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© Kommission für Musikforschung
Redaktion: Mario Aschauer
Letzte Änderung: 06.03.2009 12:04

Bruckner-Forschung


Bearbeiter: Renate Grasberger, Dr. Uwe Harten, Mag. Dr. Elisabeth Maier,
Dr. Erich Wolfgang Partsch

Dieses Thema ist bereits seit dem Jahre 1978 ein Schwerpunkt im Rahmen der Kommission für Musikforschung, als das Anton Bruckner Institut Linz (ABIL) in Zusammenarbeit mit der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA) gegründet wurde. Das neue Projekt wurde 2007 selbständig von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften begründet. Im Rahmen langfristiger Grundlagenforschung sind zwei umfassende Arbeitsbereiche festgelegt: die Neubearbeitungen des im Jubiläumsjahr 1996 erschienenen, mittlerweile vergriffenen "Bruckner-Handbuches" sowie des "Bruckner-Werkverzeichnisses" (WAB) von 1977.

Das für Wissenschaftler, Musiker und Musikfreunde konzipierte "Handbuch" entstand unter Beteiligung zahlreicher namhafter Forscher. Es verzeichnet Personen, Institutionen und Orte, zu denen der Komponist enge Beziehungen hatte bzw. die für ihn – auch innerhalb der Rezeptionsgeschichte – von Bedeutung waren. Zusätzlich ist jeder Komposition ein eigener Artikel gewidmet; rund 120 Sachartikel (Briefe, Erstdrucke, Melodik u. a.) behandeln schließlich spezielle Themenstellungen zu Person, Werk und Umfeld. Die Neubearbeitung soll nicht nur Korrekturen und Aktualisierungen bereits vorliegender Artikel bringen, sondern eine wesentlich erweiterte Fassung darstellen: Gedacht ist an eine Neuaufnahme von Personen, Sachartikeln, genaueren Werkbesprechungen sowie an eine grundsätzliche Neustrukturierung der Problemkreise "Fassungen" und "Rezeption/Interpretation".

Im Zentrum der Arbeit an der Neuauflage des "Werkverzeichnisses" steht die Anhebung auf den heutigen wissenschaftlichen Standard unter Einbeziehung der zahlreichen Neufunde (u. a. Handschriften, Skizzenblätter) und Erkenntnisse (z. B. über Datierungen) in den letzten dreißig Jahren. Wesentlich wird eine für Wissenschaftler und Interpreten transparente Bewertung der Fassungen sein.

Überdies sollen fallweise Workshops, Tagungen und Publikationen ausgewählte Themen aus der Forschung fokussieren, wobei ein internationales Forum daran beteiligt wird, aber ebenso Vernetzungen im Rahmen der Kulturwissenschaften stattfinden sollen.
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