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© Abteilung Musikwissenschaft
Redaktion: Mario Aschauer
Letzte Änderung: 15.02.2013 17:32

Johann-Joseph-Fux-Gesamtausgabe


Projektleiter: w. M. em. Univ.-Prof. Dr. Gernot Gruber, Univ.-Prof. Dr. Herbert Seifert
Mitarbeiter: Drs. Guido Erdmann

Johann Joseph Fux (um 1660–1741) gilt als der bedeutendste Barockkomponist Österreichs und als universaler Komponist seiner Zeit. Von Wien aus beeinflusste Fux als kaiserlicher Hofkapellmeister (seit 1711), als Kapellmeister am Stephansdom (seit 1705) und als publizierender Theoretiker die lokale, die österreichische und die zentraleuropäische Musikgeschichte. Auf dem Territorium des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation galt Fux durch sein Amt als Orientierungspunkt und musikalische Instanz ersten Ranges.

Von Johann Joseph Fux sind etwa 500 Werke (Messen und Requien, Litaneien, Hymnen, Motetten, Opern, Oratorien, Instrumental- und Theoriewerke) überliefert. Sie werden für den wissenschaftlichen und musikpraktischen Gebrauch in der Johann-Joseph-Fux-Gesamtausgabe erschlossen, die die umfangreichste musikalische Gesamtausgabe in Österreich und weltweit eine der größten im Bereich der Barockmusik ist. Bereits seit 1959 erscheint die Ausgabe sämtlicher Werke von Johann Joseph Fux bei der Akademischen Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) in Graz. Sie wurde initiiert von der 1955 gegründeten Johann-Joseph-Fux-Gesellschaft, die nach wie vor die Trägerin dieses umfangreichen Editionsvorhabens ist. Zur Fortsetzung und Unterstützung der Johann-Joseph-Fux-Gesamtausgabe wurde 2008 eine Arbeitsstelle an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eingerichtet, die den weiteren Fortgang und Abschluss der Edition gewährleisten soll. Bislang (2010) wurden im Rahmen der Fux-Gesamtausgabe 37 Bände mit 143 Werken vorgelegt.

Die musikphilologischen Aufgaben der Arbeitsstelle erforderten insbesondere die Einrichtung eines Quellen- bzw. Mikrofilmarchivs, eine Handbibliothek mit möglichst allen Fuxiana sowie entsprechend vollständige Noten- und Tonträgersammlungen. Über die Editionsarbeiten hinaus stehen die Erforschung des Lebens und Schaffens von Fux, besonders aber auch die klangliche Umsetzung der editorisch erschlossenen Werke durch gezielte Rezeptionsförderung im Zentrum der Bemühungen. Auch zur Beantwortung wissenschaftlicher und künstlerischer Fragen steht die Arbeitsstelle gerne zur Verfügung.