Cyber-Wissenschaft

Das Internet ist heute allgegenwärtig, auch in der Wissenschaft. Unter dem Titel Cyberscience untersucht das ITA die Auswirkungen und das Potential von Interaktivität, freier Datennutzung und Social Networking auf alle Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens.

Das Internet hat auch in der Wissenschaft wesentlich an Bedeutung gewonnen. Das ITA analysiert, welche Auswirkungen die technologischen Umwälzungen der letzten beiden Jahrzehnte auf die Arbeitsweisen, die Kommunikation, die Zusammenarbeit, das wissenschaftliche Publizieren und die Forschungsergebnisse selbst hat.

Neue Arten der Zusammenarbeit im Netz

Die erste ITA-Studie zu diesem Thema prägte den Begriff Cyber-Wissenschaft bzw. Cyberscience, um das Phänomen der inzwischen alltäglichen wissenschaftlichen Recherche und des Wissensaustausches im Netz zu beschreiben. Während um die Jahrtausendwende vor allem E-Mail, Datenbanken, digitale Bibliotheken und elektronisches Publizieren hohen Stellenwert hatten, stieg in den letzten Jahren die Bedeutung von Web 2.0 und Social Networking Sites wie Facebook oder Twitter.

Cyberscience lieferte uns zwei wichtige Erkenntnisse: Das Internet beeinflusst inzwischen buchstäblich alle Bereiche der wissenschaftlichen Tätigkeit, von der Wissensproduktion über die interne Kommunikation bis zur Verbreitung des Wissens. Aber die zu beobachtenden Veränderungen sind nicht nur quantitativ spürbar – alles geht schneller, alles wird größer – sondern bestimmen auch die Qualität der Arbeit mit: Virtuelle Institute entstehen, virtuelle Zeitschriften gewinnen an Einfluss, Rollen im Wissenschaftssystem wie z.B. die des/r Bibliothekars/in verändern sich und neue Forscherteams finden zusammen.

Stärkere Kommunikation mit der Öffentlichkeit

Interaktivität verändert die Art und Weise wie Wissenschaft betrieben wird und spielt eine wesentliche Rolle dabei, wie die Öffentlichkeit von Forschungsergebnissen erfährt. Das ITA-Buch Cyberscience 2.0 beschreibt eine deutlich transparentere Wissenschaft mit vielfältigerem Austausch zwischen ForscherInnen und der Öffentlichkeit. Blogging, die Popularität von „Mikro-Kommunikation" via Twitter, und ein immer breiteres Spektrum an Publikationen wie etwa Wikis deuten darauf hin, und dass das Renommee der WissenschafterInnen maßgeblich auch durch Aktivitäten im Netz bestimmt werden wird.

Allgegenwärtiges Online-Sein an der Universität