Nachhaltige Städte

Die nachhaltige Entwicklung von Städten und urbanen Regionen ist im 21. Jahrhundert mit neuen Herausforderungen konfrontiert

Eine nachhaltige Entwicklung verlangt nach einer neuen, fairen Art von Stadt- und Landplanung. Die Politik hat dabei eine wichtige Rolle. Sie muss langfristig planen und die nicht endlos vorhandenen Ressourcen auch für zukünftige Generationen sichern. Sie darf nicht nur die lokale Verantwortung gegenüber der Bevölkerung berücksichtigen, sondern muss auch globale Verantwortung übernehmen.

Smart Cities haben viele Gesichter

Smart Cities, Nachhaltige Urbane Regionen, Nachhaltige Städte – diese häufig verwendeten Begriffe werden von ExpertInnen aus verschiedenen wissenschaftlichen Richtungen oft unterschiedlich interpretiert und verwendet. Das ist auch gut so, denn das Thema hat tatsächlich viele Dimensionen: Ob es um die Entwicklung von Mehrgenerationen-Häusern geht, um durchdachte Konzepte für den Verbrauch von Ressourcen, um den öffentlichen Verkehr und Mobilität – all dies wird heute unter der Überschrift Smart Cities zusammengefasst.

Das Konzept wird auch dort benützt, wo es um eine nachhaltige, mit dem ländlichen Raum in Einklang stehende Stadtentwicklung geht. Es dient als Erklärungsmodell, wenn Integration von Kulturen und Ethnien in einzelnen Stadtvierteln passiert. Damit nicht genug – der Begriff taucht auch bei Projekten zu Regional Governance auf, oder im Zusammenhang mit neuen Technologien, die älteren Menschen einen autonomen Alltag in ihren eigenen vier Wänden ermöglichen sollen. Die Vielfalt der Interpretationen zeigt, dass Smart Cities mehr ist als nur ein technisches Modell.

Zusammenleben braucht Verständnis

Die Technikfolgenabschätzung (TA) setzt sich mit den Grundlagen der Lebensqualität im 21. Jahrhundert auseinander, und versucht neue gesellschaftliche Bedürfnisse und Probleme rechtzeitig zu erkennen. Sie kann als interdisziplinäre Wissenschaft dabei helfen, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft aufzudecken. Sie analysiert die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von technischen Entwicklungen.

Diese Forschungsergebnisse helfen nicht nur der Politik notwendige Veränderungen zu erkennen. Sie helfen auch den BürgerInnen sich mit neuen Konzepten des Zusammenlebens vertraut zu machen. Die grenzüberschreitenden Methoden der TA unterstützen damit eine wissensbasierte Entscheidungsfindung.

Das ITA untersucht das Thema Smart Cities bzw. Nachhaltige Urbane Regionen seit 2008 aus unterschiedlichen Perspektiven:

Neu entwickelte Technologien können älteren Menschen zu mehr Autonomie verhelfen. Wir haben die Alltagsherausforderungen für ältere Menschen beim Wohnen in urbanen Regionen analysiert, um Voraussetzungen für die Technologieentwicklung zu identifizieren.

In Verbindung mit der UN-Dekade für eine nachhaltige Bildung wurde 2008 bis 2010 die Rolle der technischen Universitäten als Zentren für Bildung, Forschung und soziales Engagement in den Städten untersucht.

Seit 2011 beobachten wir die durch die unterschiedliche Nutzung von Ressourcen entstehenden Spannungen zwischen ländlichen und städtischen Regionen.

Sharing ist in – hier eine City-Bike Station in Wien