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Kommission für Quartärforschung

der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Willkommen bei der

Kommission für Quartärforschung


Die Kommission für Quartärforschung versucht alle Aspekte der österreichischen Quartärforschung zu fördern und besteht daher aus Mitgliedern zahlreicher Disziplinen: Geologie, Glaziologie, Physische Geographie, Paläontologie, Anthropologie, Speläologie, Zoologie, Botanik, Isotopen- und Kernphysik, Urgeschichte.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Kommission gehört die Finanzierung von absoluten Datierungen. Klimabedingte Befunde müssen nicht nur erkannt werden, maßgeblich für die Rekonstruierung des pleistozänen Klimas ist ihre zeitliche Stellung. Das derzeitige Schwerpunktprogramm ist der Klimageschichte des Ostalpenraum im Zeitraum des Mittelpleistozäns  (ca. 700.000 Jahre vor heute) bis in das Frühholozän (ca. 5000 Jahre vor heute) gewidmet. Als Grundlage dieser paläoklimatologischen Forschungen dienen alle Materialien, die einen Schluss auf den einstigen Klimaverlauf zulassen: Spuren und Sedimente der Gletscher, Ablagerungen von Flüssen und Seen, Lösse und die darauf entstanden Paläoböden, Höhlensinter und Höhleneis und schließlich die fossilreichen Lehme und Sande der vielen Höhlen und Spalten der Karstgebiete.

Fast alle diese Erscheinungen sind klimagebunden: Gletscherschliffe und Moränen zeugen von der einstigen Ausbreitung der Gletscher, die Terrassenschotter von der Mächtigkeit der Schmelzwässer, See- und Torf-Ablagerungen spiegeln durch ihren biologischen Inhalt die Klimaschwankungen wieder, ebenso die rhythmisch gewachsenen Sinter- und Eisablagerungen in Höhlen, im Löss und in den Höhlensedimenten haben sich die Reste vorzeitlicher Tiere und der menschlichen Tätigkeit als Fossilien bzw. Artefakten erhalten, die uns sagen, unter welchen Umweltbedingungen Menschen und Tiere lebten. Zu den Förderungsmaßnahmen zählt auch die Herausgabe einer eigenen wissenschaftlichen Schriftenreihe, die v.a. Platz für monographische Darstellungen bietet, den "Mitteilungen der Kommission für Quartärforschung" der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.


Letzte Aktualisierung am 13.12.2010