik- und Herrschaftsgeschichte bei der kunsthistorischen Analyse nicht aus den Augen zu verlieren und unter dem Aspekt von Kunst als mediales Vermittlungs- und Propagandainstrument von Politik Zusammenhänge zu suchen.


Publikationen und Vorträge (pdf-File)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dr. Herbert KARNER (Projektleiter)
Kommission für Kunstgeschichte, ÖAW

Dr. Renate HOLZSCHUH-HOFER
Bundesdenkmalamt Wien

Mag. Sibylle GRÜN
Kommission für Kunstgeschichte, ÖAW (ehemals)

Dr. Markus JEITLER
Werkvertrag (ÖAW)

DI Jochen MARTZ
Werkvertrag (ÖAW)

Dr. Andrea SOMMER-MATHIS
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte, ÖAW

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