Publikationen

Grenzpolitik der Experten
Vom Umgang mit Ungewissheit und Nichtwissen in pränataler Diagnostik und Beratung

Alexander Bogner
Weilerswist 2005
Verlag Velbrück Wissenschaft
ISBN 3-938808-05-5
242 S. Br. € 28
Bestellung / Order

Cover Grenzpolitik


| Inhalt | Über das Buch | Über den Autor |

 

Aus dem Inhalt

Einleitung

A. Unsicherheit, Risiko, Nichtwissen: Theoretische Bezugspunkte der Interpretation
  • I. Soziologie der Humangenetik
  • II. Soziologie der Unsicherheit
  • III. Modernisierung und Institutionenkrise
  • IV. Soziologie des Nichtwissens
B. Das Experteninterview: Methodologische und methodische Überlegungen zur Datenproduktion
  • I. Das Experteninterview als Instrument der Theoriegenerierung
  • II. Experteninterviews in der Praxis
  • III. Theoretische und praktische Grundlagen der Auswertung
C. Grenzpolitik der Experten: Eine empirische Rekonstruktion expertieller Entscheidungen und Handlungsorientierungen in der Pränataldiagnostik
  • I. Präliminarien: Ungewissheit, Nichtwissen und Definitionsmacht
  • II. Humangenetik und Eugenik zur Grenzarbeit der Experten
  • III. Die Verwissenschaftlichung der Expertenpraxis
  • IV. Der Funktionswandel von Experte und Expertenwissen
  • V. Gestaltungszwänge und Grenzziehungen zur kulturellen Prägung professioneller Handlungsorientierungen
Resümee
  • 1. Professionelle Handlungsorientierungen und gesellschaftliche Leitwerte
  • 2. Reflexive Experten?
  • 3. Kritik der Life-Politics

 

Über das Buch

Kategoriale Grenzkonstruktionen wie gesund/krank oder Leben/Tod dienen der Orientierung und Entscheidungsentlastung in der Medizin. Nun ergeben sich nicht zuletzt im Zuge des biowissenschaftlichen Fortschritts Überforderungen dieser institutionalisierten Entscheidungskonventionen und damit neuartige Entscheidungs- und Gestaltungszwänge. Im Anschluss an modernisierungstheoretische Überlegungen lässt sich die Reformulierung dieser Unterscheidungen durch die Experten als notwendige Reaktion auf neue Uneindeutigkeiten verstehen. Grenzpolitik der Experten ist daher nicht einfach gleichbedeutend mit strategischer Rhetorik zur Durchsetzung wissenschaftlicher Autonomieansprüche; sie ist vielmehr Ausdruck einer Suche nach Neuorientierungen jenseits überkommener Leitdifferenzen und Unterscheidungen. Im Zentrum dieser Studie steht mithin die Rekonstruktion der der Grenzpolitik der Experten zugrunde liegenden Rationalitäten und der damit verbundenen professions- und biopolitischen Konsequenzen.


Über den Autor

Der promovierte Soziologe Alexander Bogner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des ITA im Bereich Bioethik und Biotechnologie.

Homeeine Ebene höhereine Ebene tieferSucheFeedbackKontaktEnglish version