Elise-Richter-Programm
ITA Mitarbeiterin Doris Allhutter erhält Stelle für Projekt zu Software-Entwicklung
Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften
Strohgasse 45/5
1030 Wien
Tel: (+43-1-) 51581-6582
Fax: (+43-1-) 7109883
E-Mail: tamail
oeaw.ac.at
Doris Allhutter ist promovierte Politikwissenschafterin mit dem Schwerpunkt Wissenschafts- und Technikforschung. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie soziale Vorstellungen in Informationssysteme eingeschrieben werden, und wie Technikentwicklung und -nutzung gesellschaftliche Verhältnisse mitgestalten. Im Rahmen ihres aktuellen Forschungsschwerpunkts untersucht sie Praktiken der Software-Entwicklung aus einer soziotechnologischen Perspektive.
Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der WU Wien absolvierte sie das Postgraduate Programm „Governance in Europe" am Institut für Höhere Studien. Ihr Doktoratsstudium der Politikwissenschaft schloss sie 2007 an der Universität Wien mit einer Arbeit zu digitaler Pornografie und der Internetpolitik der Europäischen Union ab.
Doris Allhutter war von 2003 bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lektorin an der Abteilung Gender und Diversitätsmanagement der WU Wien. An der Universität Wien lehrte sie von 2002 bis 2005 am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften, seit 2009 im Rahmen des Master Studiums Gender Studies. Am ITA arbeitet sie seit 2008 im Bereich Informationsgesellschaft, insbesondere e-Democracy und Praktiken der Software-Entwicklung.
2011 absolvierte sie einen Forschungsaufenthalt am Centre for Science Studies der Lancaster University. 2013 ist sie als Austrian Marshall Plan Stipendiatin an der University of California, Berkeley zu Gast. Für ihr aktuelles Projekt "Materiell-diskursive Performativität im Software Design: ein soziopolitischer Ansatz“ erhielt sie eine vierjährige Senior Postdoc Stelle im Rahmen des Elise Richter Programms des Wissenschaftsfonds (FWF).
Doris Allhutters Publikationen beschäftigen sich mit Methoden und Prozessen der Entwicklung von Informationstechnologien, mit der Herstellung und Verbreitung digitaler Pornografie und ihren politischen Implikationen, sowie mit elektronisch unterstützen Formen der politischen Beteiligung von BürgerInnen.
Zuletzt erschienen:
D. Allhutter 2012. Mind Scripting: A Method for Deconstructive Design. Science, Technology & Human Values 37(6), 684-707, online erschienen am 13.03.2011
http://sth.sagepub.com/content/37/6/684
D. Allhutter 2012. Memories, performativities and (un)learning in design. Paper for the CHI2012 Workshop Identity, Performativity, and HCI
http://epub.oeaw.ac.at/?arp=0x002b3bef
G. Aichholzer, D. Allhutter, S. Strauss 2012. Using online carbon calculators for participation in local climate initiatives. In E. Tambouris, A. Macintosh, Ø. Sæbø (Hg.), Electronic Participation, Lecture Notes in Computer Science LNCS 7444, Berlin/Heidelberg/New York: Springer, 85-96
D. Allhutter 2012. Visuelle Politiken computergenerierter Pornografie. In M. Schügraf, A.Tillmann (Hg.), Pornografisierung von Gesellschaft. Perspektiven aus Theorie, Empirie und Praxis, Konstanz/München: UVK, 179-188