Georg Aichholzer ist promovierter Soziologe mit langjähriger Forschungspraxis in der Technikfolgenabschätzung. Seine Forschungsinteressen gelten der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie deren gesellschaftlichen Auswirkungen und darauf gerichteten Politikmaßnahmen.
Ausbildung
Georg Aichholzer studierte Volkswirtschaft und Soziologie an der Universität Wien. Nach Abschluss des Diplomstudiengangs in Soziologie 1975 absolvierte er 1976 bis 1978 eine Post-Graduate-Ausbildung am Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien. 1979 promovierte er mit einer Arbeit über Entscheidungsstrukturen und wissenschaftliche Leistung von naturwissenschaftlich-technischen Forschungseinheiten zum Dr. Mag. rer.soc.oec.
Laufbahn
Von 1979 bis 1992 war Georg Aichholzer Forschungs- und Lehrassistent an der Abteilung Soziologie des IHS mit einem Arbeitsschwerpunkt auf Organisations-, Industrie- und Techniksoziologie. Seit 1984 nahm er kontinuierlich externe Lehraufträge wahr (bis 1993 an der Universität Wien, 1991 an der Universität Klagenfurt und ab 1992 regelmäßig an der Wirtschaftsuniversität Wien). Anfang 1993 absolvierte er mit einem Stipendium der Japan Society for the Promotion of Science einen Forschungsaufenthalt an der International Christian University (ICU) in Tokio. Im März 1993 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für Technikbewertung an der ÖAW. In dem daraus hervorgegangenen Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) ist er heute als Senior Scientist und Projektleiter tätig.
Sein aktueller Arbeitsschwerpunkt mit empirischer Forschung aus vorwiegend international vergleichender Perspektive konzentriert sich im Bereich Informationsgesellschaft auf Electronic Governance (e-Governance) bzw. die Themen elektronische Verwaltung, Systeme für elektronisches Identitätsmanagement, elektronische Partizipation und elektronische Demokratie.
Ausgewählte Publikationen
Georg Aichholzers Publikationsliste umfasst zahlreiche Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, Sammelbänden und Proceedings, darunter rund 15 peer-reviewte Artikel, sowie fünf Bücher als Mitherausgeber, in jüngerer Zeit z. B. über „Technology Governance" und "Public Sector Information in the Digital Age".
