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© Kommission für Kunstgeschichte
Redaktion und Update: Anna Mader
Letzte Änderung: 06.02.2013


Mit 1. Jänner 2013 wurden die Kommission für Kunstgeschichte und die Kommission für Musikforschung zum Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) zusammengeführt.


Geschichte der Kommission für Kunstgeschichte (1979–2012)


Nach ihrer Gründung im Jahr 1979 wurde die Kommission von Univ.-Prof. Dr. Otto Pächt (Universität Wien) geleitet, ab 1986 übernahm Univ.-Prof. Dr. Hermann Fillitz (Universität Wien) die Obmannschaft. Von 1999–2012 wurde die Kommission von Univ.-Prof. Dr. Artur Rosenauer (Universität Wien) geführt.

Die Kommission untersuchte in ihren Forschungsvorhaben vorrangig Themengebiete der österreichischen Kunstgeschichte mit dem Ziel einer internationalen Kontextualisierung.

Ein wichtiges Beispiel dafür stellen die Bände des „Corpus Vitrearum Medii Aevi“ (Corpus der mittelalterlichen Glasmalerei) dar, die seit 1962 unter dem Patronat der „Union académique internationale“ und des „Comité International d’Histoire de l’Art“ erscheinen. Die wissenschaftliche Bestandsaufnahme der mittelalterlichen Glasscheiben erfolgt in Zusammenhang mit den vom Bundesdenkmalamt durchgeführten Restaurierungs-
maßnahmen.

Unter einer ähnlichen Prämisse konzipiert war auch das vom Bundesdenkmalamt und der Kommission herausgegebene „Corpus der mittelalterlichen Wandmalereien in Österreich“, von dem zwei Bände zu den Beständen in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und der Steiermark in den Jahren 1983 und 2002 erschienen sind.

Ab den frühen neunziger Jahren beschäftigte sich eine Reihe von in der Kommission installierten Projekten des FWF mit Fragestellungen (Romanische Plastik, Architektur des 13. und 14. Jahrhunderts, Studien zu barocken Gesamtkunstwerken), die zur Vorbereitung der mehrbändigen Publikationsreihe „Geschichte der bildenden Kunst in Österreich“ gedient haben. Mit diesem großen Vorhaben wurde die Erforschung der österreichischen Kunst in ihrer historischen Gesamtheit erstmals auf eine solide wissenschaftliche Grundlage gestellt. Die sechs Bände erschienen in den Jahren von 1998 bis 2003 im renommierten Prestel Verlag in München.

Im Jahr 1991 wurde die Publikationsreihe „Veröffentlichungen der Kommission für Kunstgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften“ gegründet, bis 2012 sind elf Bände erschienen. Mit der Gründung des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) im Jahr 2013 wurde die Reihe in „Veröffentlichungen zur Kunstgeschichte“ umbenannt.

Die Publikationsreihe zur Baugeschichte der Dom- und Metropolitankirche St. Stephan in Wien basiert auf Ausgrabungen und Forschungen, die in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Band I zum Riesentor von St. Stephan konnte 2008 vorgelegt werden.

Mit dem seit dem Jahr 2004 vorbereiteten und im März 2005 begonnenen Großprojekt zur Erforschung der „Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg“ leitete die Kommission eine neue Phase ihrer Entwicklung ein, die für die europäische Residenzforschung künftig reiche Perspektiven eröffnet. Die Forschungsergebnisse werden in der fünfbändigen Reihe „Veröffentlichungen zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg“ (erscheint 2012–2015) vorgestellt.

Kommissionsmitglieder (bis 2012)

k.M. Ao. Univ.-Prof. Dr. Richard BÖSEL
Historisches Institut beim Österreichischen Kulturinstitut, Rom
k.M. Univ.-Prof. Dr. Günter BRUCHER
Institut für Kunstgeschichte, Universität Salzburg
w.M. Em. Univ.-Prof. Dr. Hermann FILLITZ (ehem. Obmann-Stellvertreter)
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
Ao. Univ.-Prof. Dr. Fritz KORENY
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
HR Dr. Andreas LEHNE
Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung, Österreichisches Bundesdenkmalamt, Wien
k.M. Em. Univ.-Prof. Dr. Hellmut LORENZ
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
Ao. Univ.-Prof. Dr. Martina PIPPAL
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
Em. Univ.-Prof. Dr. Götz POCHAT
Institut für Kunstgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz
HR DI Dr. Wilhelm Georg RIZZI
Ehem. Präsident des Österreichischen Bundesdenkmalamtes, Wien
w.M. Em. Univ.-Prof. Dr. Artur ROSENAUER (ehem. Obmann)
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
w.M. Em. Univ.-Prof. Dr. Gerhard SCHMIDT †
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
Dr. Elisabeth VAVRA
Geschäftsführerin des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Krems a. d. Donau, Universität Salzburg

Archivbestände der Abteilung Kunstgeschichte des IKM
(Benützung nach telefonischer Anmeldung unter 51581–3547)

* Bestandsaufnahme der fotografischen Dokumentation und quellenmäßige Erforschung des Erhaltungszustandes der Plastik von St. Stephan in Wien (Wien 1986/1987).

* Bestandsaufnahme der fotografischen Dokumentation und quellenmäßige Erforschung des Erhaltungszustandes der Plastik von Maria am Gestade, Hofburgkapelle, Augustinerkirche, Georgskapelle, Minoritenkirche und Michaelerkirche in Wien (Wien 1988).

* Als Publikation der Kommission in masch. Form erschien auch:
Karoline CZERWENKA (Bearb.), Vorromanische Architektur in Österreich, Katalog, Wien 1992 (masch.).

* Originalfotos der Publikation: Karl GARZAROLLI-THURNLACKH, Mittelalterliche Plastik in Steiermark (Das Joanneum. Beiträge zur Naturkunde, Geschichte, Kunst und Wirtschaft des Ostalpenraumes, Sonderband 2), Graz 1941.

* Umfangreiche Fotobestände des FWF-Projekts zur hochmittelalter-
lichen Skulptur in Österreich.

* Umfangreiche Fotobestände zu Sammlungen hochmittelalterlicher Buchmalerei aus dem Kommissionsprojekt:
Buchmalerei des Mittelalters in österreichischen Bibliotheken: München, Bayerische Staatsbibliothek; Linz/D., Studienbibliothek; St. Paul i.L., Benediktinerstift; Bibliothek Graz; Klagenfurt, Universitätsbibliothek; Klagenfurt, Diözesanmuseum; Kärntner Landesarchiv; Göttweig, Benediktinerstift, Bibliothek.

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