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© Kommission für Musikforschung
Redaktion: Mario Aschauer
Letzte Änderung: 06.03.2009 12:06

Die 1430er Jahre


Fokussiert wird vor allem die Regentschaft Albrechts II. Welche Entwicklungen bündeln sich in dieser Zeit, welche Impulse gehen von ihr aus?

Markante Phänomene:

•   Auftreten franko-flämischer Musiker im zentraleuropäischen Raum (zuerst
am Hofe Sigismunds) und damit zusammenhängende Fragen der Inter-
kulturalität.

•   Wechselnde Abhängigkeiten der Trägerfunktion für die Pflege auch von
mehrstimmiger Musik zwischen Klöstern bzw. Kathedralen einerseits und
den Höfen andererseits.

•   Ideengeschichtlicher Wandel (Auftreten des Nominalismus in Zentraleuropa
nach dem großen Schisma in Paris) und seine möglichen Auswirkungen
auf Musik und Musiktheorie an der Universität Wien.

•   Benediktinische Erneuerungsbewegung der sog. Melker Reform, die in den
gesamten süddeutschen Raum ausstrahlte und an der außer Herzog
Albrecht V. führende Vertreter der Wiener Universität beteiligt waren.

•   Steigende Bedeutung verschriftlichter, artifizieller Musik.

•   Verhältnis des regionalen Repertoires zur europäischen Spitzenproduktion.

•   Anfänge der identitätstiftenden Konstituierung einer Hofkapelle.

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