P2012-01: Vegetative und reproduktive Fitness von apomiktischen und sexuellen Ranunculus kuepferi - Zytotypen unter klimatischen Extrembedingungen entlang eines Höhengradienten
Projektleiterin:
Apomiktische Arten zeigen oft eine größere latitudinale und altitudinale Verbreitungsamplitude als ihre sexuellen Verwandten und tendieren häufig dazu früher vergletscherte Gebiete zu besiedeln - ein Phänomen, das als Geographische Parthenogenese bezeichnet wird.
Ein möglicher Vorteil bei der Besiedlung stressbetonter Habitate wie Gebirge könnte der höhere Ploidiegrad von Apomikten sein. Weiters sind Apomikten in der Regel selbstfertil und können sich uniparental vermehren, wogegen die Sexuellen meist selbstinkompatibel sind und somit von Bestäubern und Kreuzungspartnern abhängen.
Vergleichende Untersuchungen zur vegetativen und reproduktiven Fitness von alpinen apomiktischen und sexuellen Pflanzenarten fehlen weitgehend. In unserem Projekt werden transplantierte sexuelle und apomiktische Ranunculus kuepferi - Individuen einem Klimagradienten entlang eines 1000m-Höhentransekts in den Stubaier Alpen (Zentralalpen) ausgesetzt. Wir untersuchen den Einfluss des Zeitpunkts der Schneeschmelze und der Standorttemperaturen auf die Dynamik der vegetativen und reproduktiven Entwicklung, das Wachstum oberirdischer vegetativer Organe und die reproduktive Fitness (Samenansatz, Samenmasse) auf klimatisch unterschiedlichen Standorten.
Die Studie soll zeigen ob klimabedingte Fitnessunterschiede zwischen apomiktischen und sexuellen R. kuepferi - Zytotypen ihr unterschiedliches Verbreitungsmuster erklären können.

